Politik

Wichtigste Änderungen im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz KJSG

Die beiden Autorinnen Dr. Janna Beckmann und Katharina Lohse haben für das DIJUF, einige Tage nach der Zustimmung des Bundesrates zum KJSG, einen Überblick über die Schwerpunkte der Änderungen erarbeitet.
Politik

Zusammenschlüsse von Pflegeeltern

Die Selbsthilfe von Betroffenen erhält im neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetz mehr Bedeutung. Ihre Förderung und Unterstützung wird im Bereich der Pflegekinderhilfe zur Aufgabe der Jugendhilfe.
Fachartikel

von:

FASD – Der große Stolperstein in der Jugendhilfe

Wie neue Wege ans Ziel führen können

Laut Drogenbericht der Bundesdrogenbeauftragten von 2019 werden jährlich 10.000 – 20.000 Kinder mit Alkoholschäden in Deutschland geboren. Diese Anzahl ist erschreckend und leider nur die Spitze des Eisberges. Ein großer Teil der betroffenen diagnostizierten Kinder wächst in Pflegefamilien auf. In Bezug auf diese Behinderung gibt es noch immer großen Nachholbedarf an Konzepten für den Umgang dieser Pflegeverhältnisse.
Politik

Reform der Kinder- und Jugendhilfe

Bundesrat stimmt dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz zu

Am 7. Mai 2021 hat der Bundesrat der vom Bundestag verabschiedeten Reform der Kinder- und Jugendhilfe zugestimmt. Sie soll Minderjährige aus einem belastenden Lebensumfeld, die in Heimen oder Pflegefamilien leben, besser schützen und ihnen mehr Chancen auf Teilhabe geben.
Fachartikel

von:

Kindesmisshandlung in Deutschland

Hin- und nicht wegsehen, sondern handeln.

In diesem Artikel wird Kindesmisshandlung anhand solcher Fälle vorgestellt. Besonders an der beispielhaften Falldarstellung des misshandelten Kindes Kevin wird dessen trauriges Schicksal beleuchtet. Abschließend wird der Blick auf Möglichkeiten des Handelns für uns alle, aber besonders für die Arbeit mit Kindern besprochen.
Nachricht

Immer mehr Eingliederungshilfen für Kinder und Jugendliche mit seelischer Behinderung

Das Statistische Bundesamt weist auf eine erhebliche Veränderung der Eingliederunghilfe für Kinder und Jugendliche mit seelischer Beeinträchtigung hin: Die Zahl der Fälle ist von 2009 bis 2019 um 156 % gestiegen. Im Jahr 2019 war fast die Hälfte der betroffenen Kinder zwischen 9 und 13 Jahre alt. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit emotionalem und sozialem Förderbedarf nahm binnen zehn Jahren um 72 % zu. Es gibt deutlich mehr Integrationsschülerinnen und -schüler als noch vor zehn Jahren.
Hinweis

17. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag

Vom 18. bis 20. Mai findet in diesem Jahr der 17. Kinder- und Jugendhilfetag statt - aufgrund der Pandemie nur digital. Anmeldung ist seit Mitte April möglich. Wir stellen Ihnen einige Angebote aus dem Bereich der Pflegekinderhilfe und Inklusion vor.
Neu auf Moses Online

Pflegefamilien Finanzen 2021 - Themenheft ist jetzt verfügbar

Die aktuelle Ausgabe für 2021 können Sie jetzt bei uns im Online-Shop bestellen.
Geänderte Rechtslage

Gutes Aufwachsen mit Medien – auch im 21. Jahrhundert

Mit der Reform des Jugendschutzgesetzes treten zum 1. Mai 2021 neue Regelungen für den Kinder- und Jugendmedienschutz in Kraft.
Frage und Antwort

Muss ich den neuen Amtsvormund akzeptieren?

