Nach dem Austausch im Ministerium scheint das neue Gesetz zur Inklusiven Kinder- und Jugendhilfe erneut an einem Tiefpunkt. Zu diesem Ergebnis kamen die beiden Vorsitzenden des Bundesverbandes der behinderten Pflegekinder e.V. aufgrund eines Gespräches, zu dem am 1. Juni 2026 das Bundesfamilienministeriums zu einem Austausch über die Pflegekinderhilfe nach Berlin eingeladen hatte.
Der Bundesverband hat auf seiner Webseite einen ausführlichen Bericht zu dem Gespräch veröffentlicht, und teils seine Bedenken und sein Befremden geäußert und erläutert.
Auszug aus der Webseite:
Es kam in dem Austausch zu großen Irritationen, da vorschnelle Aussagen zu existentiellen Ängsten führten. Der aktuelle Reformprozess scheint herausfordernder zu sein als alle vorangegangenen. Obwohl diese geplante Änderung eines Bundesgesetzes eine beispielhafte Beteiligung von Vertreter*innen aller Bereiche über Jahre hinweg ermöglicht hat, könnte die Uneinigkeit aktuell nicht größer sein. Viele Verbände und große Träger, die einmal für die inklusive Kinder- und Jugendhilfe waren, sind es nicht mehr. Sie fürchten massive Einbrüche durch Kürzungen.
Aus unserer Sicht ist diese Haltung fatal, denn die Kürzungen kommen dann an anderer Stelle. Eine Abwendung des dringend erforderlichen Reformprozesses verhindert nicht die Leistungsverluste an anderer Stelle. Vielmehr müssen hier Transparenz und ein offener Dialog gesichert sein. Die kürzliche Länderbefragung auf der Jugend- und Familienministerkonferenz am 21. und 22. Mai 2026 in Frankfurt machte die Gefährdungslage der inklusiven Lösung deutlich, so dass die geplante Ressortabstimmung des Gesetzesentwurfs auf Grund von Überarbeitungsverpflichtung nun verschoben ist.
Es ist schwer auszuhalten und ebenso schwer aufrechtzuerhalten.
Der Bundesverband behinderter Pflegekinder hat dem Referat nochmal deutlich zu verstehen gegeben, dass es keinen Plan B für unsere Kinder mit Behinderung gibt. Sie müssen endlich sichtbar werden, damit sie durch die Unterbringung im Kinder- und Jugendhilfegesetz Rechte, Schutz, und echte Teilhabe als Kind erfahren können. Wir sagten dem Ministerium, trotz unserer emotionalen Betroffenheit zur aktuellen Lage, unsere Mitarbeit weiterhin zu. Aufgeben ist keine Option!
Zur 3. Sitzung der Arbeitsgruppe „Inklusives SGB VIII“ zum Thema „Art und Umfang der Leistungen (2. Teil)“ am 20.04.2023 im Bundesfamilienministerium in Berlin veröffentlicht der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. eine Stellungnahme zu Art und Umfang der Leistungen (2, Teil), Zugang zu Leistungen durch Hilfe-, Gesamtplan und Teilhabeplanung.
Im ausführlichen Bericht über die Demonstration des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder im Juli 2017 in Berlin erfahren Sie auch noch einmal die Forderungen des Bundesverbandes.
Warum die Experimentierklausel zur Kinder- und Jugendhilfereform behinderte Pflegekinder im Stich lässt
Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) hat in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe des Bundeskabinetts vom 12. August 2026 seine Enttäuschung darüber ausdrückt, dass ein jahrelanges Versprechen der Politik nicht eingelöst wurde.
Agenda Pflegefamilien, Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP), Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien, PFAD-Bundesverband e.V.
PFAD Bundesverband e.V., der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V., die 'Agenda Pflegefamilien' und das 'Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien' haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Referentenentwurf des Kinder- und Jugendstärkungsgesetz - KJSG erarbeitet und dem Bundesministerium zugesandt.
Der Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. hat zu den Ergebnisse der vierten Sitzung der Arbeitsgruppe „Inklusives SGB VIII“ eine Stellungnahme zum Beteiligungsprozess zur inklusiven Kinder- und Jugendhilfe veröffentlicht.
Wie soll die künftige inklusive Jugendhilfe im Detail ausgestaltet werden? Zum neuen Gesetzgebungsprozess und für künftige Beratungen veröffentlicht der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. ein Arbeitspapier.
Die vorliegende Profilbeschreibung ist aus Sicht des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder (BbP) e.V. unter Mitwirkung der interdisziplinären Fachgruppe „Inklusive Pflegekinderhilfe“ entstanden und als Orientierung gedacht. Kontroverse Diskussionen und intensive Gespräche haben diese Veröffentlichung und das Meinungsbild angeregt. Der BbP begrüßt ausdrücklich weitere Impulse und Anregungen von der Basis bis zur Fachwelt und nimmt diese gerne mit in die laufende Arbeit auf.
Offener Brief des Bundesverbandes: Der Generalverdacht gegen Pflegeeltern muss abgestellt werden! Ebenso ist die Fachkompetenz der freien Träger nicht länger anzuzweifeln!
Der Bundesverband behinderte Pflegekinder e.V. hat eine 'Handreichung für die Ausbildung von Kinderschutzfachkräften und insoweit erfahrenen Fachkräften im inklusiven Kinderschutz' erarbeitet und Ende Dezember 2023 veröffentlicht.
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Aufgeben ist keine Option!
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Der Bundesverband hat auf seiner Webseite einen ausführlichen Bericht zu dem Gespräch veröffentlicht, und teils seine Bedenken und sein Befremden geäußert und erläutert.
Auszug aus der Webseite: