Pauschale Verurteilung der Freien Träger der Jugendhilfe hilft Kindern und Familien nicht
Die Diakonie kritisiert die pauschale Verurteilung der Arbeit der Freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe in der aktuellen Diskussion über Todesfälle von misshandelten und vernachlässigten Kindern
Veranlasst ist diese Kritik durch die ARD-Talk-Sendung mit Günther Jauch unter dem Titel „Hilfeschreie, die niemand hört - wer versagt beim Kinderschutz?“. „Anstatt danach zu fragen, was die Kinder- und Jugendhilfe wirklich braucht, um gute Arbeit zu leisten, werden Freie Träger unter den Generalverdacht gestellt, aus ihrer Arbeit Profit schlagen zu wollen“, sagt Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier heute in Berlin.
„Freie Träger unterstützen die Jugendämter in ihrer Aufgabe. Die Diakonie bietet Pflegeeltern Beratung, Begleitung und Qualifizierung. Die Öffentlichen und Freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe benötigen ausreichend Ressourcen um die notwendige Unterstützung von Familien leisten zu können. In diesem Zusammenhang von 'organisierter Verantwortungslosigkeit' zu sprechen, ist völlig unangebracht“, betont Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand des Diakonie Bundesverbandes. Es sei zudem eine Zumutung für die vielen Fachkräfte, die sich täglich engagiert für das Wohl von Kindern und Familien einsetzen.
Laut Statistischem Bundesamt lebten Ende 2010 etwa 60.000 Kinder in Pflegefamilien.
Für Rückfragen und weitere Informationen
Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin
Telefon 030 83001-130
E-Mail: pressestelle@diakonie.de
In einem Gutachten vom 14. Dezember 2015 hat der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. die Abgrenzung einer selbständigen Tätigkeit in der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe von einer abhängigen Beschäftigung dargestellt.
Die Bayrische Finanzverwaltung hat zu Leistungen des Jugendamtes für die Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII, die über einen zwischengeschalteten freien Träger an die Pflegepersonen ausgezahlt werden, Stellung genommen und Bedingungen zur Einkommensteuer-Befreiung benannt.
Pauschale Verurteilung der Freien Träger der Jugendhilfe hilft Kindern und Familien nicht
Themen:
aus der Erklärung der Diakonie:
Veranlasst ist diese Kritik durch die ARD-Talk-Sendung mit Günther Jauch unter dem Titel „Hilfeschreie, die niemand hört - wer versagt beim Kinderschutz?“. „Anstatt danach zu fragen, was die Kinder- und Jugendhilfe wirklich braucht, um gute Arbeit zu leisten, werden Freie Träger unter den Generalverdacht gestellt, aus ihrer Arbeit Profit schlagen zu wollen“, sagt Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier heute in Berlin.
„Freie Träger unterstützen die Jugendämter in ihrer Aufgabe. Die Diakonie bietet Pflegeeltern Beratung, Begleitung und Qualifizierung. Die Öffentlichen und Freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe benötigen ausreichend Ressourcen um die notwendige Unterstützung von Familien leisten zu können. In diesem Zusammenhang von 'organisierter Verantwortungslosigkeit' zu sprechen, ist völlig unangebracht“, betont Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand des Diakonie Bundesverbandes. Es sei zudem eine Zumutung für die vielen Fachkräfte, die sich täglich engagiert für das Wohl von Kindern und Familien einsetzen.
Laut Statistischem Bundesamt lebten Ende 2010 etwa 60.000 Kinder in Pflegefamilien.
Für Rückfragen und weitere Informationen
Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin
Telefon 030 83001-130
E-Mail: pressestelle@diakonie.de