Ich habe einen 10jährigen Pflegesohn, der seit neun Jahren bei mir lebt. Er hatte von Beginn an einen Amtsvormund. Dieser Vormund hat beständig gewechselt und nun hat mein Pflegesohn den fünften Vormund. Der ist das nun auch schon seit einem Jahr, hat das Kind aber noch nicht gesehen. Von den vorherigen Vormündern kannte ich auch nur zwei. Muss ich das alles mitmachen?
Frage und Antwort

Antrag auf Opferentschädigung

Wir haben ein Pflegekind aufgenommen, das in seiner frühen Kindheit schwere Misshandlung erlitten hat und unter deren Folgen leidet. Das Kind hat einen Vormund. Dieser möchte aber keinen Antrag auf Opferentschädigung stellen, da er der Meinung ist, das Kind damit 'abzustempeln'. Wir sehen dies völlig anders und möchten ein mögliches Recht des Kindes nicht ungenutzt lassen. Können wir als Pflegeeltern den Antrag auf Opferentschädigung auch stellen?
Politik

Bundesrat stimmt Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts zu

Der Bundesrat hat am 26. März 2021 der vom Bundestag beschlossenen Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts zugestimmt. Das Gesetz kann jetzt dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet werden. Das Gesetz soll ab 1. Januar 2023 in Kraft treten.
Hinweis

Informationen zu Fragen der Auslandsadoption

Das Bundesamt für Justiz nimmt neben anderen Aufgaben im internationalen Familienrecht auch die Funktion der Bundeszentralstelle für Auslandsadoption wahr. Jetzt wurde auf der Webseite des Bundesamtes eine umfassende Zusammenstellung von Fragen, Rechtlichem und anderen Informationen zu allen Bereichen einer Auslandsadoptionen erstellt.
Politik

DIJuF-Synopse zum Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG)

Das DIJuF hat die Synopse zur Reform des SGB VIII mit den geplanten Änderungen auf Grundlage der 2./3. Lesung des Bundestags am 22.4.2021 aktualisiert.
Fachartikel

von:

Volljährig – und was kommt dann?

Das Begleitete Wohnen in Familien als mögliche „Anschlussbegleitung“ für erwachsen werdende Pflegekinder mit Beeinträchtigung
Hinweis

Junge Zukunft trotz(t) Corona

Chancenpaket für junge Menschen

Die BAG Landesjugendämter, das Bundesjugendkuratorium und die AGJ haben einen gemeinsamen offenen Brief erarbeitet, in dem sie auf die besondere Situation junger Menschen in der Corona-Krise aufmerksam machen - verbunden mit Forderungen eines Maßnahmenpaketes an die Bundesregierung.
Politik

Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG)

Sitzung des Bundestags am 22.4.2021

Mit den Stimmen der Koalition und der Grünen, Stimmenthaltung der FDP und Gegenstimmen von Linksfraktion und AfD wurde am 22.4.2021 mehrheitlich der Entwurf des Kinder- und Jugendstärkungsgesetz von den Abgeordneten des Bundestages gebilligt. Einen Tag vorher war vom Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend noch Änderungen am Entwurf vorgenommen worden.
Hinweis

Anmeldung zum 17. Kinder- und Jugendhilfetag

Heute ist der Startschuss für die Anmeldungen der Besucher*innen des 17. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag. Der DJHT wird vom 18. bis 20. Mai 2021 digital stattfinden; der Besuch aller Programmelemente ist kostenlos. Für den Fachkongress und die Anmeldung zu den Fachveranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich, ebenso für die Teilnahme an Messeforen.
Politik

Lebenshilfe: Inklusive Kinder- und Jugendhilfe darf nicht scheitern!

Das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz steht für gleichberechtigte Teilhabe. Es muss noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden. Zweite und dritte Lesung des Gesetzesentwurf am 22. April 2021 im Bundestag. Der Bundesrat entscheidet im Mai. Die Lebenshilfe mahnt, dass dieses Gesetz nicht scheitern darf.
Fachartikel

von:

Körperkontakt und Berührung.

Zu den vernachlässigten Dimensionen in Bildung und Erziehung

In diesem Beitrag geht es darum, haptische Wahrnehmung aus verschiedenen Perspektiven in den Blick zu nehmen. Dafür stellt die Berührung zwischen einem Säugling und dessen Eltern den Ausgangspunkt dar. Der Blick richtet sich auch auf Berührung im Kontext weiterer Beziehungskonstellationen innerhalb pädagogischer Einrichtungen und die Berührungsmodi anderer Kulturen.
Stellungnahme

von:

Corona-Maßnahmen in Schulen eine Kindeswohlgefährdung?

Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht - DIJuF - veröffentlichte am 15. April eine Stellungnahme zu den Beschlüssen von Gerichten zu der Frage, ob Corona-Maßnahmen in Schulen eine Kindeswohlgefährdung bedeuten würden. Das DIJuF teilt dazu mit: "Corona-Maßnahmen an Schulen beinhalten keine Kindeswohlgefährdung nach § 1666 BGB und befugen Familiengerichte nicht zur Anordnung einer Befreiung gegenüber der Schule nach § 1666 Abs. 4 BGB"
Arbeitspapier

von:

Sozialversicherung für Pflegepersonen

Die Sozialversicherung für Pflegepersonen im Sinne des § 44 SGB VIII (Pflegeeltern) ist nicht angemessen. Ein große Zahl von Pflegekindern hat einen so großen Bedarf an umfassender Betreuung, dass eine regelmäßige und volle Berufstätigkeit der Pflegeperson(en) oft nicht mit dem Kindeswohl vereinbar ist. Die Pflegeeltern verzichten daher häufig auf einen Teil der Erwerbstätigkeit. Da die bisher geltenden Bedingungen z.B. zur Altersvorsorge für die Pflegeeltern jedoch so minimal sind, entstand und entsteht ein großes Risiko für die Altersarmut von Pflegeeltern - meist der Pflegemutter. Die Trägerkonferenz Rheinland befasst sich mit diesem Thema und hat RA Gila Schindler um einen entsprechendes Arbeitspapier gebeten.
Kommentar

Medien müssen mehr Verantwortung übernehmen!

Ein Einwand zu einem Artikel der ZEIT zu FASD

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. ist jeden Tag mit den Herausforderungen durch die Fetale Alkoholspektrum - Störung (FASD) konfrontiert. Im aktuellen Beitrag „Ein Glas Wein scheint in der Schwangerschaft nicht zu schaden“ im ZEIT-Magazin vom 3. April 2021 wird die dringend notwendige und weitgreifende Prävention im Keim erstickt und Alkoholkonsum während der Schwangerschaft legitimiert und auf verantwortungslose Weise beschönigt.
Fachartikel

von:

Die Stimme der Würde

Mit Würde wird das Wesen des Menschen bezeichnet, dasjenige, was den Menschen zum Menschen macht und daher unantastbar ist. Pflegefamilien können der geeignete Ort sein, wo es gelingt, der Würde wieder eine Stimme zu geben, eine Stimme, die erklingt und gehört wird.
Erfahrungsbericht

Lukas, 14 Monate, knapp 6.000 g

Bericht einer Bereitschaftspflegemutter über die zweimalige Aufnahme eines tief emotional verletzten und auch körperlich massiv geschädigten Kindes.
Geänderte Rechtslage

Adoptionshilfe-Gesetz tritt zum 1. April 2021 in Kraft

Ministerin Giffey: „Das Adoptionshilfe-Gesetz nimmt die Bedürfnisse der Familien besser in den Blick“ und ermöglicht eine gute Begleitung der Familien - vor, während und nach einer Adoption.
Politik

Zur Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz

Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht DIJuF hat Hinweise zum 'Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes zur ausdrücklichen Verankerung der Kinderrechte' erarbeitet. Durch diese Hinweise möchte das Institut darauf aufmerksam machen, dass die vorgeschlagene Neureglung weder hinsichtlich ihrer systematischen Verortung in Art. 6 Abs. 2 GG noch vollumfänglich hinsichtlich ihres Inhalts überzeugen können.
Politik

Chance einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe wahrnehmen!

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe AGJ, das Bundesjugendkuratiorium und das Deutsche Jugendinstitut haben in einem offenen Brief die Politik dazu aufgefordert, das Kinder- und Jugendhilfestärkungsgesetz schnellstmöglich noch in dieser Legislaturperiode abzuschließen.
Fachartikel

von:

Plötzlich ist da viel mehr Nähe!

Zum Thema "Körperwahrnehmung und Beziehung – Konzeption und Erprobung eines Förderprogramms für Pflegefamilien". Das Dissertationsvorhaben beschäftigt sich mit der Beziehungskonstruktion zwischen Pflegekind und Pflegeeltern und der Frage der Bedeutung von Körperwahrnehmung und Beziehung. Die Ausführungen sind Resultat einer zweijährigen Erprobung eines Förderprogramms mit acht Pflegefamilien.
Frage und Antwort

Rückkehrwünsche der leiblichen Eltern

Wenn im Hilfeplan steht, dass das Kind dauerhaft und bis zur Verselbständigung bei uns Pflegeeltern leben soll, können dann die Eltern trotzdem noch darauf hin arbeiten, dass das Kind wieder bei ihnen leben soll?
Geänderte Rechtslage

