Der Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat neue Empfehlungen zur Fortschreibung der monatlichen Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) für das Jahr 2027 veröffentlicht. Gleichzeitig hat der Deutsche Verein eine Presseerklärung herausgegeben, in der er auf die Empfehlungen hinweist und darüber hinaus deutlich eine Beendigung der Benachteiligung von Pflegeeltern beim Bundeselterngeld fordert.
'Menschen.Machen.Jugendhilfe' ist eine neue Informationsreihe des LVR-Landesjugendamtes Rheinland zu seinen Aufgaben. Die Reihe startet mit einem Interview von Wolfgang Köhler, Leiter der Zentralen Adoptionsstelle zu Fragen der Auslandsadoption.
Beim 50jährigen Festakt von PFAD-Bundesverband berichtete Pascal Hoffmann von sich als Pflegekind und beschrieb in besonderer Weise die Bedeutung eines hochgradig verlässlichen und einfühlsamen Umgehens der Pflegeeltern mit dem Kind und die dadurch entstehende Möglichkeit des Kindes, Vertrauen und eigene Wertschätzung zu entwickeln.
Am 14. September feierte PFAD-Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. sein 50jähriges Bestehen mit einem Festakt in Berlin. Er feierte mit Vertreter*innen aus Politik, Fachwelt und Selbsthilfe fünf Jahrzehnte Engagement für Pflege- und Adoptivkinder und ihre Familien und richtete bei der Feier zugleich den Blick auf die Herausforderungen der kommenden Jahre.
Anlässlich des Tags der Wohnungslosen am 11. September empfiehlt das Deutsche Institut für Menschenrechte der Bundesregierung dringend, die geplanten Kürzungen beim Wohngeld und in der Jugendhilfe zurückzunehmen. Besonders für junge Menschen aus der Jugendhilfe steigt die Gefahr, wohnungslos zu werden.
In der Pressemitteilung "Schulbegleitung und Co.: Zahl der Eingliederungshilfen für junge Menschen mit seelischer Behinderung binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt" erläutert das Bundesamt für Statistik anhand der Zahlen und Ursachen der letzten Jahre, wieso sich diese Hilfe so stark erhöht hat.
PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. lehnt den Kabinettsentwurf zum Ersten Kinder- und Jugendhilfestrukturreform-Gesetz (KJHSRG) trotz einzelner positiver Aspekte entschieden ab und fordert die Mitglieder der zuständigen Ausschüsse des Deutschen Bundestags und Bundesrats sowie der Arbeitsgruppen der Regierungsfraktionen in einem Offenen Brief vom 08.09.2026 auf, den Entwurf im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens kritisch zu prüfen.
Was Kinder und Jugendliche von der digitalen Welt erwarten
Die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hat im Juni 2026 ihre Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses brachten auch Kinder und Jugendliche ihre Meinungen zum Umgang mit digitalen Medien ein. Die Ergebnisse liegen nun in einem eigenen Bericht vor.
Eine fehlende Diagnose schützt keinen jungen Menschen
FASD fällt noch immer viel zu oft durchs Raster. Kinder und Jugendliche werden über Jahre begleitet, beurteilt und durch verschiedene Hilfen geführt. Trotzdem bleibt die entscheidende Diagnose häufig aus. Die Folgen sind gravierend. Neurologisch bedingte Schwierigkeiten werden als mangelnde Motivation, fehlende Einsicht oder Erziehungsproblem bewertet. Erwartungen an die Verselbstständigung der Jugendlichen können nicht erfüllt werden. Besonders belastend sind die vielen Abbrüche. Schule, Therapie, Ausbildung, Wohngruppe oder Pflegeverhältnis enden, weil das Verhalten nicht verstanden und die Umgebung nicht ausreichend angepasst wurde.
Das DIJuF - Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht - hat eine Stellungnahme zu dem am 12.8.2026 beschlossenen Regierungsentwurf eines Ersten Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetzes verfasst, die Vorschläge für weniger Verwaltung, mehr Inklusion und angemessene Finanzierung unterbreitet.
Bericht über die Begleitung von Besuchskontakten für ein fünfjähriges Kind zu seinen leiblichen Eltern. Das Mädchen wollte durchaus Kontakte zu den Eltern und besonders zu seinem älteren Bruder. Sie hatte aber die große Befürchtung, dass die Eltern sie nach einem Besuchskontakt einfach mit zu sich nach Hause nehmen würden. Damit die vom Gericht angeordneten Besuchskontakte durchgeführt werden konnten, wurde vom Jugendamt eine Besuchskontaktbegleiterin beauftragt.
