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07.03.2022
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Alkohol im Mutterleib – Folgen für ein ganzes Leben

ZDF 37 Grad berichtet am 15. März 2022 um 22.15 Uhr zum Thema FASD und seine Folgen. „37°“ begleitet Betroffene in unterschiedlichen Lebensphasen. Die 30-minütige Sendung ist ab dem 15. März auch in der Mediathek von ZDF und ab 22. März ebenfalls auf sat 3 zu sehen.

Themen:

Aus der Ankündigung der Sendung vom ZDF

Jede vierte Frau trinkt Alkohol in der Schwangerschaft und sei es nur das Gläschen Sekt. Doch es gibt keinen Zeitpunkt und keine Menge, die ungefährlich wäre für das ungeborene Kind. Die dadurch entstandenen Schädigungen ziehen sich durch das ganze Leben der Betroffenen und werden in Fachkreisen FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) genannt.
FASD ist schwer zu erkennen: ein Potpourri aus Verhaltens- und Lernstörungen bis hin zu schweren körperlichen und geistigen Behinderungen. Allein in Deutschland werden jedes Jahr zwischen 10.000 und 20.000 Kinder mit FAS geboren (Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2018). Die Dunkelziffer ist groß, denn Alkohol in der Schwangerschaft ist ein Tabuthema.

„37°“ begleitet drei Betroffene Menschen mit FASD

In Nathan (3) brodelt ein Vulkan. Er braucht Betreuung rund um die Uhr. Schon im Kindergarten wirft er mit Tischen und Stühlen, macht die Nacht zum Tag. Mit der Diagnose FASD vor einem Jahr läuft ein Hilfesystem an – für Eltern und Kind.

Schon im Grundschulalter wird Melissa (21) depressiv, nimmt später Drogen und Alkohol. Durch einen Wink des Schicksals bekommt sie die Diagnose. Die heute 21-Jährige wird gerade in einem Berufsbildungswerk zur Fachpraktikerin für Holzverarbeitung ausgebildet und hofft auf eine Anstellung in einer Schreinerei.

Auch Mylenes (29) Leben war geprägt von Depressionen und Schlafstörungen. Sie lebte alkoholabhängig auf der Straße, als ein Mitarbeiter der Wohnungslosenhilfe aufmerksam wurde. Nun wohnt sie im „Sonnenhof“ in Berlin, der bundesweit ältesten Beratungsstelle für alkoholgeschädigte Menschen in Deutschland. Hier hat sie zum ersten Mal die Chance auf ein geregeltes Leben. Gemeinsam mit einer Sozialpädagogin werden neue Tagesstrukturen geschaffen. Nur selten verlässt sie das Haus. Unbekannte Wegstrecken und andere Menschen überfordern sie. Trotzdem macht sie es sich zur Aufgabe, vor Schulklassen ihre Geschichte zu erzählen.

„37°“ begleitet Betroffene in unterschiedlichen Lebensphasen:

Erwachsene, die spät die Diagnose bekommen haben und endlich die Gründe für ihr Scheitern kennen. Jugendliche, an der Weggabelung zwischen Kriminalität und Berufsausbildung. Mütter, die sich große Vorwürfe machen, weil sie während der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Und Kinder, die nach einer frühen Diagnose durch Unterstützung eine echte Chance bekommen.

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