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23.01.2012
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Zusammenfassung der Studie "Anonyme Geburt und Babyklappen in Deutschland"

Ergebnisse eines Projektes des DJI - Deutschen Jugendinstitutes in der Zeit vom Juli 2009 bis Oktober 2011.

(Stichtag: 31. Mai 2010). Insgesamt nannten die Anbieter von Babyklappen und anonymen Geburten 973 Kinder, die anonym geboren oder übergeben bzw. in eine Babyklappe gelegt wurden. Zwei Drittel der Fälle (652 Kinder) wurde anonym geboren, knapp ein Drittel (278 Kinder) wurden in eine Babyklappe gelegt und weitere 43 Kinder wurden den Mitarbeiter/innen der Anbieter anonym übergeben. Für 21,6 % der in eine Babyklappe gelegten Kinder sowie für 23 % der anonym geborenen Kinder konnten seitens der Träger keine Angaben über den weiteren Verlauf (Aufgabe der Anonymität, Adoptionsfreigabe oder Rücknahme durch die leibliche Mutter/Eltern) gemacht werden.

Die Befragung der Jugendämter ergab, dass bundesweit für insgesamt 376 Kinder, die im Zeitraum von 2000 bis Ende 2009 anonym
geboren, anonym übergeben oder in eine Babyklappe gelegt wurden, Adoptionsvormundschaften eingerichtet wurden.
Von diesen 376 Kindern wurden 45 durch die leiblichen Mütter/Väter zurückgenommen. Damit wurde nach den Ergebnissen der
Jugendamtsbefragung für mindestens 331 Kinder, die zu diesem Zeitpunkt keine Kenntnis über ihre Herkunft hatten, eine Adoptionsvormundschaft eingerichtet und damit ein Adoptionsverfahren eingeleitet.
Hier können Sie die Zusammenfassung des DJI lesen

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