Sie sind hier

26.09.2011
Stellungnahme

Erneute Diskussionen zu den Änderungen im Pflegekinderwesen durch das Bundeskinderschutzgesetz

Die Verbesserungen der Pflegekinderhilfe durch das BuKiSchG werden erneut infrage gestellt. Hierzu Stellungnahmen von : Agenda-Pflegefamilien/Aktivverbund-Berlin e.V., Aktionsbündnis-Praxis und PFAD Bundesverband.

Themen:

Aus dem Anschreiben des Aktivverbundes/Agenda-Pflegefamilien und des Aktionsbündnis-Praxis an die Mitglieder des Ausschusses für Familien, Senioren und Jugend des Bundestages vom 23.9.2011

"Als Praktiker im Pflegekinderwesen haben wir uns sehr engagiert an den geplanten Änderungen des SGB VIII beim BuKiSchuGs beteiligt. Wir haben Stellungnahmen abgegeben und auch an der Anhörung im Bundesfamilienministerium teilgenommen. Wir waren sehr erfreut, dass die Vorstellungen aus der Praxis des Pflegekinderwesens in dem Entwurf dann berücksichtigt wurden. Wir - das sind 6 Landesvertretungen von Pflegeelternverbänden und das Aktionsbündnis Praxis, ein Zusammenschluss von engagierten Praktikern aus der Pflegekinderhilfe.
Nun haben wir voller Bestürzung die Stellungnahme der Kommunalen Spitzenverbände vom 14.9.2011 gelesen und sehen, dass die Spitzenverbände ein Herzstück der Pflegekinderhilfe - die ortsnahe Betreuung der Pflegefamilie und des Pflegekindes - ablehnen.
Aus Sorge sehen wir uns daher veranlasst, auf die Stellungnahme der Kommunalen Spitzenverbände aus unseren Praxiserfahrungen heraus zu reagieren und mailen Ihnen unsere Stellungnahmen anbei zu.
Wir bitten Sie sehr, den Entwurf des BuKiSchuG im Bereich des Pflegekinderwesens so wie vorgeschlagen als Gesetz zu ermöglichen"

Im PDF-Anhang finden Sie die drei Stellungnahmen:
1. Aktionsbündnis-Praxis
2. Aktivverbund Berlin für die Agenda-Pflegefamilien
3. PFAD-Bundesverband

Das könnte Sie auch interessieren

Stellungnahme

von:

„Forschungsgruppe Pflegekinder“ der Universität Siegen zum Tod des Pflegekindes Chantal

Die öffentliche Diskussion um den Vergiftungstod des 11-jährigen Pflegekindes Chantal in Hamburg ist nach Auffassung der „Forschungsgruppe Pflegekinder“ der Universität Siegen von Verkürzungen und Fehleinschätzungen geprägt. Im Rahmen einer im Folgenden im Wortlaut widergegebenen Erklärung bieten die Siegener Forscherinnen und Forscher eine Einordnungshilfe.
Abschlussbericht

Abschlussbericht der Lügde-Kommission

Im Januar 2019 wurde bekannt, dass auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde-Elbrinxen gegen eine große Anzahl von Kindern langjährig sexualisierte Gewalt ausgeübt wurde. Der Haupttäter wird später unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs in 223 Fällen verurteilt. Es kommt zur Verurteilung weiterer Täter. Beim Haupttäter war ein Mädchen aus Niedersachsen untergebracht, für welches das Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont Vollzeitpflege gewährt hat. Das Mädchen war mehr als zwei Jahre als Pflegekind beim Haupttäter belassen wurde und während dieser Zeit der Begleitung und Kontrolle wurde die sexualisierte Gewalt nicht erkannt. Im Juni 2019 wurde die Einrichtung einer Kommission beschlossen, die den Auftrag erhalten hat, die aus Anlass der Missbrauchsfälle von Lügde relevant gewordenen Strukturen und Prozesse zum Schutz von Kindern einer kritischen, systematischen und strukturellen Analyse zu unterziehen. Im Abschlussbericht gibt die Kommission 44 Empfehlungen zur Verbesserung der Situation.
Abschlussbericht

Kommission Kinderschutz stellt Abschlussbericht vor

Mit mehr als 100 konkreten Einzelempfehlungen fordert die vom Land eingerichtete Kommission Kinderschutz in Baden-Württemberg in ihrem Abschlussbericht Bund, Land und Kommunen, aber auch die Zivilgesellschaft zum Handeln für einen besseren Kinderschutz auf. Die Kommission Kinderschutz wurde im Herbst 2018 anlässlich des besonders schweren Missbrauchsfalls in Staufen im Breisgau eingesetzt.
Stellungnahme

Deutscher Kinderschutzbund fordert RTL zum Stopp der Sendung "Super-Nanny" auf

Anlass dieses offenen Briefes zur Beendigung der Sendung „Super-Nanny“ ist die Folge vom 14.09.2011, in der Kinder vor laufender Kamera gewalttätigen Übergriffen ihrer Mutter ausgesetzt waren und keiner der Anwesenden vom RTL in das Geschehen eingriffen.
Stellungnahme

von:

Zunehmende Angst vor den Jugendämtern behindert den Kinderschutz

Die BAG ASD/KSD (Bundesarbeitsgemeinschaft Allgemeiner Sozialer Dienst, Kommunaler Sozialer Dienst) stellt eine zunehmende Angst der Bevölkerung vor einer Kontaktaufnahme zu den Jugendämtern fest.
Bericht zur Veranstaltung

Materialien zur Tagung: Wenn es zuhause nicht mehr geht - (traumatisierte) Kinder in Pflegefamilien

Vom Kongress der Kinderschutzzentren im Mai in Leipzig liegt jetzt ein Teil der Materialien online vor.
Stellungnahme

von:

Stellungnahme der Kinderkommission des Deutschen Bundestages zur Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland

Die Kinderkommission hat sich in ihren öffentlichen Expertengesprächen mit dem Stand der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland befasst und diese Gespräche als Basis ihrer Stellungnahme genutzt - u.a. auch zur Situation von Pflegekindern und zur klaren Positionierung einer inklusiven Lösung.
Stellungnahme

von:

Stellungnahme zum Tod eines kleinen Mädchens in Hamburg

Stellungnahme von PFIFF gGmbH zum Tod der kleinen Yagmur in Hamburg. PFIFF setzt sich mit seinen Angeboten an Ambulanten Hilfen schon seit Jahren dafür ein, dass Übergänge zwischen leiblichen Eltern und Pflegefamilie sorgfältig geplant und die Rückführung eines Pflegekindes in seine Herkunftsfamilie durch intensive Elternarbeit begleitet werden.
Bericht zur Veranstaltung

Wenn Kinder zum "Problemfall" werden - Herausforderungen in der Arbeit mit Kindern in schwierigen Hilfeprozessen

Die Kinderschutzzentren haben die Arbeitsmaterialien der Fortbildung vom Nov. 13 ins Internet gesetzt.
Fachartikel

von:

Kinderschutz und Kinderrechte weiter stärken

Bericht der Enquete-Kommission der Bürgerschaft Hamburg vom Januar 2019

Kinderschutz und Kinderrechte sollen durch Überprüfung, Weiterentwicklung, Umsetzung und Einhaltung gesetzlicher Grundlagen, fachlicher Standards und Regeln in der Kinder- und Jugendhilfe – Verbesserung der Interaktion der verschiedenen Systeme und Akteurinnen und Akteure in Hamburg gestärkt werden. Die Enquete-Kommission hat dazu einen Bericht von über einhundert Seiten verfasst und darin siebzig Empfehlungen formuliert.