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Basiswissen

Kinder sicher?

Unfälle sind die häufigste Todesursache für Kinder in Deutschland. Ein Grossteil der Unfälle, von denen sich viele in häuslichen Bereich abspielen, könnte verhindert werden. Dies betont die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V., der bundesweit tätige Dachverband zur Verhütung von Kinderunfällen in Deutschland.

Unfälle gehören in Deutschland zu den höchsten Gesundheitsrisiken von Kindern. Kleine Kinder sind besonders gefährdert. Ein Grossteil der Unfälle, von denen sich viele in häuslichen Bereich abspielen, könnte verhindert werden.

nestschaukelIm Jahre 2006 zogen sich fast 1,7 Millionen Kinder eine Unfallverletzung zu. Von diesen Kindern mussten knapp 200 000 im Krankenhaus stationär behandelt werden. 336 Unfälle waren tödlich. Für Kleinkinder sind Unfallverletzungen der zweithäufigste Einweisungsgrund in ein Krankenhaus, für Schulkinder sogar der häufigste. Unfälle sind die häufigste Todesursache für Kinder in Deutschland (vgl. Ellsäßer, 2004).

Kinderunfälle: ein Gesundheitsproblem in Deutschland

Die wichtigsten Programme im einzelnen erläutert die BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. auf ihrer Internetseite weiter

Die Zahlen verdeutlichen es: Kinderunfälle sind ein vorrangiges Gesundheitsproblem in Deutschland. Die Kinderunfallprävention steht mittlerweile auf der Agenda vieler Programme in Deutschland, in Europa und weltweit.

Es werden Aktionen und Maßnahmen zur Kindersicherheit durchgeführt, doch noch immer sind vielen die Unfallrisiken für Kinder nicht bewusst. „Es muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden.“ Dies betont die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V., der bundesweit tätige Dachverband zur Verhütung von Kinderunfällen in Deutschland auf seiner Internetseite.

Alter der Kinder

Je nach Alter der Kinder verändern sich die Unfallgefahren und -orte. Im Säuglingsalter passieren die meisten Unfälle zu Hause (am häufigsten: Sturz vom Wickeltisch). Für Säuglinge besteht auch die grösste Gefahr, dass sie an einem Unfall sterben oder sich schwer verletzen. Im Kleinkindalter, wenn sich der Aktionsradius vergrößert, kommen Unfälle auf dem Spielplatz hinzu. Ab dem Grundschulalter ereignen sich immer mehr Unfälle im Strassenverkehr, in Schulen und Sporteinrichtungen.

Eine Untersuchung für den Zeitraum von 1993 bis 2002 zeigt, dass immer mehr Säuglinge und Kleinkinder wegen eines Unfalls im Krankenhaus stationär behandelt werden mussten. Der Unfall hat sich in der Regel im häuslichen Bereich ereignet.

Schwere Verletzungen im Verkehrsbereich nehmen hingegen in den letzten Jahren kontinuierlich ab (vgl. Ellsäßer 2004). Für die Präventionsarbeit bedeutet dies, dass die bestehende Verkehrssicherheitsarbeit bereits Erfolge zeigt, im häuslichen Bereich jedoch noch viel zu tun ist.

Viele Unfälle könnten verhindert werden

Informationen zur Produktsicherheit der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V.

Viele Kinderunfälle könnten durch präventive Maßnahmen verhindert werden. Nach wie vor gibt es zum Beispiel im häuslichen Bereich viele Produkte, die eine Unfallgefahr für Kinder darstellen. Hier sind die Erwachsenen gefragt, auf die Sicherheit zum Beispiel von Kinderspielzeug zu achten und unsichere Produkte nicht ins Haus zu lassen.

Kinder im Verkehr

Zahlreiche Infos zu Kindern im Verkehr gibt die Verkehrswacht auf ihrer Internetseite

Maßnahmen zur Verkehrssicherheitsarbeit, zum Beispiel die Einführung von Kindersitzen im Auto, haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die Zahl der Kinderunfälle im Strassenverkehr insgesamt abgenommen hat.

Verkehrserziehung in Kindergärten und Schulen schärft das Bewusstsein für Gefahrenquellen im Verkehr. Das Verständnis darüber, wie Kinder selbst den Strassenverkehr erleben und welche Möglichkeiten sie haben, auf Gefahren zu reagieren, ist gewachsen.

Entwicklungs-psychologische Grundlagen der Verkehrserziehung

Oft sind Kinder überfordert, weil sie Situationen im Strassenverkehr gar nicht abschätzen können. So können Vorschulkinder beispielsweise noch nicht über parkende Autos hinwegsehen, sie können Geschwindigkeiten überhaupt nicht einschätzen und schliessen prinzipiell von sich auf andere. Aufschlussreiche Informationen über entwicklungspsychologische Grundlagen der Verkehrserziehung gibt die Verkehrswacht auf ihrer Internetseite.

Literatur:

Astrid Hopp-Burckel,

Letzte Aktualisierung am: 
28.05.2008