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09.09.2022
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Gründung eines Bundesverbandes mit dem Schwerpunkt FASD

Fast 10 000 Kinder in Deutschland werden jährlich mit FASD geboren - und trotzdem ist diese Beeinträchtigung immer noch nicht genügend bekannt. Um dies zu bewirken und das Leben der Betroffenen durch Wissen, Verständnis und Hilfen zu erleichtern, wollen einige FASD- und Betroffenenorganisationen ein Bündnis schmieden.

Themen:

Gründung eines Bundesverbandes mit dem Schwerpunkt der Fetalen Alkoholspektrum-Störung (FASD) - Steuerungsgruppe plant Versammlung Anfang 2023 in Bremen - Offen für weitere Beteiligung

Die Fetale Alkoholspektrum-Störung (FASD) ist die häufigste angeborene Behinderung. Sie wird ausschließlich durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft verursacht und ist die einzige vermeidbare Behinderung. Die Zahl der diagnostizierten Kinder steigt stetig. Nach Schätzungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung von 2019 werden in Deutschland jedes Jahr mindestens 10.000 Kinder mit Fetalen Alkoholspektrum-Störungen geboren, die Dunkelziffer liegt weit höher.

Alkoholkonsum findet sich in jeder Bevölkerungsschicht, Menschen mit FASD ebenso. FASD ist nicht heilbar. Die Auswirkungen samt den zahlrei eben Begleiterkrankungen ziehen sich durch das gesamte Leben der Betroffenen. Besonders der Übergang ins Erwachsenenleben gestaltet sich meist sehr schwierig und führt oft zu dauerhaft problematisierten Lebenswegen, die sowohl für Menschen mit FASD als auch für ihr Umfeld sehr belastend sind.

Seit den 1990er Jahren gibt es Bewegungen und Kampagnen zur Aufklärung und Prävention in Deutschland. Bis heute haben sich viele wertvolle Strukturen rund um das Thema FASD gebildet. Mit der jetzt angestrebten Gründung eines Bundesverbandes FASD und der daraus resultierenden interdisziplinären Vernetzung soll nicht nur eine Unterstützung für die Mitglieder des neuen Verbandes realisiert, sondern auch mit einer Stimme gesprochen werden. Das gemeinsame Agieren soU mehr Gewicht in gesundheits- und sozialpolitische Themen bringen und die notwendigen Veränderungen in der Gesetzgebung und im gesellschaftlichen Bewusst sein effektiver voranbringen.

In offenen Gesprächen und Anfragen hat sich in den vergangenen Monaten eine Steuerungsgruppe zusammengefunden, die sich der Gründung eines Bundesverbandes zum Thema FASD widmet. Der Verband soll seinen Sitz in Bremen haben und Anfang 2023 in einer großen Gründungsveranstaltung seinen Ursprung finden. Dort sll auch über den genauen Namen und Detaüs der Verbandsstruktur entschieden werden. Die Geschäftsstelle wird der Martinsclub Bremen in Bremen-Walle stellen.

Bisherige Akteure der Steuerungsgruppe sind:

  • Martinsclub Bremen e.V., FASzinierenD.org (Ralf Neier),
  • Fachzentrum für Pflegekinder mit FASD Köln, FASD Deutschland e.V.,
  • Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.
  • Aktionsbündnis FASD adult.

Weitere sind angefragt. Die Gruppe würde sich noch über eine Beteiligung aus dem medizinisch therapeutischen Bereich und dem Bereich Bildung freuen.

Der genaue Gründungstermin des Bundesverbandes wird veröffentlicht, sobald er feststeht.

Kontakt:

  • Nevim Krüger, krueger@bbpflegekinder.de. Mobil 0170 8251431
  • Tanja Busche, busche@bbpflegekinder.de. Mobil 0170 56379091 

Pressemitteilung vom 9. September 2022

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