Wer junge Menschen stärken will, muss sie beteiligen
Zum Weltkindertag unter dem Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“ hat die BAG Landesjugendämter ihre Stellungnahme "Wer junge Menschen stärken will, muss sie beteiligen" herausgegeben. Darin geht es um die Bedeutung echter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Entscheidungen zu Fragen ihrer Zukunft.
„Starke Kinder, starke Zukunft!“ lautet das Motto des Weltkindertages am 20. September. Die BAG Landesjugendämter unterstreicht aus diesem Anlass die Bedeutung echter Beteiligung: Kinder und Jugendliche müssen die Möglichkeit haben, ihre Interessen einzubringen und Entscheidungen mitzugestalten, die ihr Leben und ihre Zukunft betreffen.
Kinder und Jugendliche zu stärken bedeutet, sie ernst zu nehmen, ihnen zuzuhören und ihnen zuzutrauen, ihre Lebenswelt selbst mitzugestalten. Dafür brauchen junge Menschen verlässliche Möglichkeiten, ihre Interessen einzubringen – und die Erfahrung, dass ihre Stimme gehört wird und etwas bewirken kann.
„Beteiligung darf nicht erst beginnen, wenn Entscheidungen im Grunde schon getroffen sind“, betont Birgit Westers, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter. „Junge Menschen müssen frühzeitig eingebunden werden, damit ihre Perspektive wirksam eingebracht werden kann. Gerade bei den Themen, die ihre Zukunft besonders betreffen, brauchen sie echte Möglichkeiten zur Mitwirkung. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Wirksame Beteiligung junger Menschen stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie.“
Dabei gibt es nicht den einen richtigen Weg der Beteiligung. Jugendforen, Beteiligungswerkstätten, Befragungen, digitale Formate oder gemeinsame Projekte mit der Kommunalpolitik können je nach Situation vor Ort ganz unterschiedlich ausgestaltet sein. Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche auch an der Entwicklung geeigneter Beteiligungsformate selbst mitwirken.
Angesichts von Kriegen, Klimakrise, gesellschaftlichen Unsicherheiten und den Herausforderungen der digitalen Entwicklung gewinnt diese Aufgabe zusätzlich an Bedeutung. Junge Menschen brauchen Schutz und Unterstützung – zugleich aber auch Räume, in denen sie Selbstwirksamkeit erfahren, Verantwortung übernehmen und ihre Lebenswelt mitgestalten können.
Stellungnahme der BAG Landesjugendämter vom 20. September 2026
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter hat in ihrer Arbeitstagung vom 23. bis 25. November 2022 Empfehlungen zur Umsetzung des Verfahrenslotsen nach § 10b SGB VIII erarbeitet und veröffentlicht.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter und die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und Eingliederungshilfe haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Ausgestaltung der Inklusiven Kinder- und Jugendhilfe (Kinder- und Jugendhilfeinklusionsgesetz – IKJHG) veröffentlicht.
Im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter BAG wurde Mitte 2022 die Empfehlungen zur Adoptionsvermittlung überarbeitet. Diese Empfehlungen sind als eine echte Praxishilfe konzipiert und sollen die die Fachkräfte bei ihrer Arbeit konstruktiv unterstützen. In allen zentralen Fragen beziehen die Empfehlungen Position und vertreten fachliche Haltungen.
Die Gemeinsame Empfehlungen zur Kostenbeteiligung nach dem SGB VIII Heranziehung zu den Kosten nach §§ 91 ff. SGB VIII der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter wurde aktualisiert, der neuen Rechtslage ab Januar 2023 angepasst und im April als fünfte neu bearbeitete Fassung veröffentlicht.
Die BAG Landesjugendämter hat eine Auswertung seiner bundesweiten Befragung der Jugendämter zur Umsetzung der Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts veröffentlicht. Ziel der Erhebung war es, erste empirische Einblicke in die praktischen Auswirkungen der gesetzlichen Neuerungen zu gewinnen und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Vormundschaften und -pflegschaften sichtbar zu machen.
Ende April 2021 hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter eine Empfehlung zu der Heranziehung zu den Kosten nach §§ 91 ff. SGB VIII veröffentlicht. Die BAG wollte damit die sich im Einzelnen teilweise unterscheidenden Empfehlungen bzw. Richtlinien ablösen, so dass bundesweit eine einheitliche Arbeitsgrundlage für die Kostenheranziehung vorhanden ist.
Die BAG Landesjugendämter hat die "Arbeits- und Orientierungshilfe für den Bereich der Amtsvormundschaft und -pflegschaft" neu gefasst und veröffentlicht. In der Veranstaltung "Quo Vadis Vormundschaft vom 13. Juni 2024 gab es umfangreiche Erläuterungen und ergänzende Materialien zu der Orientierungshilfe.
Mit den vorliegenden Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe will die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung bundesweit vergleichbarer qualitativer Standards in der Pflegekinderhilfe leisten.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter hat die Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage zur Vormundschaftsrechtsreform veröffentlicht und damit erste belastbare Einblicke in die Vormundschaftspraxis nach der Reform von 2023 ermöglicht. 243 Jugendämtern (42,4 % aller Jugendämter) haben sich an der Befragung beteiligt.
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Wer junge Menschen stärken will, muss sie beteiligen
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„Starke Kinder, starke Zukunft!“ lautet das Motto des Weltkindertages am 20. September. Die BAG Landesjugendämter unterstreicht aus diesem Anlass die Bedeutung echter Beteiligung: Kinder und Jugendliche müssen die Möglichkeit haben, ihre Interessen einzubringen und Entscheidungen mitzugestalten, die ihr Leben und ihre Zukunft betreffen.
Kinder und Jugendliche zu stärken bedeutet, sie ernst zu nehmen, ihnen zuzuhören und ihnen zuzutrauen, ihre Lebenswelt selbst mitzugestalten. Dafür brauchen junge Menschen verlässliche Möglichkeiten, ihre Interessen einzubringen – und die Erfahrung, dass ihre Stimme gehört wird und etwas bewirken kann.
„Beteiligung darf nicht erst beginnen, wenn Entscheidungen im Grunde schon getroffen sind“, betont Birgit Westers, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter. „Junge Menschen müssen frühzeitig eingebunden werden, damit ihre Perspektive wirksam eingebracht werden kann. Gerade bei den Themen, die ihre Zukunft besonders betreffen, brauchen sie echte Möglichkeiten zur Mitwirkung. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Wirksame Beteiligung junger Menschen stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie.“
Dabei gibt es nicht den einen richtigen Weg der Beteiligung. Jugendforen, Beteiligungswerkstätten, Befragungen, digitale Formate oder gemeinsame Projekte mit der Kommunalpolitik können je nach Situation vor Ort ganz unterschiedlich ausgestaltet sein. Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche auch an der Entwicklung geeigneter Beteiligungsformate selbst mitwirken.
Angesichts von Kriegen, Klimakrise, gesellschaftlichen Unsicherheiten und den Herausforderungen der digitalen Entwicklung gewinnt diese Aufgabe zusätzlich an Bedeutung. Junge Menschen brauchen Schutz und Unterstützung – zugleich aber auch Räume, in denen sie Selbstwirksamkeit erfahren, Verantwortung übernehmen und ihre Lebenswelt mitgestalten können.
Stellungnahme der BAG Landesjugendämter vom 20. September 2026