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Hermann-Josef-Haus Urft

Wir suchen Familien und Paare als Erziehungsstellen in den Kreisen Euskirchen und Düren und den Großräumen Köln und Bonn.
Sie oder Ihr/e Partner/in verfügen über eine pädagogische Qualifikation. Sie sind eine lebendige und lebensfrohe Familie und können sich vorstellen, einem Kind in schwieriger Lebenslage ein neues Zuhause zu bieten. Dann sind Sie bei uns richtig! Wir begleiten seit 1984 Familien als Erziehungsstellen. Sie werden von uns auf die Aufgabe vorbereitet und erhalten im gesamten Hilfeprozess kontinuierliche Beratung und Begleitung durch ein erfahrenes psychologisch-pädagogisches Beraterinnenteam. Die Entwicklungsprozesse werden regelmäßig mit der Marte-Meo-Methode unterstützt. Wir bieten Ihnen Fortbildungen und Austauschtreffen mit anderen Erziehungsstellen an. Für das Kind erhalten Sie Pflegegeld und für Ihren pädagogischen Einsatz ein Erziehungshonorar.

Erziehungsstellen im Hermann-Josef-Haus Urft – ein guter Ort zu sein

Erziehungsstellen bieten Kindern, die nicht bei ihren Herkunftseltern leben können, ein neues Zuhause. Sie ermöglichen ein bis zwei Kindern und Jugendlichen, neue Bindungen zu Erwachsenen und Kindern aufzubauen und in einer Familie aufzuwachsen. Die Erziehungseltern sind Paare oder Einzelpersonen, von denen eine/r über eine pädagogische Ausbildung verfügt. Sie haben die Bereitschaft, Kinder bei sich aufzunehmen, die aufgrund schwieriger Entwicklungsbedingungen besonderer pädagogischer Aufmerksamkeit bedürfen. Vor ihrem professionellen Hintergrund ist es den Erziehungseltern eine Herzensangelegenheit, sich auf die Besonderheiten und die Überraschungen, die das Leben mit diesen Kindern mit sich bringt, einzulassen. In den Erziehungsstellen werden Mädchen und Jungen ab dem Säuglingsalter aufgenommen. Die Kinder haben in ihren Herkunftsfamilien schwere Entwicklungsbeeinträchtigungen wie Verwahrlosung oder Gewalt erlebt und sind häufig bindungsgestört und traumatisiert. Vom Zusammenleben in einer Erziehungsstelle können vorwiegend jüngere Kinder profitieren, die sich auf Bindungs- und Beziehungsangebote einlassen können und ein kleines und individuelles Setting benötigen.
Der Lebensmittelpunkt der Kinder soll auf Dauer in der Erziehungsstelle sein.
Die Kinder wachsen an einem verläßlichen und Sicherheit bietenden Lebensort auf. Sie können in der Erziehungsfamilie neue und förderliche Beziehungserfahrungen machen und festigen. Das Hauptmerkmal der Erziehungsstellenarbeit ist die größtmögliche Kontinuität der Bezugspersonen. Der Fokus liegt auf dem Zusammenleben in der Familie und der gemeinsamen Gestaltung des Lebensalltags. Die Kinder sollen weitgehend in lebensortnahe Angebote wie Kindergarten, Schule, Vereine und Freizeitmöglichkeiten  integriert werden.
Bei Bedarf werden diagnostische Maßnahmen und therapeutische Hilfen außerhalb der Familie organisiert und die Kinder dort hin begleitet.
Die Erziehungseltern wissen um die besondere Bedeutung der Herkunftsfamilien für die Kinder. Sie kooperieren mit den Herkunftseltern und begegnen ihnen mit Wertschätzung.
Jede Familie wird kontinuierlich von einer für sie zuständigen Beraterin begleitet. Die Fachberaterinnen verfügen über  einen sozialpädagogischen oder psychologischen Hochschulabschluß und eine therapeutische Zusatzqualifikation. Eine Fachberaterin mit voller Stelle betreut 10 Kinder. Die Erziehungsstellenberaterinnen begleiten sämtliche pädagogischen Prozesse. Als zertifizierte Marte-Meo-Therapeutinnen unterstützen sie die Entwicklungsprozesse regelmäßig mit dieser Methode. Sie gestalten die Hilfeplanung mit und stehen in engem Austausch mit allen Beteiligten.

Die Familien sind eingebunden in das Netzwerk der Erziehungsfamilien des Hermann-Josef-Hauses mit regelmäßigen Austauschtreffen und Fortbildungsangeboten.
Die Rechtsgrundlage für die Unterbringung von Erziehungsstellenkindern ist § 33,2 SGB VIII (Vollzeitpflege). Das Hermann-Josef-Haus begleitet die Familien als Beratungsträger, das zuständige Jugendamt hat die Fachaufsicht.
Die Erziehungsstelleneltern arbeiten eng mit dem Jugendamt, den Sorgeberechtigen und dem Hermann-Josef-Haus als Beratungsträger zusammen.
Für ihren Einsatz erhalten die Erziehungseltern einen Erziehungsbeitrag und zur Versorgung des Kindes ein Pflegegeld.  Die Beträge richten sich nach den Vorgaben des Landesjugendamtes.

Hermann-Josef-Haus Urft
Telefon:
02441-885-0
Ansprechpartnerinnen:
Birgit Moseke
Sylvia Geisen