Die Fetale Alkoholspektrum-Störung (FASD) wird als Oberbegriff für die Schädigungen eines Menschen verwendet, die pränatal durch Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft entstehen. Alkohol während der Schwangerschaft kann die Entwicklung des Ungeborenen beeinflussen und zu erheblichen körperlichen und geistigen Schädigungen sowie zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Auszüge aus der Broschüre der Behindertenbeauftragten.
Bei einem Expertengespräch am 14. Januar 2015 im Gesundheitsausschuss des Bundestages forderten die Sachverständigen aus Medizin und Praxis die Abgeordneten energisch dazu auf, dieses gravierende Problem mit geeigneter Vorbeugung, Aufklärung, Diagnose und Behandlung systematisch anzugehen.
Unter dem Motto »100% Liebe – 0% Alkohol« informiert das Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaft ab dem 20. Juli mit einer neuen Kampagne über die Gefahren von Alkohol während der Schwangerschaft und Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD).
Der Eifelkreis Bitburg-Prüm richtet sich in seinem Kursprogramm „Stress-Stop“ an Jugendliche ab 14 Jahren, die von der Erkrankung FASD betroffen sind, sowie an deren Begleitpersonen.
In PAFF - Pädagogisches Aktionsbündnis für FASD – haben sich Akteure der Jugend- und Eingliederungshilfe mit vielfältigen Erfahrungen im Bereich FASD zusammengefunden und wollen durch Beratung und Begleitung die Rahmenbedingungen für ein gelingendes Leben mit FASD zu verbessern.
In einem Kommentar zur Einsparungsdiskussion im Bereich der Eingliederungshilfe wirft der Bundesverband-FASD e.V. einen kritischen Blick auf die Pläne und das Geschehen in der Praxis und stellt eine unbequeme These auf: Wir leiden nicht an einem Kostenproblem, sondern an einem massiven Wirkungsdefizit. Milliarden versickern in einem System, das die Erfüllung von Verwaltungsbestimmungen über den tatsächlichen Teilhabeerfolg stellt.
Der Bundesverband FASD stellt mit großer Sorge fest, dass das Versprechen der Inklusion an der Basis bröckelt. Im neuesten Blog-Beitrag werfen die Autoren einen kritischen Blick auf die Eingliederungshilfe und stellen eine unbequeme These auf: Wir leiden nicht an einem Kostenproblem, sondern an einem massiven Wirkungsdefizit.
Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. ist jeden Tag mit den Herausforderungen durch die Fetale Alkoholspektrum - Störung (FASD) konfrontiert. Im aktuellen Beitrag „Ein Glas Wein scheint in der Schwangerschaft nicht zu schaden“ im ZEIT-Magazin vom 3. April 2021 wird die dringend notwendige und weitgreifende Prävention im Keim erstickt und Alkoholkonsum während der Schwangerschaft legitimiert und auf verantwortungslose Weise beschönigt.
Eine Pflegemutter schildert ihre Bemühungen und Überlegungen, die sie zusammen mit den Pflegeeltern ihrer Selbsthilfegruppe zum Thema Systemrelevanz und zu nötigen Verbesserungen der Rahmenbedingungen von Vollzeitpflege - besonders von Vollzeitpflege für Kinder mit Einschränkungen z.B. FASD und Behinderungen - unternommen hat.
Der vom Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. und verschiedenen Befürwortern geplante Bundesverband FASD ist noch in seiner Gründungsphase, kommt aber dem Ziel einer gemeinsamen Selbstvertretung der von FASD-Betroffenen und ihren Pflegefamilien näher.
Schwerpunkt: Ergotherapie und individuelle Entwicklungsförderung
Viertes Interview von Nevim Krüger zu FASD. Für dieses Interview stellte sich Melanie Häger zur Verfügung. Melanie Häger: Mobile Praxis für Ergotherapie und individuelle Entwicklungsförderung Ergotherapeutin, Neuromotorische Entwicklungsförderin INPP, Arbeit am Tonfeld.
Drittes Interview von Nevim Krüger zu FASD. Für dieses Interview stellte sich Oliver Hardenberg zur Verfügung. Oliver Hardenberg ist seit vielen Jahren als Psychologe und Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche tätig, besonders im Bereich der Pflegekinderhilfe. Hier hat er auch umfänglich mit jungen Menschen mit FASD und ihren Pflegefamilien zu tun.
Zweites Interview der FASD-Fachkraft Nevim Krüger. Ihr jetziger Interviewpartner ist Lutz Krüger-Ruda, Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin - Spezialist für sämtliche Bereiche der Kinderneurologie und Sozialpädiatrie. Etwa die Hälfte seiner Patienten zur Zeit sind junge Menschen mit FASD.
Nevim Krüger - FASD-Fachkraft und Pflegemutter - möchte in einer neuen Interviewreihe mit Menschen sprechen, die sie in Bezug auf FASD schätzen gelernt hat. Sie möchte mit ihnen durch gezielte Fragen den Fokus auf wichtige Bereiche und immer wieder auftretende Cluster von Problemen richten. Ihr erstes Interview machte sie mit der erfahrenen Pflegemutter Heike Rafalski-Knispel.
Vor 25 Jahren, am 9. September 1999 wurde der Tag des alkoholgeschädigten Kindes ins Leben gerufen. Nach Expertenschätzungen werden in Deutschland jedes Jahr ca. 13.000 Kinder mit Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) geboren. Davon haben mindestens 3.000 Kinder das Vollbild „Fetales Alkoholsyndrom“(FAS), die schwerste Form der alkoholbedingten pränatalen Schädigungen.
Jedes vierte oder fünfte Pflegekind in Deutschland ist von FASD betroffen. Es ist daher unumgänglich, dass sich die Fachkräfte der Pflegekinderdienste, Vormünder und andere Beteiligte der Pflegekinderhilfe mit dieser Beeinträchtigung des Pflegekindes auseinandersetzen und Wissen und Erfahrung sammeln. In den letzten Jahren haben sich spezialisierte Initiativen und fachliche Institutionen um diese Vermittlung von Informationen bemüht. Es entstanden Webseiten, Literatur, Erfahrungsberichte, Filme. Einen besonderen Weg gehen FASD-Deutschland und FASD-Fachzentrum Sonnenhof mit ihrer Kooperativen Weiterbildung zur Fachkraft für FASD.
Am 3. April übertrug MDR den Bericht "Fetales Alkoholsyndrom - Wenn Frauen während der Schwangerschaft Alkohol trinken". Dieser Bericht kann in der MDR-Mediathek angesehen werden.
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Inklusion am Scheideweg – Warum Sparen die falsche Antwort ist