In diesem Schwerpunktthema befassen wir uns mit Verhaltensauffälligkeiten von Kindern. Das Verhalten des Pflege- und Adoptivkindes hat natürlich etwas zu tun mit dem, was er in seiner Ursprungsfamilie erlebt hat, also mit dem „früher“. Das Verhalten hat aber auch etwas zu tun mit dem „Hier und Jetzt“ d.h. mit dem, wie die jetzigen Erwachsenen um das Kind herum auf sein Verhalten reagieren.
ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung) ist ein klar definiertes Störungsbild, genauso valide wie andere psychische Störungen (z.B. Schizophrenie oder Manisch-depressive Erkrankung).
Wer Menschen mit einer ADHS kennt, weiss es bestens: Eine ADHS kommt selten allein. Tatsächlich ist das Störungsbild auf das Engste verwoben mit anderen Faktoren, welche Ausprägung und Verlauf der Krankheit mitbestimmen. Dazu gehört in erster Linie die Art, wie in der Familie und der Schule dem betroffenen Kind begegnet wird. Daneben kann der Verlauf einer ADHS wesentlich durch psychische Begleiterkrankungen, sogenannte Komorbiditäten, geprägt sein.
Wenn die Zeit rast: ADHS-Kinder nehmen Zeit anders wahr
Mit einem optimierten Zeitmanagement, zum Beispiel durch Strukturierung komplexer Aufgaben in Teilaufgaben, könnten mit ADHS einhergehende Probleme im Schulunterricht besser bewältigt werden, meint der Frankfurter Wissenschaftler Helmut Prior.
Mit einem optimierten Zeitmanagement, zum Beispiel durch Strukturierung komplexer Aufgaben in Teilaufgaben, könnten mit ADHS einhergehende Probleme im Schulunterricht besser bewältigt werden, meint der Frankfurter Wissenschaftler Helmut Prior
Wir sind eine "Erziehungsstelle" - das heißt, unsere zwei 13 jährigen ADHS-Jungs, mein Mann und ich. Unsere leiblichen Kinder sind erwachsen und aus dem Haus. Wir wohnen auf einem kleinen Dorf am Wald. Alle kennen uns, unsere lebhaften, lauten und oft unangepassten Kinder. Sie kennen aber auch ihre nette, hilfsbereite und fleißige Seite. Ich glaube tauschen möchte trotzdem keiner mit uns. Wir haben beide Jungs als Kleinkinder aufgenommen - es sind unsere Jungs ohne Wenn und Aber!
Ausgeschlafene Kinder zeigen ein viel besseres Verhalten und zusätzlich eine reduzierte Neigung zu ADHS, der sogenannten Aufmerksamkeits-Defizit-/Hyperaktivitäts-Störung. Das ist das Ergebnis einer finnischen Studie mit 280 gesunden Sieben- bis Acht-Jährigen.
Von der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) sind vor allem Kinder und Jugendliche und besonders Jungen betroffen. Etwa 5 bis 20 Prozent der Schulkinder leiden Schätzungen zufolge unter ADHS. Die Kernsymptome der unbändigen Rebellen und Zappelphilipps sind Unaufmerksamkeit, Impulsivität und motorische Unruhe. Folgen sind häufig schulischer Leistungsabfall, soziale Isolation und ein schlechtes Selbstwertgefühl. Neueste Studien haben gezeigt, dass auch eine Unterversorgung mit Omega-3-Fettsäuren und anderen Mikronährstoffen den Energiestoffwechsel des Gehirns negativ beeinflussen.
1.Veröffentlichung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Konferenz des Bundesministeriums zum Thema ADHS
2. Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse Band 65 - ADHS bei Kindern und Jugendlichen
Nach den neuesten Forschungen geht man davon aus, dass ADHS eine Funktionsstörung in den Teilen des menschlichen Gehirns sind, die verantwortlich sind für Problemlösung, Planung und Impulskontrolle.
Die Entwicklung ist beunruhigend: Immer mehr Kinder zeigen bereits in den ersten Schulklassen psychische Auffälligkeiten mit Symptomen von Konzentrationsstörungen und motorischer Hyperaktivität Auf dem Münchner Symposium suchten ausgewiesene Experten die Antwort auf wichtige Frage
Gemäss dem aktuellen Forschungsstand zum Thema ADHS und Sucht (Wissensstand 2003) gilt zurzeit Folgendes: ADHS-Jugendliche mit einer zusätzlichen sozialen Verhaltensstörung (also mit schweren Regelverstössen, Diebstahl, Brandstiftung oder Körperverletzung) haben ein zwei- bis fünfmal höheres Risiko, an einer Suchtstörung zu erkranken.
Wieder hat das ZDF-Magazin Frontal-21 über die ADHS berichtet – und erneut in pauschaler Weise. ADHS Deutschland e.V. nimmt zu den Kernaussagen des Beitrags „Tägliche Pillen“ vom 12.05.2009 kurz Stellung.
Gebundensein und basales Vertrauen sind wesentliche Grundpfeiler für unsere emotionale Existenz. Man ist dort zu Hause, wo man verstanden wird. Bindung schafft Sicherheit, reduziert Angst, baut Stress ab. Auswirkungen von gestörtem Bindungsgeschehen auf die Entwicklung von Pflegekindern, Adoptivkindern und Heimkindern.
Kritische Sicht von ADHS-Deutschland auf einen Bericht von ZDF-Frontal