Sie sind hier

01.04.2015
Politik

Bundesregierung beschließt Gesetzentwurf zur Anhebung von Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Kindergeld und Kinderzuschlag

Der steuerliche Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag und das Kindergeldes werden rückwirkend ab 1.Januar 2015 angehoben.

Themen:

Das Bundeskabinett hat am 25. März 2015 beschlossen, den steuerlichen Grundfreibetrag, den Kinderfreibetrag und das Kindergeld rückwirkend ab 1. Januar 2015 sowie den Kinderzuschlag ab
1. Juli 2016 anzuheben. Damit setzt die Bundesregierung die verfassungsrechtlich gebotene Anhebung der steuerlichen Freibeträge um und setzt ihre familienfreundliche Politik der letzten Jahre auf hohem Niveau fort. Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung Familien und Kinder mit rund 66 Mrd. Euro unterstützt.

Der steuerliche Grundfreibetrag soll im Jahr 2015 um 118 Euro und im Jahr 2016 um weitere 180 Euro erhöht werden. Der Kinderfreibetrag soll um 144 Euro im Jahr 2015 und um weitere 96 Euro im Jahr 2016 steigen. Grundlage dafür ist der 10. Existenzminimumbericht der Bundesregierung vom
30. Januar 2015.

Gleichzeitig soll das Kindergeld für 2015 und 2016 angehoben werden. Ab dem 1. Januar 2015 ist eine Erhöhung des Kindergeldes um monatlich 4 Euro je Kind und ab dem 1. Januar 2016 um weitere 2 Euro je Kind vorgesehen.

Die Bundesregierung hat außerdem beschlossen, den Kinderzuschlag ab dem 1. Juli 2016 um monatlich 20 Euro auf 160 Euro zu erhöhen. Der Kinderzuschlag kommt Eltern zugute, die zwar ihren eigenen Bedarf durch Erwerbseinkommen grundsätzlich bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken.

Im Einzelnen sieht der Gesetzentwurf die folgenden Anpassungen vor:

Grundfreibetrag (aktuell 8.354 Euro):

  • Anhebung ab 1. Januar 2015 um 118 Euro auf 8.472 Euro
  • Anhebung ab 1. Januar 2016 um weitere 180 Euro auf 8.652 Euro

Kinderfreibetrag (aktuell 7.008 Euro einschl. Freibetrag für Betreuung und Erziehung oder Ausbildung):

  • Anhebung ab 1. Januar 2015 um 144 Euro auf 7.152 Euro
  • Anhebung ab 1. Januar 2016 um weitere 96 Euro auf 7.248 Euro

Kindergeld (aktuell 184 Euro für das erste und zweite Kind, 190 Euro für das dritte Kind und 215 Euro für das vierte Kind und weitere Kinder):

  • Anhebung ab 1. Januar 2015 um 4 Euro monatlich je Kind
  • Anhebung ab 1. Januar 2016 um weitere 2 Euro monatlich je Kind

Kinderzuschlag (aktuell max. 140 Euro monatlich):

  • Anhebung ab 1. Juli 2016 um 20 Euro monatlich.

Die aktuellen Beschlüsse fügen sich in die familienfreundliche Politik der Bundesregierung ein. Mit der erheblichen finanziellen Unterstützung des Bundes zum Ausbau der Kinderbetreuungsinfrastruktur, der Einführung eines Rechtsanspruchs für unterdreijährige Kinder auf einen Betreuungsplatz, dem Elterngeld und dem Betreuungsgeld hat die Bundesregierung in den letzten Jahren eine umfassende Förderung von Familien und Kindern etabliert.

Mehr Infos erhalten Sie HIER

Presseerklärung des Bundesministeriums für Finanzen vom 26. März 2015

Das könnte Sie auch interessieren

Geänderte Rechtslage

Wichtige Veränderungen für Familien in 2009

Das Bundesfamilienministerium hat eine Zusammenfassung von wesentlichen Veränderungen für Familien herausgegeben.
Aktualisierte Finanzvorschrift

von:

Wer bekommt den Kinderbonus?

Der Kindergeldzuschlag (September 200 €, Oktober 100 €) im Rahmen des Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz steht auch den kindergeldberechtigten Pflegeeltern zu und kann nicht von der öffentlichen Jugendhilfe beansprucht werden.
Aktualisierte Finanzvorschrift

Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags

Der Bundesrat hat heute und der Bundestag am 18.Juni das Gesetz zur Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags verabschiedet. Das DIJuF hat Hinweise zur Umsetzung der wichtigsten Gesetzesänderungen erarbeitet.
Tiefergehende Information

Kindergeld / Entlastungsbetrag (Steuerklasse 2) / Steuerkarte

Das Kindergeld steht dem allein erziehenden Pflegeelternteil in voller Höhe zu, wird aber zum Teil auf das Pflegegeld angerechnet.
Politik

Kindergelderhöhung

Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat der Kindergelderhöhung zugestimmt. Somit bekommt jeder Kindergeldberechtigte pro Kind 250 € monatlich. Diese Summe gilt für jedes Kind, unabhängig ob es das erste, zweite, dritte oder jedes weitere Kind ist. Die Erhöhung wird ab 1. Januar 2023 fällig.
Geänderte Rechtslage

Für das Kindergeld sind ab dem 1. Januar 2016 Steuer-Identifikationsnummern erforderlich

Ab 1. Januar 2016 muss für das Kindergeld die Steuer-Identifikationsnummern des Kindergeldberechtigten und des Kindes genannt werden. Bei bereits laufenden Kindergeldzahlungen erwarten die Familienkassen die Nennung der Identifikationsnummern im Laufe des Jahres 2016. Neuanträge müssen die Steuer-Identifikationsnummern sofort enthalten.
Aktualisierte Finanzvorschrift

Eltern junger Freiwilliger erhalten künftig Kindergeld

Eltern, deren Kinder einen Freiwilligendienst aller Generationen ableisten, haben künftig Anspruch auf Kindergeld. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat der Bundesrat heute gebilligt.
Tiefergehende Information

Kindergeld für Pflegeeltern bei Umgang des Kindes mit der Herkunftsfamilie

In unserem Landkreis wird zur Zeit einigen Pflegeeltern das Kindergeld verweigert, da die Kinder Umgangskontakte zur Herkunftsfamilie haben und somit Bande zur Herkunftsfamilie bestehen würden. Gibt es dazu eine genauere Regelung und wenn ja, wo finde ich die?
Aktualisierte Finanzvorschrift

Kindergelderhöhung 2015 und 2016

Das Kindergeld ist im Juli 2015 rückwirkend ab Januar 2015 und nochmals für das Jahr 2016 erhöht worden. Entsprechend verändern sich die Anrechnungen auf das Pflegegeld.
Tiefergehende Information

Kinderbonus auch für Pflegeeltern

PFAD-Bundesverband informiert über die Berechtigung zum Kinderbonus für Pflegeeltern