Sie sind hier

Basiswissen

Vorsorge bei Adoptiv- und Pflegekindern

Die wenigsten Pflegekinder besitzen ein "gelbes Heft", wenn sie in ihre Pflegefamilie kommen. Oft sind die Vorsorgeuntersuchungen von den Herkunftseltern lückenhaft oder gar nicht besucht worden.

Untersuchung2Die wenigsten Pflegekinder besitzen ein "gelbes Heft", wenn sie in ihre Pflegefamilie kommen. Oft sind die Vorsorgeuntersuchungen von den Herkunftseltern lückenhaft oder gar nicht besucht worden. Häufig wird auch ein ständiger Wechsel des Kinder- und Jugendarztes festgestellt.

Die Vorsorgeuntersuchungen gehören zu den sogenannten Alltagsentscheidungen der Pflegeeltern, geregelt in § 1688 BGB Familienpflege. Danach haben Pflegeeltern das Recht, Entscheidungenzu treffen, die das tägliche Leben des Kindes betreffen. Der Besuch der Vorsorgeuntersuchungen obliegt demnach der Sorgfaltspflicht der Pflegeeltern.

Zu den ersten Handlungen mit ihrem Pflegekind gehört folglich der Besuch beim Kinder- und Jugendarzt, um den gesundheitlichen Zustand des Kindes zu überprüfen und das gelbe Heft zu bekommen.

Dasselbe gilt natürlich für Adoptiveltern. Auch sie werden sicherlich als erstes mit ihrem Kind zum Kinder- und Jugendarzt gehen, um seinen Gesundheitszustand überprüfen zu lassen. Dann erhalten sie selbstverständlich auch das gelbe Vorsorgeheft.

Letzte Aktualisierung am: 
25.05.2008

Das könnte Sie auch interessieren

Basiswissen

U1 bis J1 - die Vorsorgeuntersuchungen im einzelnen

Für Kinder und Jugendliche gibt es in der Bundesrepublik Deutschland seit 1971gesetzlich verankerte Vorsorgeuntersuchungen. Der Zweck dieser Untersuchungen ist die Früherkennung von Krankheiten, die die normale körperliche oder geistige Entwicklung der Kinder gefährden.
Basiswissen

Zusätzlich geforderte Untersuchungen

Kinder- und Jugendärzte haben festgestellt, dass die aus den 70er Jahren stammenden Vorsorgeuntersuchungen nicht mehr zeitgemäß sind und vor allem in Hinblick auf präventive Maßnahmen lückenhaft sind.