Sie sind hier

11.10.2010
Projekt

Schulverweigerer - die zweite Chance

ESF-Angebot für Schulverweigerer

ESF-Programm - "Schulverweigerung - Die 2. Chance"

Das Programm „Schulverweigerung - Die 2. Chance“ wird in der aktuellen ESF-Förderperiode vom 1. September 2008 bis 31. August 2011 als Teil der Initiative „Jugend und Chancen – Integration fördern“ fortgeführt und nachhaltig ausgebaut. Um ein stärker flächendeckendes Netz an Hilfeeinrichtungen anbieten zu können, wurde die Anzahl der lokalen Koordinierungsstellen in der aktuellen Auswahlrunde auf 158 aufgestockt. In einer nächsten Auswahlrunde sollen weitere 42 Standorte ausgewählt werden. Zielsetzung ist, dass das Programm in der Förderperiode 2008 - 2011 an insgesamt 200 Standorten deutschlandweit durchgeführt wird.

Derzeit verlassen jährlich cirka 8 Prozent der Schulabgängerinnen und Schulabgänger eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss. Eine Ursache für das Verlassen der Schule ohne Schulabschluss liegt bei einem Teil der Jugendlichen in einer bewussten schulverweigernden Haltung. Mit dem ESF-Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ des BMFSFJ wird eine nachhaltige Senkung der Zahl der Jugendlichen angestrebt, die die Schule ohne Schulabschluss verlassen. In den Koordinierungsstellen der „2. Chance" werden Jugendliche, die aktive oder passive Formen von Schulverweigerung zeigen, aufgefangen und wieder ins Regelschulsystem integriert.

Im Fokus des Programms stehen dabei Schülerinnen und Schüler, die:

o mindestens 12 Jahre alt sind und sich maximal am Beginn des Besuchs der letzten Klassenstufe befinden,
o die eine Hauptschule, Förderschule oder eine andere Schulform besuchen, auf der der Erwerb eines Hauptschulabschlusses möglich ist und
o die ihren Schulabschluss belegbar durch aktive oder passive Schulverweigerung gefährden.
Die Initiative „Jugend und Chancen – Integration fördern“
Das ESF-Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ ist Bestandteil der Initiative „Jugend und Chancen – Integration fördern“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Zielgruppe der Initiative sind junge Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind. Die Initiative zielt auf die soziale, schulische und berufliche Integration dieser jungen Menschen und damit auf die Erhöhung ihrer Qualifizierungschancen ab. Sie knüpft an die Ergebnisse und aufgebauten Strukturen der Programme „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ und „Kompetenzagenturen“ aus der ESF-Interventionsphase 2000 bis 2006 an. Beide Programme bauen aufeinander auf und ergänzen so andere Maßnahmen der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung "Aufstieg durch Bildung". Sie werden mit einer zunächst dreijährigen Laufzeit fortgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Hinweis

Psychische Gesundheit von Kindern

Der LVR Landschaftsverband Rheinland - Klinikverbund hat für Eltern und betreuende Personen zwei Broschüren zur Psychischen Gesundheit von Kinder erarbeitet und veröffentlicht: 1. "Rheinland Psychische Gesundheit im Schulkindalter" - 2. "Ratgeber für Familien Psychische Gesundheit im Kleinkindalter – ein Ratgeber für Familien und Betreuungspersonen"
Tiefergehende Information

ADHS

Obwohl Jugendliche mit ADHS grundsätzlich nicht weniger intelligent sind als Jugendliche ohne ADHS, haben deutlich mehr von ihnen Schulprobleme.
Nachricht

Bundesweit einheitlicher Nachteilsausgleich bei Dyskalkulie und Legasthenie

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) fordert gemeinsam mit der Deutschen Kinderhilfe zum Tag der Legasthenie und Dyskalkulie am 30.09.2022 bundesweit einheitliche Nachteilsausgleiche über die gesamte Schulzeit.
Tiefergehende Information

DJI Online Thema 2011/03 - Förderschulen: Sprungbrett oder Sackgasse?

80 % der Kinder mit Handicaps oder Behinderungen besuchen eine Förderschule. Diskussion zur "Inklusion" in der Schule aufgrund der Un-Behindertenrechtskonvention.
Alltag mit Kindern

Kids mit Lernschwäche, Schulangst, Aggression - Psychologen fehlen

Bundesverband Deutscher Psychologen (BDP): „In Deutschland können wir uns aber fast nur noch um die Problemfälle kümmern.“
Tiefergehende Information

Sozialgeheimnis und Datenschutz

Vor und während einer Vermittlung ist es bedeutsam, aus der Lebensgeschichte des Kindes ausreichend Informationen zu erhalten, um sich in ihrem Erziehungsverhalten auf zu erwartende Ängste oder Verhaltensbesonderheiten des Kindes einstellen zu können. Sie werden daher eine Vielzahl von Informationen von der Fachkraft des Jugendamtes erfahren, die vertraulich sind und vertraulich behandelt werden müssen.
Tiefergehende Information

ADHS-Symptome erkennen und damit umgehen

Typisch für die Krankheit ADHS sind Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität.