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15.12.2023
Abschlussbericht

Zwei Studien zur Aufarbeitung von sexuellem Kindesmissbrauch

Studie 1: "Sexueller Kindesmissbrauch und die Arbeit der Jugendämter" - Studie 2: "Wege zu mehr Gerechtigkeit nach sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend". Beide Studien wurden von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs gefördert oder beauftragt. 

Auszüge aus der Webseite der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeiten sexuellen Misssbrauchs zu den beiden Studien:

 

Studie 1  "Sexueller Kindesmissbrauch und die Arbeit der Jugendämter"

In der Studie wurden die Erfahrungen Betroffener sexueller Gewalt und Angehöriger Betroffener mit Jugendämtern, teilweise auch mit Trägern der freien Jugendhilfe oder Familiengerichten ausgewertet. Zudem wurden dazugehörige Jugendamtsakten analysiert und mit langjährigen Expert*innen aus der Fachpraxis Interviews geführt.

Die Auswertungen zeigen, wie Hilfe seitens der Fachkräfte bei Jugendämtern und anderer Institutionen geleistet oder nicht geleistet wurde und welche Bedingungen dazu führten. Die Studie wird ergänzt durch Empfehlungen für Strukturen und Rahmenbedingungen, die es braucht, damit Jugendämter schützend und helfend tätig werden und die Erfahrungen von Betroffenen einbeziehen können, um Abläufe und Strukturen in Hilfeverläufen zu verbessern.

Studie 2 "Wege zu mehr Gerechtigkeit nach sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend"

In dem Forschungsprojekt  wurde der Frage nachgegangen, wie es für Betroffene nach der Gewalterfahrung gerechtere Lebensverhältnisse geben kann und wer dafür die Verantwortung übernehmen soll. Der Abschlussbericht legt dafür konkrete Vorschläge vor.

Dazu gehören ein lebendiger Gedenkort, der den Geschichten Betroffener einen Platz gibt, die Gesellschaft an vergangenes Unrecht erinnert, Zugehörigkeit und die Vielfalt der Betroffenen sichtbar macht; ein Dokument, wodurch Betroffene eine schriftliche Anerkennung des ihnen widerfahrenen Unrechts erhalten und das von Behörden akzeptiert wird; die Begleitung durch eine qualifizierte Person, die Betroffene in Situationen unterstützt, wenn sie anderen von der sexuellen Gewalt berichten oder mit Enttäuschungen oder Vorwürfen konfrontieren. Zu den Vorschlägen gehört auch ein öffentlicher symbolischer Akt, ein Anerkennungsforum, in dessen Rahmen Betroffene von ihren Erfahrungen berichten können.

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