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26.05.2015
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Anspruch an Schulen wird Realität nicht gerecht

Eine Repräsentativbefragung im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehungt VBE „Inklusion an Schulen aus Sicht der Lehrerinnen und Lehrer“ ergab eine deutliche Kritik an der Umsetzung der Inklusion an allgemeinbildenden Schulen

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„Die Bedingungen für die Umsetzung der Inklusion an den allgemeinbildenden Schulen in Deutschland stehen klar im Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention“, kritisierte heute Udo Beckmann, VBE-Bundesvorsitzender und Landesvorsitzender VBE NRW, in Düsseldorf. Beckmann stellte auf der Landespressekonferenz die Repräsentativbefragung im Auftrag des VBE „Inklusion an Schulen aus Sicht der Lehrerinnen und Lehrer“ vor. Es ist bundesweit und für NRW die erste diesbezügliche Lehrerbefragung. „Dem VBE ist wichtig“, so Beckmann, „die Diskussion über Inklusion auf den harten Boden der Tatsachen zurückzuführen.“ Die Ergebnisse seien mehr als ein Alarmsignal an die Politik.

Aus der Pressemitteilung des VBE:

„98 Prozent der befragten Lehrer sprechen sich bundesweit für eine Doppelbesetzung aus Lehrer und Sonderpädagoge in inklusiven Lerngruppen aus. Neun von zehn Befragten sind der Ansicht, diese Doppelbesetzung muss es immer und nicht nur zeitweilig geben. Schulrechtlich ist eine solche Doppelbesetzung aber nicht zwingend vorgesehen“, sagte Beckmann. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, ihre Schule sei überhaupt nicht barrierefrei. Für Grundschulen hatten dies sogar 60 Prozent der Befragten angegeben. Das Fortbildungsangebot für Lehrer zur Vorbereitung auf inklusives Unterrichten bewerteten bundesweit 36 Prozent als gar nicht gut und weitere 41 Prozent als weniger gut. Zugleich gaben aber 75 Prozent der Befragten an, dass an ihrer Schule bereits Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet würden. 32 Prozent der Befragten unterrichten selbst in inklusiven Lerngruppen. „Das zeigt, wie sehr die Politik die Lehrer im Regen stehen lässt. Die Rahmenbedingungen entsprechen nicht im Mindesten den Auflagen des Artikels 24 der UN-Behindertenrechtskonvention“, stellte Beckmann klar. Deutschland als Vertragsstaat sei verpflichtet zu wirksamen individuell angepassten Unterstützungsmaßnahmen, zur Einstellung von Lehrkräften und zur Schulung von Fachkräften auf allen Ebenen des Bildungswesens.

Die komplette Pressemitteilung und weitere Infos finden Sie HIER

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