Sie sind hier

02.09.2021
Hinweis

Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder

Kampagnenstart der Kinderschutz-Zentren

Die Kampagne mit Start 1. Sept. 2021 soll sensibilisieren und enttabuisieren. Damit Familien und Kinder Hilfeangebote in Anspruch nehmen, muss das Thema gesamtgesellschaftlich eine größere Aufmerksamkeit erhalten und es muss in den Institutionen, in denen sich Kinder hauptsächlich aufhalten, wie beispielsweise in der Schule, für das Thema sensibilisiert und dieses gleichermaßen enttabuisiert werden.

Aus dem Sonder-Newsletter der Kinderschutzzentren vom 31. Aug. 2021

Das Thema der Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder ist eines von vielen wichtigen Themen in der Arbeit der regionalen Kinderschutz-Zentren.

Aus der Kinderschutz-Praxis wissen wir, dass die Auswirkungen von Partnerschaftsgewalt auf Kinder und Jugendliche sehr unterschiedlich sein können,  oftmals reagieren sie jedoch mit Ängsten und Unsicherheiten auf die Konflikte. 

Partnerschaftsgewalt kann Kinder nachhaltig schädigen, wobei die Spätfolgen von Beziehungs- und Bindungsstörungen, sozialer Isolation, Depressionen bis hin zu Essstörungen und (exzessivem) Alkohol- und Drogenkonsum reichen können.

Die Kampagne soll sensibilisieren und enttabuisieren

Damit Familien und Kinder Hilfeangebote in Anspruch nehmen, muss das Thema gesamtgesellschaftlich eine größere Aufmerksamkeit erhalten und es muss in den Institutionen, in denen sich Kinder hauptsächlich aufhalten, wie beispielsweise in der Schule, für das Thema sensibilisiert und dieses gleichermaßen enttabuisiert werden.


Ziel der Kampagne soll es sein: 
  • Kinder, Eltern und Fachkräfte für das Thema zu sensibilisieren
  • Kinder zu ermutigen, sich mit ihren Sorgen und Ängsten an eine Vertrauensperson zu wenden
  • Lehrer*innen und andere Fachkräfte im Schulwesen zu motivieren, das Thema in die Klassenverbände/Übermittagsbetreuungen zu tragen
  • Beratungs- und Interventionsstellen in den Fokus zu rücken und betroffene Familien bestärken, sich u.a. bei den Kinderschutz-Zentren und anderen Beratungsstellen aktiv Hilfe zu holen
  • Ein klares Zeichen gegen Gewalt zu setzen
  • Kinder und Jugendlichen in ihrem Recht zu stärken, den Anspruch auf Beratung und Unterstützung wahrzunehmen