Sie sind hier

Basiswissen

Wer hat Anspruch auf Versorgung nach dem Opferentschädigungsgesetz?

Wer kann Leistungen nach dem OEG in Anspruch nehmen. Hier finden Sie alle Informationen.

Das Gesetz gilt für Personen, die in den neuen Bundesländern nach dem 2. Oktober 1990 und in den alten Bundesländern nach dem 15. Mai 1976 im Bereich des Hoheitsgebietes der Bundesrepublik Deutschland bzw. auf einem deutschen Schiff oder in einem deutschen Flugzeug Opfer einer Gewalttat geworden sind.

In Härtefällen können Personen unter bestimmten Voraussetzungen auch für Gewalttaten ab dem 7. Oktober 1949 (in den alten Bundesländern ab dem 23. Mai 1949) Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz erhalten.
Ab dem 01.07.2009 können Deutsche oder ihnen gleichgestellte Ausländer die Opfer einer Gewalttat im Ausland werden eine Einmalzahlung und Maßnahmen der Heilbehandlung sowie der medizinischen Rehabilitation erhalten.

Leistungen nach dem OEG können bei Vorlage der Voraussetzungen Geschädigte selbst oder Hinterbliebene (Witwen/Witwer, Kinder und in besonderen Fällen auch Eltern) erhalten.
Staatsangehörige aus EU-Mitgliedsstaaten und Ausländer, die sich bereits mindestens 3 Jahre rechtmäßig in Deutschland aufhalten, erhalten ebenfalls diese Leistungen.

Ausländer erhalten diese Leistungen auch, wenn es im Herkunftsland ein dem Opferentschädigungsgesetz vergleichbares Gesetz gibt, welches auch Deutsche entschädigt. Andere ausländische Staatsangehörige und Touristen können unter bestimmen Voraussetzungen ebenfalls Leistungen erhalten.

Letzte Aktualisierung am: 
19.11.2009