Sie sind hier

01.06.2011

Zentraler Fachdienst für chronisch kranke und behinderte Kinder der Diakonie Düsseldorf

Die Diakonie in Düsseldorf ist seit rund 80 Jahren in der Adoptions- und Pflegekindervermittlung tätig. Bis zu zehn Prozent der zu vermittelnden Kinder sind durch Krankheit und Behinderung belastet. Im Rahmen der „normalen“ Pflegekinderarbeit ist eine dem Bedarf entsprechende Begleitung dieser Kinder und ihrer Pflegefamilien aufgrund der hohen Fallzahlen (1:30) nicht zu gewährleisten. Bereits seit langem wurde deutlich, dass es notwendig war, hierfür einen gesonderten Vermittlungs- und Beratungsdienst vorzuhalten. Folgerichtig hat sich die Diakonie in Düsseldorf daher vor 10 Jahren zur Errichtung für einen speziellen Fachdienst für die Vermittlung und Betreuung von chronisch kranken und behinderten Pflegekindern entschieden.

Die Diakonie in Düsseldorf ist seit rund 80 Jahren in der Adoptions- und Pflegekindervermittlung tätig. Bis zu zehn Prozent der zu vermittelnden Kinder sind durch Krankheit und Behinderung belastet. Im Rahmen der „normalen“ Pflegekinderarbeit ist eine dem Bedarf entsprechende Begleitung dieser Kinder und ihrer Pflegefamilien aufgrund der hohen Fallzahlen (1:30) nicht zu gewährleisten. Bereits seit langem wurde deutlich, dass es notwendig war, hierfür einen gesonderten Vermittlungs- und Beratungsdienst vorzuhalten. Folgerichtig hat sich die Diakonie in Düsseldorf daher vor 10 Jahren zur Errichtung für einen speziellen Fachdienst für die Vermittlung und Betreuung von chronisch kranken und behinderten Pflegekindern entschieden.

Aus dem Konzept des Zentralen Fachdienstes:

Kurzbeschreibung

Unser Ziel ist es, uns für chronisch kranke und behinderte Kinder und Jugendliche einzusetzen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können und ihnen zu ermöglichen, in der Geborgenheit einer Sonderpädagogischen Pflegefamilie aufzuwachsen.

Unsere Aufgabe ist die Werbung und Gewinnung geeigneter Pflegefamilien sowie deren Begleitung und Beratung.

Es ist bekannt, dass die Betreuung, Pflege und Erziehung eines chronisch kranken, unheilbar kranken oder behinderten Kindes eine große zeitliche und kräftemäßige Beanspruchung sowie emotionale Belastung für betroffene Pflegepersonen bedeutet.
Wir setzen uns dafür ein, dass Familien, die eine solch außergewöhnliche Aufgabe übernehmen, optimal begleitet werden. Hierzu gehört eine intensive Beratung sowie Sicherstellung und Finanzierung ausreichender Unterstützungsangebote und notwendiger Hilfen.
Nur so werden Familien langfristig in der Lage sein, psychisch und körperlich den hohen Anforderungen der Betreuung und Pflege gewachsen zu sein.

Organisation und personelle Ausstattung

Die Vermittlungs- und Beratungstätigkeit wird von zehn Diplomsozialarbeiterinnen mit mehrjähriger Berufserfahrung sowie therapeutischer Zusatzqualifikation wahrgenommen. Zum Team gehören weiterhin auf Honorarbasis je eine Rehafachberaterin, Heilpädagogin, Diplom-Psychologin, Ärztin, Krankenschwester, Supervisorin, Rechtsanwältin, EDV Berater sowie zahlreiche pädagogische Fachkräfte für die Kinderbetreuung während der Gruppenarbeit und sonstiger Veranstaltungen.

Der Betreuungsschlüssel beträgt 1: 10.

Die Arbeit erfolgt in Außenstellen, die in unterschiedlichen Regionen liegen (Düsseldorf, Köln, Brüggen, Hennef, Kamen, Königswinter, Menden, Meinerzhagen, Werne, Münster, Wilhelmshafen, Unna u.a.).

