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Kinder sicher im Auto

Seit fünfzehn Jahren gilt in Deutschland nun schon eine spezielle Sicherungspflicht für Kinder in Autos. Kinder bis zu ihrem vollendeten 12. Lebensjahr dürfen seitdem nur in speziellen Kindersitzen mitgenommen werden. Das heißt jedoch nicht, dass alle Kinder tatsächlich richtig gesichert im Auto mitfahren.

plakette kindersitzSeit fünfzehn Jahren gilt in Deutschland nun schon eine spezielle Sicherungspflicht für Kinder in Autos. Kinder bis zu ihrem vollendeten 12. Lebensjahr dürfen seitdem nur in speziellen Kindersitzen mitgenommen werden. Das heißt jedoch nicht, dass alle Kinder tatsächlich richtig gesichert im Auto mitfahren.

Beobachtungen der Unfallforschung der Versicherer haben belegt, dass ungefähr zwei Drittel der Kinder in Deutschland noch immer nicht richtig oder gar nicht im Auto gesichert sind. Das Risiko, bei einem Autounfall schwer oder sogar tödlich verletzt zu werden, ist für ein ungesichertes Kind siebenmal höher als für ein richtig gesichertes. Dies scheint vielen Erwachsenen noch immer nicht bewusst zu sein.

Neue Sicherheitsstandards für Kindersitze

Vor kurzem wurden die Sicherheitsstandards für Kindersitze weiter erhöht. Seit dem 8. April 2008 dürfen in ganz Europa nur noch solche Kindersitze verwendet werden, die der Prüfnorm ECE-R 44/03 oder ECE-R 44/04 entsprechen. Dies klingt kompliziert, ist mit einem Blick auf den Kindersitz aber einfach nachzuprüfen:

  • an der Seite oder hinten ist jeder Kindersitz mit einem kleinen weißen oder orangefarbenen Label versehen, das anzeigt, nach welcher Norm er getestet wurde.
  • Die Prüfnummer, die unterhalb des schwarz umkreisten Buchstaben "E" steht, muss nach den neuen Bestimmungen mit "03" oder "04" beginnen.

Infos zu Kindersitzen gibt zum Beispiel der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. GDV auf seiner Internetseite www.das-sichere-kind.de.

Ausführliche Infos zu Kindern im Strassenverkehr gibt die Deutsche Verkehrswacht www.dvw-ev.de

Ältere Kindersitze mit einer Zulassung nach ECE-R 44/01 oder 02 erfüllen nicht mehr die heutigen Sicherheitsstandards und dürfen nicht mehr verwendet werden. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift zieht ein Verwarnungsgeld in Höhe von 30 Euro nach sich. Sind mehrere Kinder nicht vorschriftsmäßig gesichert, drohen sogar 35 Euro.

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat zu diesem Thema im März die Broschüre "Kinder sichern im Auto - Ratschläge, Tipps, ISOFIX" herausgegeben. Als Download ist sie erhältlich unter www.udv.de

Astrid Hopp-Burckel,

Letzte Aktualisierung am: 
28.05.2008