Das neue Adoptionsrecht in der Praxis

Am 24. März 2021 hat der Deutsche Verein eine Empfehlung zur Anpassungen im Adoptionsverfahren vor dem Hintergrund der Reform des Adoptionsrechts veröffentlicht. Hierin werden die rechtlichen Neuregelungen in den Blick genommen und die Möglichkeiten der Umsetzung in die Praxis vorgestellt.
Gerichtsbeschluss erklärt

von:

vom: 
26.03.2020

Befangenheit eines Familienrichters

Für den Fall einer Rückübertragung des Sorgerechts auf die leiblichen Eltern ihres Pflegekindes, haben Pflegeeltern im Rahmen eines Verfahrens einen Antrag auf Verbleib des Kindes in ihrer Familie gestellt. Der zuständige Richter beteiligte die Pflegeeltern nicht am Verfahren des Personensorgerechts und nahm auch deren Antrag auf Verbleib nicht entgegen. Die Pflegeeltern stellten daraufhin einen Antrag auf Befangenheit gegen den Richter, weil dieser die gebotene Hinzuziehung der Pflegeeltern unterlassen hätte. Das OLG Hamm erklärte das Ablehnungsgesuch der Pflegeeltern für begründet und erklärte deren Besorgnis der Befangenheit gegenüber dem Richter für berechtigt.
Bericht zur Veranstaltung

Programm zum 17. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag

Vom 18. bis 20. Mai 2021 wird der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag, der diesmal rein digital stattfindet, wieder zur Plattform für Initiativen, Innovationen, Impulse und Ideen rund um die „Generation U27“. Ab sofort können sich alle Interessierten über das vielfältige Programm des größten Jugendhilfegipfels in Europa informieren. Die Teilnahme an dem Kinder- und Jugendhilfetag ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos.
Politik

Die große Vormundschaftsreform

Das Bundesforum für Vormundschaft und Pflegschaft hat alles zusammengetragen, was es im Hinblick auf die große Vormundschaftsreform an Dokumenten und Hinweisen gibt. Diese ja schon seit langem diskutierte Reform hatte am 5. März 2020 die erste Lesung im Bundestag und am 26. März 2021 will sich der Bundesrat damit befassen. Das Gesetz soll am 1. Januar 2023 in Kraft treten.
Frage und Antwort

Weiterführende Schule

Können wir Pflegeeltern entscheiden, auf welche weiterführende Schule unser Pflegekind gehen wird?
Frage und Antwort

Zeugnisse unterschreiben

Dürfen wir Pflegeeltern die Zeugnisse unseres Pflegekindes unterschreiben?
Stellungnahme

von:

SGB VIII Reform: Diskussionen zur Stellungnahme des Bundesrates zum Regierungsentwurf

Die Stellungnahme des Bundesrates vom 12.2.2021 zum Regierungsentwurf für ein Kinder- und Jugendstärkungsgesetz hat natürlich Überlegungen und Antworten hervorgerufen. Aus den manchmal unterschiedlichen Sichtweisen der Beteiligten der Jugendhilfe werden Teile aus der Stellungnahme des Bundesrates zustimmend oder ablehnend kommentiert und ergänzende Vorschläge gemacht. Hier weisen wir auf die Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) vom 12. März 2021 hin. Wir haben bereits am 16. Februar 2021 eine Stellungnahme von neun Institutionen zur Diskussion der möglichen Veränderungen in Fragen des Kinderschutzes veröffentlicht.
Politik

Bundestag beschließt Reform des Jugendschutzgesetzes

Der Bundestag hat am 5. März 2021 den von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey vorgelegten Rechtsrahmen für einen modernen Kinder- und Jugendmedienschutz und ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen mit digitalen Medien beschlossen.
Bericht

von:

herausgegeben von:

Folgen aus der Coronakrise für Pflegekinder mit Behinderung und deren Familien

Die Vorsitzende des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder (BbP) e.V. fasst zusammen, wie desaströs sich die Corona-Pandemie auf die Beratung, Begleitung und Vermittlung von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien auswirkt. Zum Schluss des Artikels heißt es: "Wir sind komplett aus dem Blick geraten. Anders kann man es nicht nennen."
Frage und Antwort

Sollen wir als Pflegeeltern dennoch die Vormundschaft beantragen?

