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13.01.2022
Geänderte Rechtslage

Verbesserungen für die Pflegefamilie

Frau Prof. Dr. B. Veit, Göttingen hat in ihrem Artikel "Verbesserungen für die Pflegefamilie durch das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) und das Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts (VBRG)" auf die für die Beteiligten der Pflegekinderhilfe wichtigen Veränderungen im Rahmen des schon gültigen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes und auf das im Januar 2023 in kraft tretende Gesetz zur Reform des Vormundschaftsrechtes hingewiesen.

Prof. Dr. Barbara Veit war u.a. ist an der Universität Göttingen Professorin für Bürgerliches Recht mit dem Schwerpunkt Familienrecht. Nun ist sie  Mitglied in der Kinderrechtekommission des Deutschen Familiengerichtstages e. V.  und seit 2012 Kuratoriumsmitglied der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes.

In ihrem Artikel schreibt Prof. Veit zum Einstieg:

Für die Entwicklung eines jeden Kindes, vor allem eines Pflegekindes, ist ein stabiles und kontinuierliches Erziehungsumfeld von zentraler Bedeutung 3 . Diesem Interesse tragen die Neuregelungen des KJSG und des VBRG Rechnung. Dabei hat das KJSG vorrangig die Perspektivklärung und die Aufenthaltssicherung im Blick und das VBRG die sorgerechtliche Stellung der Pflegeeltern.

Prof. Veit geht auf folgende Punkte der Gesetzesänderung besonders ein:

I. Verbesserungen durch das KJSG 
  • Prozesshafte einvernehmliche Perspektivklärung in einem offenen und transpartent gehaltenen Hilfeplan
  • Unterstützungs- und Beratungsanspruch der Eltern
  • Unterstützungs- und Beratungsanspruch der Pflegeeltern
  • Veränderung des § 1632 Abs. 4 Verbleib in der Pflegefamilie auf Dauer
II Verbesserungen im Vormundschafts- und Betreuungsrecht
  • gestärkte Erziehungsverantwortung des Vormundes
  • Zusammenarbeit des Vormundes mit der Pflegeperson
  • Die stufenweise Verbesserung der sorgerechtlichen Position der Pflegeperson,
  • Gemeinsamen Sorge zwischen Vormund und Pflegeperson
  • Chancen der Pflegeperson auf Übernahme der Vormundschaft für das Pflegekind