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Drittes Interview mit einer Careleaverin
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Aus dem Interview
Nachdem Tessa bei ihrer psychisch und körperlich sehr kranken alleinerziehenden Mutter die ersten Lebensjahre aufgewachsen war, begann mit 13 Jahren der Weg durch verschiedene Einrichtungen und wieder nach Hause. Als sie 15 Jahre alt ist, stirbt ihre Mutter sehr schnell und Tessa fällt in eine tiefe und lange Trauerphase. Wieder stehen neue Wechsel an, ein Klinikaufenthalt, eine therapeutische Wohngruppe.
Das äußere Chaos, das sich in Tessas Leben im ersten Jahr nach dem Tod der Mutter abspielt, spiegelt sich auch in ihrem Inneren wider. Sie wird schwer depressiv, sucht Hilfe bei Fremden, erlebt Missbrauch und fühlt sich nicht gesehen. Ruhe in das Chaos bringt schließlich die Verselbständigungswohngruppe in Hannover, in der Tessa bis zum letzten Sommer auch bleibt. Dort erlebt sie Freundschaft, Ruhe und Anerkennung.
Ein großes Thema über viele Jahre war für Tesse die Schule. Sie kann den Realabschluss machen. Sie würde gerne studieren, um dann in der Politik und im sozialen Bereich etwas bewegen zu können.
Momentan arbeitet sie ehrenamtlich für Menschen mit Behinderung. Von besonderer Bedeutung ist ihr die Selbsthilfe der Careleaver. Inzwischen wurde sie in den Vorstand von Careleaver e.V. gewählt. Heute ist sie 24, lebt weiterhin im Rahmen der Jugendhilfe, aber in einem eigenen Appartement.
Zum Schluss appelliert Tessa an die Jugendhilfe und die Kinder und Jugendlichen:
„Nehmt nicht einfach hin, wenn Ungerechtigkeiten passieren, ihr habt eine Stimme, nutzt sie. Ihr habt ein Recht ein gutes Leben zu führen.“