In der Veröffentlichungsreihe des BbP - Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. - zum inklusiven Kinderschutz ist jetzt das Journal #2 erschienen. Es trägt den Titel „Inklusiver Kinderschutz in der Pflegekinderhilfe und beschreibt auf 68 Seiten kein neues, aber ein bislang unzureichend ausgeleuchtetes Handlungsfeld.
Die Rechtsanwältinnen Claudia Marquardt und Ricarda Wilhelm haben gemeinsam mit PAN NRW e.V. den Referentenentwurf zum Kindschaftsrechtsmodernisierungsgesetz (KiMoG) analysiert und kommen zu einem eindeutigen Ergebnis: Statt der angekündigten Stärkung von Pflegefamilien drohen erhebliche Verschlechterungen – mit weitreichenden Folgen für Pflegekinder, Pflegeeltern und den Kinderschutz.
Über eine schwierige Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Pflegeversicherung – und darüber, warum Pflegefamilien Klarheit statt Verschiebung von Zuständigkeiten brauchen.
Die LAGF - Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände Sachsen-Anhalt und der Verband Sonderpädagogik e.V. Landesverband Sachsen-Anhalt haben an die Parteien des Landtages von Sachsen-Anhalt Fragen geschickt und um Antworten gebeten. Die LAGF hat überwiegend Fragen zur Unterstützung von Familien und Bildung und der Verband Sonderpädagogik Fragen zur Schulpädagogik, Inklusion, zu traumatisierten oder beeinträchtigten Schülern gestellt. Besonders für viele Adoptiv- und Pflegekinder und ihre Familien sind die inzwischen eingegangenen Antworten auf diese Fragen von großer Bedeutung und gehen über die politischen Grundaussagen eines einzelnen Bundeslandes weit hinaus.
Die BAG Landesjugendämter hat eine Auswertung seiner bundesweiten Befragung der Jugendämter zur Umsetzung der Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts veröffentlicht. Ziel der Erhebung war es, erste empirische Einblicke in die praktischen Auswirkungen der gesetzlichen Neuerungen zu gewinnen und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Vormundschaften und -pflegschaften sichtbar zu machen.
Das DIJuF hat eine Synopse zu dem Regierungsentwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreform-Gesetz – 1. KJHSRG) erstellt, den das Bundeskabinett in seiner Sitzung vom 12.8.2026 beschlossen hat
Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen ist das vierte Mal in Folge auf einen neuen Höchststand gestiegen: Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Deutschland bei rund 79 800 Kindern oder Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt festgestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 10 % oder rund 7 000 Fälle mehr als 2024.
Warum die Experimentierklausel zur Kinder- und Jugendhilfereform behinderte Pflegekinder im Stich lässt
Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) hat in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe des Bundeskabinetts vom 12. August 2026 seine Enttäuschung darüber ausdrückt, dass ein jahrelanges Versprechen der Politik nicht eingelöst wurde.
Presse-Statement von Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, anlässlich des Kabinettsbeschlusses vom 12. August 2026 zum Ersten Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe
Das Bundeskabinett verabschiedete am 12. August den Gesetzentwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe. Zur Information veröffentlichten wir dazu Teile der Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums und Auszüge aus dem Gesetzesentwurf.
Die BAG Landesjugendämter hat die Empfehlung "Beteiligung und gegenseitige Information von Jugendämtern bei bundesweiten Vermittlungen von Pflegekindern - Empfehlungen zur Umsetzung von § 37c Abs. 3. Satz 4 SGB VIII" herausgegeben. Sie soll bei der überregionalen Vermittlung die Handlungssicherheit der Fachkräfte erhöhen und den Kinderschutz in der Pflegekinderhilfe stärken.
Mit der Einschulung beginnt für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Neben Schultüte, Mäppchen und Sporttasche gibt es aus Sicht des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) jedoch noch weitere wichtige Punkte, die Eltern für einen gesunden Start in den Schulalltag beachten sollten.
Geschwister oder Pflegegeschwister, die in einer Familie mit einem Kind mit Beeinträchtigungen zusammenleben, erleben, dass sich sowohl die Hilfe durch das Jugendamt oder Sozialamt, als auch die Situation der Eltern in der Familie im hohen Maße um dieses Kind dreht. Die Geschwisterkinder leben in einer besonderen Lebenssituation, die sie deutlich prägt und meist auch deutlich fordert. Der Blick auf die Geschwister ist daher von dringender Notwendigkeit.
Die JIMplus Studie 2026 zum digitalen Wohlbefinden macht deutlich, dass Jugendliche ihre Social-Media-Nutzung sowohl als Inspiration als auch Belastung empfinden. Die aktuelle JIMplus-Studie 2026 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) zeigt, wie Jugendliche die Chancen und Belastungen digitaler Medien erleben und welche Auswirkungen dies auf ihr digitales Wohlbefinden hat.
