Sie sind hier

Tiefergehende Information

Konfrontation mit sexueller Gewalt und Übergriffen

Das Deutsche Jugendinstittut ( DJI) beschäftigt sich in seinem neuesten Online Thema (2011/07) mit "Schulen, Internate, Heime – konfrontiert mit sexueller Gewalt und sexuellen Übergriffen"

aus der Webseite des DJI:

In den letzten Jahren haben Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen durch Personal in Institutionen, aber auch durch Jugendliche selbst viel Aufsehen erregt. Die aufgedeckten Fälle teils systematischer sexueller Gewalt gegen Jungen und Mädchen in Institutionen haben viele Menschen erschüttert, denen das Ausmaß dieser Form von Gewalt zuvor nicht bewusst war. Im Verlauf der öffentlichen Debatten wurde zugleich erkennbar, dass es nur wenig systematisches Wissen zu sexueller Gewalt gegen Kinder, insbesondere in Institutionen, gibt. Aus diesem Grund hat die Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a. D., das Deutsche Jugendinstitut beauftragt, ein Forschungsprojekt zum Umgang von Institutionen mit sexueller Gewalt gegen Kinder durchzuführen. Ergebnisse des Forschungsprojekts sind in den abschließenden Bericht der Unabhängigen Beauftragten vom Mai 2011 mit eingeflossen.

Inhalte der Themenbearbeitung

  • Editorial - von Thema-Redakteurin Susanne John
  • Blick von außen I - von Rollo Tomasi

„Missbraucht im Namen des Herrn“

  • Blick von außen II - von Rainer Kröger

„Ich dachte, bei uns kommt so etwas nicht vor"

  • Auf einen Blick

"Kernergebnisse aus dem Abschlussbericht des DJI-Projekts „Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen“
Interview mit dem DJI-Projektteam Elisabeth Helming, Dr. Heinz Kindler und Dr. Peter Mosser

„Empirischer Kenntnisstand ist weiter ausbaubar“

  • Links * Literatur
  • Lesetipp

„Die Aufarbeitung muss weitergehen“
Ein Interview mit Dr. Christine Bergmann (Unabhängige Beauftragte zur Aufklärung des sexuellen Kindesmissbrauchs) in der aktuellen Ausgabe von DJI Impulse

nähere Infos hier

Letzte Aktualisierung am: 
14.07.2011

Das könnte Sie auch interessieren

Politik

von:

Die mühsame Aufarbeitung des "Kentler-Experimentes" durch den Berliner Senat

Das sogenannte 'Kentler-Experiment' bedeutete Ende der 60er / Anfang der 70er Jahre in Berlin die Unterbringung einiger 13 - 17 jährigen Jungen bei pädophilen - wegen sexuellem Missbrauchs verurteilten - Männern in Vollzeitpflege. In 2013 machten Berliner Medien auf das ‚Experiment‘ aufmerksam und forderten eine Aufarbeitung der Geschehnisse vom Berliner Senat.
Hinweis

Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt schützen

Basiswissen für eine stärkende Erziehung

Eine aktuelle Broschüre der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Nordrhein-Westfalen e.V. Die Broschüre „Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt schützen – Basiswissen für eine stärkende Erziehung“ will Tabus abbauen und Eltern, Erziehende und weitere Vertrauenspersonen ermutigen, aktiv vorzubeugen.
Politik

In Deutschland fehlen Therapieangebote für Betroffene sexuellen Missbrauchs.

Neuere Untersuchungen von 2016 zeigen: Von über 300 Kindern mit Gefährdungserfahrungen wie sexuellen Kindesmissbrauch wiesen 2/3 eine klinisch relevante Belastung nach ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems; weltweit anerkanntes Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen) auf, aber nur 36 % der Kinder hatten eine psychotherapeutische Versorgung erhalten. Missbrauchsbeauftragter Rörig fordert daher: „In Deutschland fehlen Therapieangebote für Betroffene sexuellen Missbrauchs. Gesundheitspolitik und die Selbstverwaltungs-organe im Gesundheitswesen müssen die Versorgungsangebote verbessern, damit sexuelle Gewalt früher erkannt und Minderjährige und Erwachsene, die Missbrauch in ihrer Kindheit und Jugend erlitten haben, zeitnahe und passgenaue Hilfen erhalten.“
Hinweis

Wissen hilft schützen

Der unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs hat auf der Internetseite "Wissen-hilft-schützen.de" begonnen, umfassende Informationen zusammen zu tragen. Auf diesem Webportal haben Sie Zugang zu Materialien und Angeboten, die Sie in Ihrer Arbeit als Lehrerin, Erzieher, Betreuerin oder Sozialarbeiter zum Thema „Schutz vor sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien“ nutzen können.
Politik

„Schieb den Gedanken nicht weg!“

Kampagne für ein Umdenken bei sexueller Gewalt gegen Kinder gestartet

Sexuelle Gewalt kann es überall und jederzeit geben – auch im persönlichen Umfeld. Anlässlich des 8. Europäischen Tages zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexueller Gewalt haben Bundesfamilienministerin Lisa Paus und die Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Kerstin Claus, heute in Berlin die gemeinsame Aufklärungs- und Aktivierungskampagne „Schieb den Gedanken nicht weg!“ vorgestellt. Die Botschaft: Kinder und Jugendliche sind vor allem im eigenen Umfeld der Gefahr sexueller Gewalt ausgesetzt.
Politik

Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt ist oberstes Gebot

Das Bundeskabinett hat am 27. September den von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vorgelegten Aktionsplan 2011 zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung beschlossen
Hinweis

Beratungen in Fragen des Kinderschutzes bei möglicher Kindeswohlgefährdung

Die Kinderschutzzentren haben eine Praxishandreichung zur "Schlüsselqualifikationen von „insoweit erfahrenen Fachkräften“ in der Fachberatung bei sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen" veröffentlicht.
Hinweis

Sexuelle Gewalt in der Familie

Die unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat eine Publikation erarbeitet und veröffentlich, in der es um die gesellschaftliche Aufarbeitung der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche von 1945 bis in die Gegenwart geht. Seit 2016 untersucht die Kommission Ausmaß, Art und Folgen der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR.
Alltag mit Kindern

Sexualisiertes Verhalten

Sexualisiertes Verhalten eines Kindes drückt mit größter Wahrscheinlichkeit aus, dass das Kind sexuellen Missbrauch erlitten hat. Sexueller Missbrauch bedeutet, dass ein Erwachsener oder Jugendlicher seine Position der Macht, seine geistige und körperliche Überlegenheit und das Vertrauen und die Unwissenheit des Kindes dazu benutzt hat, seine eigenen sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen.
Nachricht

Neue Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs

Die Journalistin Kerstin Claus wurde heute zur Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) berufen. Mit Kerstin Claus wird das Amt ab dem 1. April für die nächsten fünf Jahre neu besetzt. Die Unabhängige Beauftragte ist im Auftrag der Bundesregierung verantwortlich für die Anliegen von Betroffenen und eine Stelle für alle, die sexualisierter Gewalt und Ausbeutung an Kindern und Jugendlichen entschieden entgegentreten.