Sie sind hier

25.04.2013
Gutachten

Finanzierungsmöglichkeiten von Leistungen nach SGB VIII und SGB II (SGB III) für junge Menschen bis zum 25. Lebensjahr

Rechtsgutachten durch Prof. Dr. Johannes Münder als Arbeitshilfe zur konkreten Kooperation bei Maßnahmenplanung und -umsetzung

Im Vorwort, das von Andreas Schulz (Jugendhilfereferent Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e. V.) und Ralf Liedtke (Leiter Arbeitsbereich Jugendhilfe, Diakonisches Werk, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V.) geschrieben wurde, heißt es u.a.:

"Mit der Einführung der Modernen Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz I – IV) im Rahmen der Agenda 2010 sind Jugendberufshilfe-Förderungen verstärkt über das Sozialgesetzbuch II (Grundsicherung für Arbeitsuchende) realisiert worden. Die zuvor bestandene Aufteilung der Förderung von jungen Menschen im Übergang Schule-Beruf in Regelangebote des SGB III (Arbeitsförderung) und besondere Fördermaßnahmen der Jugendhilfe im SGB VIII (§ 13) wurde nun noch durch das 2. Sozialgesetzbuch ergänzt.

Leider mussten wir erleben, dass im Zuge dieses Dreiklangs nicht selten mit Verweis auf das SGB II der Leistungskatalog der Jugend(berufs)hilfe zurückgefahren wurde. Auch zehn Jahre nach Hartz IV sind Möglichkeiten der Zusammenarbeit von SGB II/III und SGB VIII nach wie vor nicht zufriedenstellend entwickelt, weil unterschiedliche Zielsetzungen der Sozialgesetzbücher bestehen und gesetzliche Regelungen für gemeinsame Aufgabenerbringung fehlen. Im Sinne der Förderung von jungen integrationsgefährdeten Menschen halten wir es für dringend notwendig, sich mit den gesetzlichen und praktischen Möglichkeiten der rechtskreisübergreifenden Leistungserbringung intensiv auseinanderzusetzen".

Das Gutachten können Sie hier lesen

Das könnte Sie auch interessieren

Moses Online Themenheft
Wenn aus Pflegekindern oder Kindern in Erziehungsstellen Jugendliche und junge Erwachsene werden fühlen sie sich meistens in einer unüberschaubaren Situation. Auch die Pflegeeltern / Erziehungsstellen vermissen oft eine fachlich versierte und ämterübergreifende Begleitung des Verselbständigungsprozesses. In der Praxis stoßen wir immer wieder auf fehlende Kooperation unter den Behörden, an rechtliche Regelungen und Anweisungen gebundene Mitarbeiter, ein Wust an Formularen und ungenügende Information der Betroffenen. Das hat uns dazu bewogen, dieses Themenheft herauszugeben. Erweiterte Neuauflage 2018