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25.03.2022
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Migrationssensible Pflegekinderhilfe.

Unter dem Titel "Eltern dürfen die Pflegefamilie für ihr Kind mit aussuchen" hat die Interseite 'IslamiQ' ein Interview mit Prof. Klaus Wolf veröffentlicht, in dem er über die große Herausforderung spricht, die die Migration in der Pflegekinderhilfe darstellt.

Auszüge aus dem Beginn des Interviews:

Es gab lange wenig Diskussionen in der Pflegekinderhilfe über Migrationssensibilität. Wenn man sich ansieht, wie lange wir schon eine Einwanderungsgesellschaft sind, dann ist dieses Thema erst ziemlich spät aufgetaucht.  [...]

Im Ruhrgebiet wurde Migrationssensibilität in der Pflegekinderhilfe schon vor 15 Jahren thematisiert. Mit der zunehmenden Einwanderung von Flüchtlingen im Jahre 2015 hat sich die Situation erneut deutlich verändert. Migrantenselbstorganisationen haben mir häufig beschrieben, dass mit der Flüchtlingssituation 2015 vonseiten der Behörden Türen geöffnet wurden, die ihnen bis dahin verschlossen blieben. Einige sehen diese Entwicklung positiv, andere sind skeptisch. Aber seit 2015 hat die Diskussion Fahrt aufgenommen. [...]

Kritischer wird es bei der Frage, ob die Pflegefamilie auch zu den Vorstellungen der Eltern passen muss. Da haben wir mehr Diskussionen, obwohl das rechtlich klar geregelt ist. Die Eltern haben das Wunsch- und Wahlrecht, die Pflegefamilie für ihr Kind mit auszusuchen. Das ist für die Stabilität des Pflegeverhältnisses ein notwendiger Faktor. Wenn sich da etwa muslimische Eltern eine muslimische Pflegefamilie wünschen, ist das kein Punkt am Rande, sondern ein Punkt, der ernst genommen werden muss. [...]

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