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08.11.2011
Forschungsbericht

Qualitätsoffensive in rheinischen Pflegekinderdiensten

Studien-Ergebnisse des Leuchtturmprojekts Pflegekinderdienst finden erstmals Anwendung in der Praxis / LVR-Landesjugendamt und Uni Siegen bilden Fachkräfte fort / Pflegekinderdienste aus 13 Kommunen nehmen teil

aus der Mitteilung des Landesjugendamtes Rheinland:

20 Fachkräfte aus kommunalen Pflegekinderdiensten starten heute in eine Fortbildung des LVR-Landesjugendamtes und der Universität Siegen. Das Ziel: optimale Unterstützung für Pflegekinder und ihre Pflegefamilien. Wissenschaftliche Grundlage der Fortbildung für Verantwortliche aus örtlichen Jugendämtern ist eine umfangreiche Studie, die der Landschaftsverband Rheinland (LVR) bereits im Juli vorgestellt hatte. Sie entstand im Rahmen des „Leuchtturmprojekts Pflegekinderdienst" und stellt Qualitätsstandards für die Arbeit der Pflegekinderdienste auf.

Zur heutigen Einführungsveranstaltung in Köln kamen neben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fortbildung auch Vertreterinnen und Vertreter der Leitungsebenen aus den beteiligten Jugendämtern in Aachen, Hilden, Erkelenz, Bornheim, Radevormwald, Monheim am Rhein, Kerpen, Mönchengladbach, Moers, Troisdorf, Kleve, Rheinberg und Rheinisch-Bergischem Kreis.

In vier zweitägigen Modulen geht es bei der Weiterbildung bis Ende 2012 unter anderem um die Kriterien für Auswahl und Ablehnung von Bewerberfamilien, die Einbeziehung von Pflegekindern in die Hilfeplanung, den Kinderschutz in Pflegefamilien sowie den Umgang mit Krisen. Außerdem wird insbesondere die Vorbereitung von Herkunftsfamilie, Kind und Pflegefamilie auf den Übergang in die Pflegefamilie beleuchtet.

LVR-Jugenddezernent Reinhard Elzer: „Mit diesem Fortbildungsangebot für Verantwortliche aus örtlichen Pflegekinderdiensten arbeitet der LVR weiter auf das Ziel hin, einheitliche Qualitätsstandards im Pflegekinderwesen einzuführen. Was mit einer wissenschaftlichen Studie begann, soll nun auch in der Praxis Anwendung finden, um eine bestmögliche Betreuung von Pflegekindern zu ermöglichen. Ich freue mich über das große Interesse der Städte und Kreise an Qualitätsentwicklung in diesem Bereich."

Quelle: LVR