Um ein flächendeckendes Angebot zu gewährleisten, sind je nach Entwicklung der Fallzahlen ein Personalausbau und somit weitere Außenstellen geplant. Auch fachlich und betriebswirtschaftlich ist diese Organisationsform von Vorteil.

Das könnte Sie auch interessieren

Stellungnahme

von:

Auf dem Weg zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe

Der gesellschaftliche Diskurs über den Umgang mit Vielfalt bewegt sich im Spannungsfeld von Exklusion, Separation, Integration und Inklusion. Die AGJ erläutert diese verschiedenen Möglichkeiten und verweist auf die Verantwortung der Kinder- und Jugendhilfe für das Konzept der Inklusion.
Empfehlung

von:

Assistenzleistungen personenzentriert umsetzen und weiterentwickeln

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. verabschiedet Empfehlungen zu Assistenzleistungen nach SGB IX (Eingliederungshilfe), denn in der Praxis ergeben sich für diese Leistungen verschiedene Abgrenzungs- und Umsetzungsfragen.
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Inklusion in Deutschland - eine Studie der Bertelsmann-Stiftung

Feststellung der Bertelsmann-Studie: Fast jedes dritte Kind mit Förderbedarf besucht mittlerweile (Schuljahr 2013/14) eine Regelschule (31,4 Prozent). Das ist ein Anstieg um 71 Prozent gegenüber dem Schuljahr 2008/09 (18,4 Prozent). Trotz dieser Fortschritte ist die Situation an deutschen Schulen für Kinder und Jugendliche mit Handicap aber immer noch unbefriedigend.
Fachartikel

von:

Sonderpädagogische Pflegestellen für Kinder mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen

Frauke Zottmann-Neumeister, Sachgebietsleiterin Sonderpädagogische Pflegestellen der Diakonie Düsseldorf, stellt das Hilfeangebot der Sonderpädagogischen Pflegstellen vor und informiert über die hierbei auftretende Problematik der ungeklärten Rechtssituation.
Fachartikel

Pflegekinder und Inklusion

Heterogenitätsmerkmale und Bildungschancen von Pflegekindern Im Pflegekinderwesen in Deutschland werden die Erfolge, Misserfolge und die besonderen Probleme von Pflegekindern im Bildungssystem bemerkenswert wenig diskutiert. Der Autor hat sich dieses Themas angenommen.
Arbeitspapier

Umgang mit chronisch kranken Kindern in der Schule, Verabreichung von Medikamenten und Erste Hilfe durch Lehrkräfte

Das Ministerium für Bildung im Saarland hat ein Papier veröffenltich, welches als Handlungsempfehlung und Hilfestellung im schulischen Alltag dienen soll.
Bericht zur Veranstaltung

Tagungsbericht: Die Große Lösung - Warten auf Godot?

Das Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH hat einen Tagungsbericht zu seiner Fortbildung im Sept. 2014 über die Frage der 'Großen Lösung' veröffentlicht.
Fachartikel

von:

Schulsituation von Schülern mit FASD

Bisher wird die Förderung von Schülern mit FASD an Förder- und Regelschulen mehr oder weniger dem Zufall überlassen. Das hat zur Folge, dass die Schullaufbahn von Kindern mit FASD von Umschulungen, Abbrüchen und Niederlagen geprägt ist.
Bericht zur Veranstaltung

von:

Bericht zum FAS-Symposium am 10.9.2005 in Mülheim/Ruhr

Am 10. September 2005 fand das FAS-Symposium von FASworld Deutschland statt. Ein Bericht von Sigrid Reinhard, Referentin für FASD.
Stellungnahme

Potsdamer Forderungen der Fachtagung "Gesundheit fürs Leben"

Wenn Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung krank werden, finden sie nur schwer ausreichende Hilfe. Es fehlen gut vorbereitete Krankenhäuser, Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Angehörige der Gesundheitsfachberufe.