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06.02.2012
Interview

Auf die Jugendämter kommt es an

Professor Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen erklärt in einem Interview mit der Rhein-Necker-Zeitung Online, dass die Zahl der Kindestötung in Familien stark abgenommen hat.

Auszug aus dem Interview:

Täuscht der Eindruck oder werden immer mehr Kinder zu Opfern?

Der Eindruck täuscht eindeutig. [...]Die Zahl der Tötungen von Kindern in der Familie hat in den letzten knapp zwanzig Jahren deutlich abgenommen, [...]
1994 wurden in Deutschland 112 Kinder bis sechs Jahre von ihren Eltern getötet. Im Jahr 2010 waren es 54. Auch die Zahl der Fälle von Vernachlässigung und Verwahrlosung nimmt ab. [...]

Bei derart extremen Fällen wie jetzt in Mannheim, Hamburg und Berlin fällt es schwer zu glauben, dass die Jugendämter tatsächlich besser aufgestellt sind als in der Vergangenheit.

Die Mitarbeiter der Jugendämter schauen sehr viel genauer hin als in der Vergangenheit. [...]
Bei aller berechtigten Aufregung über schreckliche Einzelfälle wird übersehen, dass die meisten Jugendämter in Deutschland ordentliche Arbeit leisten.

Warum sind Jugendamtsmitarbeiter nicht verpflichtet, Problemfamilien regelmäßig zu besuchen?

[...]Wir können davon ausgehen, dass die Gefahr für Kinder in Deutschland weiter zurückgeht. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür sind da. Aber es kommt entscheidend auf den Einsatz der Jugendämter ein. [...] Leider gibt es keine verlässlichen Statistiken darüber, ob sich die Personalsituation in den Ämtern verbessert hat.

Das komplette Interview können Sie hier lesen

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