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Tiefergehende Information

Strafrechtliches zur Opferentschädigung

Strafrechtliche Informationen zur Opferentschädigung. Wer kann einen Opferanwalt beauftragen? Was bedeutet Nebenklage?

Wer kann einen Opferanwalt beauftragen?

1. die Personensorgeberechtigten,
2. der Vormund
3. Das Kind selbst - oftmals lassen Strafverteidiger (bei öffentlichem Interesse) die Unterschrift ab 12 Jahren zu
4. Über den Weg der Ergänzungspflegschaft der Pflegeeltern.

Bei welchen Straftatbeständen zahlt der Staat die Kosten?

Bei allen Straftaten, wo die Nebenklage als Recht des Opfers zulässig gem. §395 StPO übernimmt der Staat die Kosten.
Der Gesetzgeber hat schon vor einiger Zeit die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Personen, die Opfer von Gewalttaten z.B. von Sexualdelikten, werden, sich bei Anklageerhebung als Nebenkläger dem Strafprozess anschließen können und sich auf Kosten des Staates einen Anwalt nehmen können, der sie durch das Strafverfahren begleitet.

Was bedeutet die Nebenklage?

Für folgende Straftatbestände §395 StPO ist Nebenklage zulässig:

§ 395
(1) Der erhobenen öffentlichen Klage oder dem Antrag im Sicherungsverfahren kann sich mit der Nebenklage anschließen, wer

1. durch eine rechtswidrige Tat
a) nach den §§ 174 bis 174c, 176 bis 181a und 182 des Strafgesetzbuches,
b) nach den §§ 185 bis 189 des Strafgesetzbuches,
c) nach den §§ 221, 223 bis 226 und 340 des Strafgesetzbuches,
d) nach den §§ 232 bis 233a, 234 bis 235 und 239 Abs. 3 und den §§ 239a und 239b des Strafgesetzbuches,
e) nach § 238 des Strafgesetzbuches und § 4 des Gewaltschutzgesetzes,

2. durch eine versuchte rechtswidrige Tat nach den §§ 211 und 212 des Strafgesetzbuches verletzt ist oder

3. durch einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung (§ 172) die Erhebung der öffentlichen Klage herbeigeführt hat.

Letzte Aktualisierung am: 
19.11.2009