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31.03.2023
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Tatmittel Internet: Kinderpornografie immer verbreiteter

Die Kriminalprävention des Bundes und der Länder veröffentlicht neue Daten, aus denen hervorgeht, dass die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte bzw. Missbrauchsdarstellungen über soziale Netzwerke oder Messenger ein massiv wachsendes Problem ist. Die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte ist auch strafbar. 2022 waren 42 % der Verbreiter unter 18 Jahre alt.

Auch Kinder und Jugendliche werden auf diese Weise oft unwissentlich zu Tätern: 2022 waren 42 Prozent (2021: fast 40 Prozent) der Tatverdächtigen bei der Verbreitung von Kinderpornografie über das Tatmittel Internet jünger als 18 Jahre. 2.690 waren jünger als 14 Jahre (2021: 1.944 / 2020: 775) und 4.010 (2021: 3.063 / 2020: 1333) zwischen 14 und 18 Jahre alt.

Was gerade jungen Menschen oft nicht bewusst ist: Bereits der Besitz dieser Inhalte ist eine Straftat. Werden diese z.B. in WhatsApp-Gruppen geteilt und automatisch auf dem Smartphone gespeichert, machen sich auch die Empfänger strafbar, weil sie damit im Besitz kinderpornografischer Darstellungen sind.

Die Zahlen der ermittelten Tatverdächtigen bei der Herstellung, dem Besitz, der Verbreitung und dem Erwerb von Kinderpornografie mit dem Tatmittel Internet: Im Jahr 2022 wurden insgesamt 33.327 Tatverdächtige (2021: 28.661 / 2020: 12.516) erfasst. Darunter waren 8.857 Jugendliche (14 bis 17 Jahre) und 4.724 Kinder (unter 14 Jahre). Der Anteil der minderjährigen Tatverdächtigen lag 2021 bei ungefähr einem Drittel und ist nun auf 40,7 Prozent gestiegen.

Die Kampagne der Polizei „SOUNDS WRONG“ klärt junge Menschen und ihr erwachsenes Umfeld über die strafbare Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen auf: https://www.soundswrong.de/

Aus den Mitteilungen der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes Zentrale Geschäftsstelle - vom 31. März 2023
 

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