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15.04.2018
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Interessante Forschungen der Universität Ulm

Forschungen der Uni Ulm – Abteilung Klinische und Biologische Psychologie- beschäftigen sich mit unterschiedlichen Forschungsschwerpunkten zum Thema Missbrauchs-, Misshandlungs- & Vernachlässigungserfahrungen in der Kindheit.

Forschungsthemen der Arbeitsgemeinschaft Molekulare Psychotraumatologie

  • Genetik und Epigenetik von Missbrauchs-, Misshandlungs- & Vernachlässigungserfahrungen in der Kindheit
  • Psychoneuroimmunologische Konsequenzen bei Stress und Trauma
  • Psychologische und biologische Auswirkungen von Missbrauchs-, Misshandlungs- & Vernachlässigungserfahrungen in der Kindheit
  • Transdisziplinäre Traumaforschung

Ein weiteres wichtiges Forschungsgebiet der AG ist die Frage nach Risiko- und Resilienzfaktoren in der transgenerationalen Weitergabe von Missbrauch und Misshandlung in der Kindheit. Hier führen wir aktuell ein großes BMBF-gefördertes Forschungsprojekt "Meine Kindheit - Deine Kindheit" durch.

Meine Kindheit - Deine Kindheit

Eine Untersuchung zur Weitergabe von Beziehungserfahrungen

  • Wie wirken sich positive und negative Kindheitserfahrungen von Müttern auf die Beziehung zum eigenen Kind aus?
  • Beeinflussen die Kindheitserfahrungen der Mütter die Entwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr?
  • Welche Rolle spielen biologische Mechanismen bei der Weitergabe von Beziehungserfahrungen?

In der vom BMBF geförderten Studie "Meine Kindheit - Deine Kindheit" wurde untersucht, wie sich positive und negative Kindheitserfahrungen von Müttern auf die Beziehung zum eigenen Kind auswirken. Im Fokus standen die eigene Lebensgeschichte der Mutter, die Beziehung zwischen Mutter und Kind im ersten Lebensjahr sowie die Entwicklung des Kindes.

Die Studie zum Einfluss von Kindheitserfahrungen auf Mütter und deren neugeborene Kinder war ein Kooperationsprojekt folgender Institutionen:

  • Universität Ulm, Institut für Psychologie und Pädagogik, Abteilung Klinische und Biologische Psychologie (Leitung: Prof. Dr. Iris-Tatjana Kolassa)
  • Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Ulm (Leitung: Prof. Dr. Harald Gündel)
  • Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm (Leitung: Prof. Dr. Jörg Fegert, Prof. Dr. Ute Ziegenhain)
  • Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Abteilung Zoologie und Entwicklungsneurobiologie (Leitung: Prof. Dr. Anna Katharina Braun)
  • Deutsches Jugendinstitut München (Leitung: Dr. Kindler)
  • Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Ulm (Leitung: PD Dr. Frank Reister)

Die Abteilung für Klinische & Biologische Psychologie unter der Leitung von Frau Prof. Iris-Tatjana Kolassa forschte dabei besonders zu den zugrundeliegenden biologischen Mechanismen. Bislang ist wenig bekannt, welche biologischen Mechanismen an der transgenerationalen Weitergabe von Beziehungserfahrungen beteiligt sind und inwiefern diese wirken. Mögliche biologische Korrelate könnten sich im physiologischen Stress-System, Immun-System, Bindungs-System, der Zellalterung sowie der Epigenetik finden.

Ziele des Projekts

Aufzeigen des Einflusses der biographischen und biologischen Faktoren der Eltern auf die Entwicklung ihrer Kinder im ersten Lebensjahr langfristig: Entwicklung und Optimierung von Unterstützungsangeboten für Familien für die ersten Lebensjahre

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