Leider würde uns der bisherige Vormund nicht unterstützen, da wir Differenzen in Bezug auf den über Jahre erzwungenen regelmässigen Umgang unseres schwer traumatisierten Pflegesohnes hatten. Ich habe nun in den Unterlagen festgestellt, dass den Eltern das Sorgerecht in fast allen Bereichen gerichtlich 2017 entzogen und auf das Jugendamt übertragen wurde - jedoch nicht komplett. Der Vater ist inzwischen verstorben, die Mutter völlig desinteressiert und nicht erreichbar. Beantragen wir dann dennoch die Übertragung der Vormundschaft auf uns als Pflegeeltern?
Frage und Antwort

Sparen für das Pflegekind?

Ich habe nun noch eine Frage zum Sparen für Pflegekinder. Ich habe jetzt oft die Frage erhalten: Die Herkunftseltern haben die finanzielle Sorge für das Kind inne. Wenn die Pflegeeltern jedoch für die Kinder etwas für die Zukunft sparen wollen, wie das Eltern so machen, ist die Frage, wie das funktionieren kann, ohne dass die Herkunftseltern Zugriff darauf haben. Die Sorge erscheint mir in diesen angefragten Fällen berechtigt, bzw. entwickeln sich auch gute Verhältnisse manchmal in schwierige. Haben Sie eine Idee dazu?
Frage und Antwort

Unterhaltspflicht für die leiblichen Eltern

Unsere Älteste Pflegetochter ist 25 Jahre alt und seit dem fünften Lebensjahr bei uns. Seitens der Behörde soll sie nun finanziell für ihre leibliche Mutter, die Sozialleistungen bezieht, in Regress genommen werden. Aus unserer Sicht eine untragbare Zumutung, nicht zuletzt aufgrund der als Kind erlittener Traumatisierungen und nun wird ihr auch noch die Möglichkeit verbaut, sich als junger Mensch 'unbelastet' (soweit man das überhaupt sagen kann) ein eigenes Leben aufzubauen. Frage: Haben Sie Erfahrungen mit dieser Situation und wie kann sich unsere Tochter dagegen (juristisch) wehren, ein Leben lang weiter in dieser Situation mit der leiblichen Mutter (der leibliche Vater ist verstorben) zwangsverbunden zu bleiben? Sollen wir uns auch das das Jugendamt wenden, die ja aktenmäßig möglicherweise auch gefragt sein könnten (bevor die Akten vernichtet werden)?
Frage und Antwort

Wer ist die Pflegeperson nach einer Trennung der Pflegeeltern?

Ein Pflegeelternpaar hat sich vor kurzem getrennt – zum Glück sind beide gut miteinander im Gespräch und möchten gerne weiterhin und zu gleichen Teilen für die beiden Pflegekinder verantwortlich sein und sich kümmern. Die Pflegemutter wird aber aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen, der Pflegevater verbleibt mit den Kindern in der gemeinsamen Wohnung. Ist es möglich, dass beide ‚gleichberechtigt‘ offiziell Pflegeeltern bleiben oder spricht rechtlich etwas dagegen?
Frage und Antwort

Wer nimmt an Hilfeplangesprächen teil?

Gibt es eine Verordnung oder eine Passage in einem Gesetz, der die Einbeziehung der leiblichen Eltern bei den Hilfeplangesprächen vorschreibt, auch wenn sie kein Sorgerecht haben und sich nachweislich nicht uns Kind kümmern?
Frage und Antwort

Krankenhilfe für Pflegekinder

Der Orthopäde meines Pflegekindes hat eine KIDD-Behandlung durchgeführt und eine Privatrechnung gestellt. Ich habe nun die Übernahme der Kosten beantragt. Dies wurde mit dem Argument abgelehnt, dass nach § 40 SGB VIII nur die Krankenkassenbeiträge übernommen werden. Demnach sollen auch die Zuzahlungsbeträge zu Medikamenten etc., die ab dem 12. Lebensjahr anfallen nicht erstattet werden. Das Argument ist ebenfalls, dass sie maximal soviel übernehmen wie die Krankenkassen. Ich habe natürlich im Internet recherchiert und kann ja noch akzeptieren, wenn medizinisch nicht anerkannte Behandlungen nicht erstattet werden. Aber die Ablehnung der Erstattung der Zuzahlungen kann ich nicht widerspruchslos akzeptieren. Können Sie mir weiterhelfen? Wie wird der § 40 SGB VIII denn sonst ausgelegt? Worauf beziehen sich denn dann die Begriffe "Zuzahlungen"?