Sie sind hier

04.01.2009
Geänderte Rechtslage

Wichtige Veränderungen für Familien in 2009

Das Bundesfamilienministerium hat eine Zusammenfassung von wesentlichen Veränderungen für Familien herausgegeben.

Themen:

WAS ÄNDERT SICH FÜR FAMILIEN ?

Die Bundesregierung investiert im Jahr 2009 mehr Geld in Familien. "Alle Familien werden mehr Geld in der Tasche haben", sagt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Kindergelderhöhung, steuerliche Entlastung und ein Schulbedarfspaket stabilisieren die Familien materiell und erleichtern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Überblick über die neuen Leistungen:

MEHR KINDERGELD

Eltern bekommen ab dem 1. Januar 2009 mehr Kindergeld. Familien erhalten schon ab dem dritten Kind einen höheren Satz. Für das erste und zweite Kind zahlt der Staat jeweils zehn Euro mehr.

100 € ZU SCHULJAHRESBEGINN

Kinder und Jugendliche in bedürftigen Familien erhalten ab 2009 zu jedem Schuljahresbeginn 100 Euro extra für Schulmaterialien.

HÖHERER KINDERFREIBETRAG

Die Bundesregierung erhöht den Kinderfreibetrag in der Steuer von 3 648 Euro auf 3 864 Euro. Zusammen mit dem Freibetrag für Betreuung, Erziehung oder Ausbildung werden ab 2009 insgesamt 6 024 Euro für jedes Kind steuerfrei gestellt.

FLEXIBLERE ELTERNZEIT

Ab Januar 2009 gilt die erste Änderung des Elterngeld- und Elternzeitgesetzes. Die Bundesregierung führt eine Mindestbezugszeit des Elterngeldes von zwei Monaten ein. Außerdem können Eltern den Antrag flexibler stellen und Großeltern ebenfalls eine Elternzeit beantragen.

AUSBAU DER KINDERBETREUUNG
(KINDERFÖRDERGESETZ (KiFöG) TRITT IN KRAFT

Familie und Beruf werden immer besser vereinbar. Mit dem Kinderfördergesetz, das Ende 2008 in Kraft getreten ist, baut die Bundesregierung die Betreuung für Kinder unter drei Jahren aus. Ab August 2013 erhalten Eltern einen Rechtsanspruch auf Betreuung.

VERBESSERTE STEUERLICHE ABSETZBARKEIT VON HAUSHALTSHILFEN UND HANDEWERKERRECHNUNGEN

Wer als Privathaushalt Dienstleistungen von der Kinderbetreuung über die Pflege bis zur Gartenarbeit in Anspruch nimmt, kann 2009 höhere Beträge bei der Steuer geltend machen.

WEITERENTWICKELTER KINDERZUSCHLAG UND NEUES WOHNGELD

Die Bundesregierung greift Familien mit geringem Einkommen stärker unter die Arme. Seit Oktober 2008 haben mehr Eltern Anspruch auf einen Kinderzuschlag. Das Wohngeld wird 2009 unter anderem um eine Heizkostenkomponente erweitert.

STEUER- UND SOZIALABGABEN FÜR TAGESMÜTTER- UND VÄTER

Ab 2009 gelten für alle Tagesmütter und -väter die gleichen Regelungen für Steuer und Sozialabgaben.

FREIWILLIGENDIENSTE FÜR JEDES ALTER

Mit dem Projekt "Freiwilligendienste aller Generationen" stärkt die Bundesregierung ehrenamtliches Engagement. Wer im Rahmen des neuen Freiwilligendienstes für die Mitmenschen aktiv wird, erhält im Gegenzug Versicherungsschutz, Fort- und Weiterbildung sowie eine kontinuierliche Begleitung.

KURZARBEIT WIRD LÄNGER BEZAHLT

Um Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in Deutschland zu sichern, verlängert die Bundesregierung die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes einmalig von bisher 12 Monaten auf 18 Monate. Viele Familien werden dadurch vor Armut geschützt.

DER GESUNDHEITSFONDS KOMMT

Am 1. Januar 2009 tritt der Gesundheitsfonds in Kraft. Alle gesetzlich Versicherten zahlen dann die gleichen Krankenversicherungsbeiträge. Für die Versicherten wird es damit einfacher, Service und Leistungen zu vergleichen.

hier können Sie ausführlichere Erklärungen zu den einzelnen Punkten einsehen