Sie sind hier
Neues Schutzkonzept für Pflegekinder in Essen
Themen:
Pflegekinderdienst stellt neues Schutzkonzept mit Theaterstück vor
Der Essener Pflegekinderdienst stellte am Dienstag, 12. Mai, ein neues Schutzkonzept zur Sicherung der Rechte von Pflegekindern vor. Zentrales Ziel ist Schutz, Stärkung, Beteiligung, Beschwerdemöglichkeiten und die altersgerechte Entwicklung der jungen Menschen.
"Das Schutzkonzept soll alle Beteiligten im Pflegekinderwesen dabei unterstützen, Pflegekinder zu stärken. Die Kinder sollen ermutigt werden, ihre Meinung zu äußern, eigene Entscheidungen zu treffen und Wege aus schwierigen Situationen zu finden. Außerdem soll das Konzept helfen, die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien besser wahrzunehmen und Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Der Schutz der Kinder und ihre Mitbestimmung stehen dabei an erster Stelle", erklärte Ute Arens, Fachgruppenleiterin des Pflegekinderdienstes beim Jugendamt der Stadt Essen.
Pflegekinder benennen Vertrauenspersonen
Neu eingeführt wird unter anderem, dass Pflegekinder Personen ihres Vertrauens benennen dürfen, die sie begleiten und unterstützen. Das Beschwerdewesen wurde erweitert und umfasst ab sofort neue Beschwerdemöglichkeiten. Zusätzlich bietet der Ombudschaft Jugendhilfe NRW e.V. eine kostenfreie Beratung und Unterstützung bei Konflikten mit dem Jugendamt oder freien Trägern der Jugendhilfe. Ab Mai 2026 wird sukzessiv für jedes Pflegekind eine individualisierte Mappe mit dem Konzept und passenden Materialien ausgehändigt und besprochen. Bei Neufamilien integrieren sich die Themen direkt in die Vorbereitung.
Theaterstück "Kinderrechte Superkräfte"
Passend zum Thema Kinderrechte führte der Zartbitter e.V. aus Köln das Theaterstück "Kinderrechte Superkräfte" auf. Das Stück erzählt in kindgerechter Form, warum Kinderrechte wichtig sind, wie Schutzräume aussehen und wie Kinder aktiv an Entscheidungen beteiligt werden können. Es vermittelte spielerisch, welche Unterstützung Pflegekinder benötigen und wo sie Hilfe finden können.
Auszüge aus einer Pressemitteilung der Stadt Essen vom 28.05.2026







