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10.02.2015
Forschungsbericht

Forschungsprojekt "Innerfamiliäre Tötungsdelikte bei Konflikten"

Das Jugendamt Karlsruhe, unter­stützt von der Stiftung Deutsche Jugend­­­marke e. V., untersucht die Lebens­­si­tua­tion und die Bewäl­tigungsstra­te­­gien von Kindern und Jugend­­­li­chen, die familiäre Gewal­tes­­ka­la­tion überlebt haben. Bei der Interview-Studie steht das subjektive Erleben der mittler­weile volljäh­ri­gen Kinder im Vorder­­grund.

Inner­fa­­mi­li­äre Tötungs­­­de­­likte im Zusam­­men­hang mit Bezie­hungs­­­kon­f­li­k­ten, Trennung bezie­hungs­­­wei­se Scheidung - Konse­quen­­zen für die Jugend­­hil­fe

Forschungs­­pro­jekt zum Hilfe­­be­darf von Kindern und Jugend­­­li­chen als Überle­bende inner­fa­­mi­li­ärer Tötungs­­­de­­likte - Laufzeit: 1. August 2014 bis 31. Juli 2016

Regelmäßig berichtet die Presse über inner­fa­­mi­li­äre Tötungs­­­de­­likte an Frauen, Kindern oder dem Gewalt­tä­ter selbst. Als Auslöser für diese sogenann­ten "Familien-, Beziehungs- oder Ehedramen", "Famili­en­­tra­gö­dien " oder "erwei­ter­ten Suizide" werden häufig Eifersucht, Trennung oder Sorge­rechtss­trei­tig­kei­ten genannt.

Nicht nur die Tötung eines Kindes ist in diesem Kontext ein relevantes Kinder­­schutz­thema. Auch Kinder, deren Mutter, Vater oder Geschwis­ter als inner­fa­­mi­li­äre Bezie­hungs­­tat getötet wurden, verdienen Aufmerk­­sam­keit und Schutz vor weiteren Gefahren. Da es kaum Erkennt­­nis­se über die spezi­­fi­­schen Belas­tun­­gen und Bewäl­ti­gungs­­stra­te­­gien überle­­ben­­der Kinder gibt, anhand derer man Handlungs­­emp­­feh­­lun­­gen für Helfende ableiten könnte, bedarf es hierzu explo­ra­ti­­ver Forschung.

Deswegen untersucht das Jugendamt Karlsruhe, unter­stützt von der Stiftung Deutsche Jugend­­­marke e. V., die Lebens­­si­tua­tion und die Bewäl­ti­gungs­­stra­te­­gien von Kindern und Jugend­­­li­chen, die die Gewal­tes­­ka­la­tion überlebt haben.

Die Interview-Studie, bei der das subjektive Erleben der mittler­weile volljäh­ri­gen Kinder im Vorder­­grund steht, soll folgende Fragen beant­wor­ten:

  • Was hat den Kindern und Jugend­­­li­chen geholfen?
  • Welche Bedarfe bestehen?
  • Was sind die Konse­quen­­zen für die Jugend­­hilfe und andere Insti­tu­tio­­nen?

Auf Basis der Ergebnisse werden Strategien zur Abwehr von Gefähr­dun­gen von Kindern und Jugend­­­li­chen entwickelt und vorhandene Hilfs­an­­ge­­bote verbessert.

Aus der Webseite der Stadt Karlsruhe.