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14.04.2013
Projekt

Jugendhilfe - und dann?

Careleaver - junge Menschen, die in Heimen oder Pflegefamilien gelebt haben - haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, das einen Erfahrungsaustausch und Unterstützung auf dem Weg in ein selbstständiges Leben nach der Jugendhilfe bieten will.

Dieser Frage gehen zurzeit mehrere junge Erwachsene nach, die selbst stationäre Jugendhilfeerfahrung gemacht haben und in Pflegefamilien aufgewachsen sind.

Ausgangspunkt für diese Fragestellung ist die aktuelle Forschung einer Arbeitsgruppe der Uni Hildesheim, welche 2011 deutschlandweit sogenannte Careleaver – also junge Menschen, die in stationären Hilfen zur Erziehung gelebt haben – für Interviews gesucht hat und zum Thema Übergängen aus der Jugendhilfe forschen.

Diese Careleaver haben sich nun zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, das einen Erfahrungsaustausch und Unterstützung auf dem Weg in ein selbstständiges Leben nach der Jugendhilfe bieten will.
Denn ohne familiäre Unterstützung den Weg in die Selbstständigkeit zu bestreiten, kann einen Menschen vor eine Vielzahl an lebenspraktischen und emotional belastende Herausforderungen stellen.

Damit die zukünftigen Careleaver nicht genauso im Regen allein stehen gelassen werden wie bereits viele andere, möchte das Careleaver Netzwerk mit verschiedenen Angeboten unterstützend da sein.

Nach einem ersten Auftakttreffen des Carleaver-Netzwerkes im Oktober 2011 und einem bundesweiten Treffen im Februar diesen Jahres sind bereits konkrete Arbeitsschritte entstanden: So wird momentan ein Flyer entworfen, welcher in verschiedene Jugendhilfeeinrichtungen versendet werden und auf das Netzwerk aufmerksam machen soll. Auch Workshops sollen stattfinden, in welchen Careleaver aus ihrer Biographie berichten und für Fragen von zukünftigen Careleavern offen sind.

Parallel dazu befindet sich ein Online-Netzwerk im Aufbau für den kommunikativen und informativen Austausch von Careleavern für Careleaver und auch an einer Facebookpräsenz wird momentan gearbeitet. Infos gibt es schon jetzt unter www.careleaver.de und Fragen können unter info@careleaver.de gestellt werden.

Auch in den Medien wird vermehrt über das Careleaver-Netzwerk berichtet. So gab es im März ein Interview der Süddeutschen Zeitung mit vier Careleavern, der Artikel dazu erschien am 18. März und ist auch aktuell noch online auf jetzt.de einzusehen ("Ohne Papas helfende Hand" von Nadja Schlüter).
Einige weitere Zeitungsinterviews sind in der Planung und auch das Netzwerk selbst hat sich zum Ziel gesetzt einen kleinen Film zu drehen, um auf das Thema Übergang aus Jugendhilfe aufmerksam zu machen und für die Lebenssituation von Careleavers zu sensibilisieren. Dieser Film wird beim nächsten Netzwerktreffen in Mai 2013 in Bielefeld entstehen.

Das Netzwerk freut sich über diese Medienaufmerksamkeit, weil auf diesem Weg Lobbyarbeit für Careleavers gemacht werden kann -
und wer wäre da geeigneter, als Careleaver, die bereits selbst wissen, welche verschiedenen Herausforderungen nach der Jugendhilfe warten?

Informationen durch: Roxan Krummel, Mitglied des Careleaver-Netzwerk

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Soziale Teilhabe im Lebensverlauf junger Erwachsener

CLS ist die erste Langzeitstudie in Deutschland zum sogenannten ›Leaving Care‹ junger Erwachsener – dem Verlassen einer stationären Kinder- und Jugendhilfe. Die Langzeitstudie untersucht über mehrere Jahre hinweg den Übergang junger Menschen zwischen dem Leben in der Pflegefamilie (§ 33 SGB VIII) oder der Wohngruppe sowie sonstigen betreuten Wohnformen (§ 34 SGB VIII) und dem Erwachsenenleben. In der CLS-Studie geht es um Fragen wie zum Beispiel: Wie leben, lernen und arbeiten junge Menschen im Übergang? Wie gestalten sie ihren Alltag? Was sind ihre Ziele und Wünsche?
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Hinweis

Einladung zum Pfingsttreffen der Careleaver

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Zum Tag der Jugend am 12.08.2023 forderte der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg und Jugendhilfeträger in einer Presseerklärung den konsequenten flächendeckenden Ausbau der Unterstützungs- und Beratungsangebote für Care Leaver im Land.
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