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12.04.2012
Teilnehmer gesucht
bis zum: 
Sonntag, 1. Januar 2017

Studierende, die einen Teil ihrer Kindheit außerhalb ihrer leiblichen Familie verbracht haben, für ein Projekt gesucht

Die Universität Hildesheim sucht für ein Projekt junge Menschen, die in Pflegefamilien, Wohngruppen, Erziehungsstellen, Heimeinrichtungen etc.gelebt haben und nun an Hochschulen studieren.

Im Infobrief der Uni-Hildesheim zum Projekt heißt es:

Studierende mit Jugendhilfeerfahrung an Hochschulen
Higher Education without Family Support
Im Rahmen des Forschungsprojektes Higher Education without Family Support beschäftigen wir uns mit Studierenden, die einen Teil ihrer Kindheit oder Jugend außerhalb ihrer leiblichen Familie verbracht haben. Im Zentrum stehen Schwierigkeiten und mangelnde Unterstützungs-erfahrungen dieser jungen Menschen, aber auch die Ressourcen und Potenziale derjenigen, die das Hochschulstudium ohne die Unterstützung ihrer leiblichen Familienmitglieder bewältigen. Das internationale Forschungsprojekt, unterstützt durch die Jabobs Foundation, findet in Kooperation der Universität Hildesheim unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Dr. Stefan Köngeter und Dr. Maren Zeller am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik und der Hebrew University Jerusalem und der Bar Ilan University Ramat Gan statt.
Das Forschungsprojekt geht davon aus, dass verschiedene Problemkonstellationen für den geringen Anteil an Studierenden unter den sogenannten Careleavers verantwortlich sind. Dabei sollen Ressourcen und Hindernisse beim Übergang in die Hochschulen der jungen Menschen, die oftmals auf wenig familiäre Unterstützung zurückgreifen können, untersucht werden. Das mangelnde Wissen über die Leistungen und Möglichkeiten von Studierenden mit Jugendhilfeerfahrung verhindert geeignete Unterstützungsmöglichkeiten.
Das Projekt will nicht nur diese vorhandene Forschungslücke schließen, sondern eine Gruppe von Careleavers zusammenbringen, die den Ausgangspunkt eines Unterstützungs-netzwerks für andere Betroffene bilden soll. Gemeinsam soll deren Lebenssituation an den Hochschulen unterstützt, untersucht und der Studierendenanteil von jungen Erwachsenen aus außerfamilialen Jugendhilfemaßnahmen gesteigert werden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden an die Jugendhilfeeinrichtungen und Hochschulen zurückfließen, um den Zugang zu höherer Bildung populärer zu machen und zu erleichtern.
Für dieses Forschungs- und Praxisvorhaben möchten wir Kontakt mit Studierenden mit stationärer Jugendhilfeerfahrung (SGB VIII § 33 und § 34) aufnehmen. Dabei bitten wir Sie um Ihre Unterstützung bei der Vermittlung von Interviewpartnern und Interessierten. Da im Laufe des Projektes weitere Aktivitäten, Austauschmöglichkeiten und Kooperationen zwischen Hochschulen, Jugendhilfeeinrichtungen und Careleavers geplant sind, würden wir uns über Ihre Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit freuen. Wenn Sie uns bei diesem Anliegen unterstützen können oder weiter am Forschungsprojekt interessiert sind, melden Sie sich bitte bei:
Benjamin Strahl und Katharina Mangold
Universität Hildesheim
Institut für Sozial- und Organisationspädagogik
Marienburger Höhe 22
31141 Hildesheim
Fon: +49(0)5121/883-894
E-Mail: strahl@uni-hildesheim.de oder katharina.mangold@uni-hildesheim.de
www.uni-hildesheim.de/hei-careleavers