Sie sind hier

Frage und Antwort

Namensänderung des Pflegekindes

Können Sie mir bitte mitteilen, wie und wo eine Namensänderung zu beantragen ist. Wir wohnen in Sachsen. Ist das Familiengericht zuständig?

Die Namensänderung muss vom Personensorgeberechtigten des Kindes beantragt werden. 

Sind die Personensorgeberechtigten noch die leiblichen Eltern des Kindes, dann können diese sich direkt mit einem entsprechenden Antrag an die "Namensänderungsbehörde" wenden. Das ist das Bürgeramt oder das Standesamt. Dort muss vor einer möglichen Namensänderung natürlich nachgefragt werden, ob Sie mit einer entsprechenden Änderung auf Ihren Namen einverstanden sind. 

Haben die Eltern das Sorgerecht nicht mehr und gibt es nun für das Kind einen Vormund, dann geht der Weg etwas komplizierter. Der der Namen doch eine große Bedeutung für den Menschen hat, kann der Vormund einen solchen Antrag nicht einfach so stellen. Er muss vorher beim Familiengericht einen Antrag einreichen, ob er diese Namensänderung für sein Mündel beim Bürgeramt beantragen darf. Er muss dabei begründen, warum er der Meinung ist, dass dies für sein Mündel bedeutsam und kindeswohlförderlich ist. Wenn der Vormund die Erlaubnis vom Familiengericht bekommen hat, dann kann er den Antrag bei Bürger- oder Standesamt stellen. Die Erlaubnis bedeutet nicht, dass die Namensänderung schon entschieden ist. Diese Entscheidung trifft nur die entsprechende Behörde. 

Weiterlesen: 
Fachartikel

von:

Namensänderung für ein Pflegekind

Aus der Sicht des Kindes ist eine Namensänderung für ein Pflegekind dann sinnvoll und zu überlegen, wenn die Namensänderung dem Wohl des Kindes förderlich ist. Aus der Sicht der leiblichen Eltern könnte ein überwiegendes Interesse an der Beibehaltung des Namens bestehen.
Letzte Aktualisierung am: 
16.10.2020