Die Pflegekinderhilfe im Bundesland Rheinland-Pfalz wird geprägt durch eine landesweite Fachorientierung, kommunale Gestaltung und eine ausgeprägte Empfehlungskultur.
Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Deutschland rund 56 900 Kinder oder Jugendliche zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 18 % oder rund 12 600 weniger Jungen und Mädchen als im Jahr zuvor. Bereits 2024 hatte es einen Rückgang der Inobhutnahmen um 7 % oder 5 100 Fälle gegeben. Damit ist die Fallzahl innerhalb von zwei Jahren um rund ein Viertel gesunken (-24 % oder 17 700 Fälle), nachdem sie zuvor drei Jahre in Folge auf knapp 74 600 Schutzmaßnahmen im Jahr 2023 gestiegen war.
Unter dem Motto »100% Liebe – 0% Alkohol« informiert das Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaft ab dem 20. Juli mit einer neuen Kampagne über die Gefahren von Alkohol während der Schwangerschaft und Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD).
Im Mai hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zwei Gesetzentwürfe zur Reform des Kindschaftsrechts und des familiengerichtlichen Verfahrens vorgelegt. Die BAG Landesjugendämter begrüßt in ihrer Stellungnahme zentrale Zielsetzungen, sieht jedoch fachliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten.
Der BRJ e.V. - Berliner Rechtshilfefond Jugendhilfe e.V. - hat eine Stellungnahme zu den aktuellen Vorgehensweisen der Berliner Jugendämter veröffentlicht. Darin befürchtet der BRJ, dass pauschale Sparvorgaben zunehmend die Hilfeplanung prägen und damit individuelle Bedarfsfeststellungen in den Hintergrund drängen können. Entscheidungen über Hilfen müssten sich jedoch am Bedarf junger Menschen orientieren – nicht an Haushaltszielen.
Das neu gegründete 'Bündnis sicheres Nest für Pflegekinder' hat sein aktuellen Positionspapier: Kinder erster Klasse - bald auch in rechtlicher Hinsicht? veröffentlicht. Darin wird unzureichender Schutz des Pflegeverhältnisses ausgemacht und für das "Recht auf ein Zuhause" für Pflegekinder plädiert.
Pfad-Bundesverband für Pflege- und Adoptivfamilien e.V. sieht in den erwarteten Änderungen des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes entstehende Ungerechtigkeit für Pflegefamilien.
Sowohl das DIJuF - Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht - als auch das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft haben Stellungnahmen zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform des Kindschaftsrechts (Kindschaftsmodernisierungsgesetz – KiMoG) veröffentlicht.
In dieser Woche hat der PFAD Bundesverband zwei Stellungnahmen an das Bundesjustizministerium gesendet. Inhaltlich geht es in diesen um eine ganze Reihe bevorstehender Gesetzesentwürfe, welche auch Einfluss auf die Rechtsstellung und den Alltag von Pflegekindern und -familien haben werden.
Mit elf Monaten wird Rolf wegen schwerer Vernachlässigung in Obhut genommen und sofort in eine Klinik gebracht. Diese schreibt nach der Erstuntersuchung: "R. hat einen Entwicklungsstand von etwa 50 % seines Lebensalters". Nachdem er in der Klinik etwas aufgebaut wurde, wird Rolf in eine Pflegefamilie vermittelt. In den folgenden Jahren zeigt sich, wie prägend diese schwere Vernachlässigung im ersten Lebensjahr für die nachfolgende Entwicklung von Rolf gewesen ist.
Das Sozialgericht Karlsruhe ebenso wie nun auch das Landessozialgericht haben entschieden, dass für Pflegeeltern, die ein schwer hörbehindertes Kind aufgenommen haben, kein weiterer Anspruch mehr auf Kostenübernahme für einen Hausgebärdensprachkurs im Rahmen der Eingliederungshilfe besteht. Dies sei keine Leistung zur sozialen Teilhabe, da sie nicht dem Kind direkt zukäme.
Auf der neuen Webseite wird das Projekt 'Zukunft durch Bildung. Online-Peerberatung für Care Leaver:innen' vorgestellt. Die Webseite spricht junge Menschen an, die noch in der Jugendhilfe leben oder gelebt haben und bietet individuelle Web-Beratung rund um Schule, Ausbildung, Freiwilligendienste, Studium, Beruf, etc. an.
Das Jugendamt Stuttgart hat das 25-jährige Bestehen der Bereitschaftspflege in der Landeshauptstadt mit einer Jubiläumsveranstaltung gefeiert. Hunderte Kinder in akuten Notlagen sind in den Bereitschaftspflegen familiennah betreut worden.
Pflegegeldempfehlung des Deutschen Vereins für 2027