Seit dem 15. August 2011 besteht im Kindergesundheitszentrum "Haus Walstedde" im Münsterland die Möglichkeit zur Diagnostik von Kindern mit FAS und opiat- und opioidbedingten Schädigungen, zur Beratung und zu kurz- und langfristigen Hilfen im Alltag, in der Schule, in der Ausbildungswahl.
Viele Kinder mit FASD leben in Pflege- und Adoptivfamilien. Die Anforderungen an die Familien sind enorm. Neben einer Klarheit und Diagnose bei der Vermittlung benötigen sie Unterstützung und Beratung. Viele der Pflegefamilien mit FAS-Kindern sind jedoch ganz ‚normale‘ Pflegefamilien und erhalten ganz normales Pflegegeld, ohne besondere finanzielle Beihilfe. Aktuell ist auf diese Form der Beeinträchtigung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch die Drogenbeauftragten der Bundesregierung aufmerksam gemacht worden.
Ein Fallbeispiel zeigt auf, wie schnell ein recht gut gestalteter Übergang Gefahr läuft zu scheitern, wenn ein Part des Helfernetzwerkes nicht bzw. nur mäßig kooperiert und einem Wissenstransfer nicht offen gegenübersteht.
Adoptiveltern haben gegen eine aus ihrer Sicht unzulängliche Aufklärung des Jugendamtes über die mögliche FAS-Behinderung des Adoptivkindes mit der Begründung geklagt, dass sie das Kind nicht adoptiert hätten, wenn sie von der Behinderung gewusst hätten.
Der Appell eines Adoptivelternpaares, Russland die Auflage zu erteilen, Hintergründe und Diagnosen bei Adoptionen genau aufzuschlüsseln, damit ihr Fall nicht der traurige Standard in der deutschen Adoptionsgeschichte wird!
Vor einigen Jahren schrieb die heute erwachsene C. einmal auf, was es für sie bedeutet, mit FASD zu leben. Es kostete sie viel Zeit und Bemühungen, um dies zu schreiben, aber sie wollte es tun, damit wir sie und andere Menschen mit FASD verstehen.
Der Alkohol, den Finns leibliche Mutter wohl vornehmlich zum Ende der Schwangerschaft getrunken hat, hinterlässt bei ihm folgende Spuren: Geminderte Intelligenz, emotionale Unausgeglichenheit, fehlende Impulskontrolle, Ausraster, Unfähigkeit aus Fehlern zu lernen, verminderte Anstrengungsbereitschaft – es hört sich stark nach ADHS an, ist aber ausgeprägter und - das ist frustrierend - es ist nicht heilbar.
Erfahrungsbericht über ein Pflegekind mit FASD, welches in der Pflegefamilie erwachsen wird.Teil 1 (Vermittlung und Aufwachsen bei uns) Teil 2 - Wechsel ins Betreute Wohnen
Mit achtzehn Monaten kommt Ines zur Pflegefamilie. Symptome großer Vernachlässigung sind deutlich, aber da ist noch mehr! Erst nach sechs Jahren wird FASD diagnostiziert. Die Pflegemutter beschreibt sehr persönlich ihre Erfahrungen und Empfindungen mit ihrer Pflegetochter, aber auch mit dem Umfeld und den Schwierigkeiten, welche aufkommen, wenn ein Kind nicht "der Norm" entspricht.
Bereits Ende 2020 wurde eine Petition angegangen, in der es darum ging, FASD als eigenständige Krankheit (Behinderung) in der Versorgungs-Medizin-Verordnung (VersMedV) aufnehmen zu lassen. Diese Petition wurde vom Petitionsausschuss aufgrund einer Stellungnahme des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales abgelehnt. Die Beteiligten rund um die Menschen mit FASD haben diese Ablehnung nicht gutgeheißen. Nun wurde vom gemeinnützigen Verein Happy Baby International e.V., der sich intensiv mit FASD auseinandersetzt und dabei von anerkannten Fachleuten unterstützt wird, eine erneute Petition gestartet. Zur Ablehnung der ersten Petition gibt es eine Stellungnahme von Nevim Krüger, 1. Vors. Pfad-Landesverband Niedersachsen, die wir zum Verständnis des Geschehens veröffentlichen.
Stellungnahme des Bundesverbandes FASD e.V. vom 25. Juni 2025 zu den Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Kostenentwicklung der Jugend- und Eingliederungshilfe in seiner Rede auf dem Kommunalkongress des deutschen Städte- und Gemeindebundes in Berlin 03. Juni 2025.
FASD-Konzept des Pflegekinderfachdienstes Neustadt/Aisch - Bad Windsheim: Jugendamtsleitung und Fachkräfte pflegen eine wertschätzende Haltung gegenüber den Pflegefamilien und deren Arbeit. Die Mitarbeiter nehmen Fortbildungen zum Thema FASD wahr und informieren sich über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungen.
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Petition: FASD muss anerkannte Behinderung werden