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Das Fetale Alkoholsyndrom FAS

Eine nicht geringe Zahl von Pflege- und Adoptivkindern leidet unter einer Alkoholschädigung - von teilweisen Einschränkungen bis hin zur stark ausgeprägten Behinderung.

Themen:

Eine nicht geringe Zahl von Pflege- und Adoptivkindern leidet unter einer Alkoholschädigung - von teilweisen Einschränkungen bis hin zur stark ausgeprägten Behinderung. Diese Schädigung wird als "Alkoholembryopathie" oder moderner als "FAS - Fetales Alkoholsyndrom" und "FAE - fetale Alkoholeffekte" bezeichnet.

FAS/FAE ist eine Schädigung des Kindes durch Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft. Hierzu muss die Mutter nicht süchtig sein. Auch das Gewohnheitstrinken oder gelegentliches zuviel trinken kann bereits Schäden verursachen. Davon sind jährlich zwischen 10.000 und 15.000 Kinder betroffen.

Jeder Blutalkoholspiegel bei einer schwangeren Frau hat sich bisher als wissenschaftlich bedenklich erwiesen. Wirklicher Schutz des Ungeborenen ist nur möglich, wenn die werdende Mutter völlig abstinent lebt.
FAS/FAE ist die Behinderung eines Kindes, die hundertprozentig vermeidbar wäre.

Äußere Merkmale bei FAS-Kindern sind:

  • Kleinwuchs, Untergewicht, Kleinköpfigkeit, mangelhafte Muskelentwicklung,
  • typische Gesichtsveränderungen wie schmale Lidspalten, kurzer Nasenrücken, Hautfalte am inneren Augenwinkel, schmales und mangelhaft ausgeformtes Lippenrot
  • fast fehlendes Philtrum - die Mittelrinne zwischen Nase und Oberlippe ist kaum ausgebildet.

Verhaltens-Merkmale vieler FAS-Kinder sind unter anderem:

  • Hyperaktivität, sehr leicht ablenkbar,
  • Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis,
  • Koordinationsschwierigkeiten von Auge und Hand,
  • begrenzte Lernfähigkeit, geringe Aufmerksamkeitsfähigkeit,
  • wenig Zeitverständnis, Veränderungen (z.B. des Tagesablaufs) verwirren,
  • schnell frustriert.

FAS-Kinder brauchen verlässliche, sehr belastbare, langsam sprechende, sehr regelmäßig handelnde und überaus geduldige Eltern.

Für FAS-Kinder und ihre (Pflege-/Adoptiv)Eltern ist es notwendig, von der Behinderung zu wissen und die Erwartungen an die Entwicklung des Kindes, seinen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten anzupassen.

nähere Informationen finden Sie bei:
www.fasworld.de/FASworld Deutschland

Letzte Aktualisierung am: 
15.05.2008

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