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Neue Themenschwerpunkte zu Selbstgefährdungsinhalten im Internet

In welcher Form können Kinder und Jugendliche auf Selbstgefährdungsinhalte im Internet stoßen und wie können sich Eltern, PädagogInnen und Pädagogen oder Angehörige von potentiell Betroffenen verhalten? Antworten bieten die drei neuen Themenschwerpunkte auf klicksafe.de, die auf Grundlage der Expertise von jugendschutz.net erstellt wurden
Infos über Selbstgefährdungsinhalte im Internet von klicksafe.de

Digitale Medien sind ein selbstverständlicher Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Insbesondere reichweitenstarke und jugendaffine Social-Media-Plattformen wie YouTube und Instagram gehören zu den bevorzugten Internetangeboten bei Kindern und Jugendlichen (Quelle: JIM-Studie 2018 / KIM Studie 2016). Zudem bieten Smartphones die Möglichkeit, ständig online und vernetzt zu sein. Einhergehend mit der schnellen und fortlaufenden Verbreitung von Online-Inhalten steigt jedoch auch das Risiko für junge Userinnen und User, dabei mit ungeeigneten Inhalten konfrontiert oder belästigt zu werden. 

Auf Social-Media-Plattformen verbreiten Userinnen und User eine Vielzahl an Inhalten, die selbstgefährdende Verhaltensweisen verharmlosen oder verherrlichen. Dazu zählen Texte, Bilder oder Videos, die Essstörungen ("Pro-Ana und Pro-Mia"), selbstverletzendes Verhalten (kurz: SVV, u.a. "Ritzen") und Suizid befürwortend darstellen und eine animierende Verhaltenstendenz aufweisen können. Oftmals überlagern sich die Inhalte der Selbstgefährdungsbereiche, d.h. Angebote, die selbstverletzendes Verhalten propagieren, können gleichermaßen Inhalte zum Thema Suizid und/oder Essstörungen enthalten.

Vor allem Kinder und Jugendliche können die Tragweite selbstgefährdender Verhaltensweisen nicht in dem Maße einschätzen wie Erwachsene. Es besteht das Risiko, dass auf den jugendaffinen Plattformen auch Userinnen und User gefährdet und beeinträchtigt werden, die vorher nicht mit derartigen Inhalten konfrontiert wurden. Verzerrte und idealisierende Darstellungen von befürwortenden Selbstgefährdungsinhalten können Kinder und Jugendliche zur Nachahmung anreizen oder bei Betroffenen krankhaftes Verhalten verstärken.