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27.05.2008

Wut im Bauch - Vom Umgang mit aggressiven Pflegekindern

Aggressivität ist eine Form der Auseinandersetzung mit der sozialen Umwelt. Nicht nur die eigene Hilflosigkeit macht Pflegeeltern zu schaffen, sondern auch eigene gegenaggressive Impulse. Fachartikel von Richard M. L. Müller-Schlotmann

von Dr. phil. Richard M. L. Müller-Schlotmann

Einleitung

wutAggressives Verhalten von Pflegekindern ist manchmal schwierig zu verstehen und noch weniger auszuhalten. Es belastet das Pflegeverhältnis ebenso wie das Verhältnis zum gemeinsamen sozialen Umfeld. Erzieherinnen und Erzieher klagen über das Verhalten des Kindes, Lehrerinnen und Lehrer fordern Veränderungen, Verwandte und Bekannte bringen wenig Verständnis für die anhaltenden Belastungen durch die Aggressionen des Kindes auf.

Pflegeeltern möchten gerne das Verhalten des Kindes verändern, wissen aber häufig nicht wie. Sie fühlen sich provoziert und überfordert und wünschen sich Hilfe und Unterstützung. Aber nicht nur die eigene Hilflosigkeit macht Pflegeeltern zu schaffen, sondern auch eigene gegenaggressive Impulse. Viele Pflegeeltern nehmen den Wunsch, ihre Hilflosigkeit und Überforderung durch eigene aggressive Handlungen zu überwinden, bei sich wahr und können reflektierend mit ihm umgehen.

Aggression kann Ausdruck von Macht gegenüber anderen und ebenso Ausdruck der eigenen Ohnmacht sein, und vielleicht auch nur des Fehlens angemessener Umgangsformen, die das Kind nicht gelernt hat.

Aggression von Pflegekindern ist ein durchgängiges Thema, das für Pflegeeltern immer wieder wichtig ist und gerade dadurch in Gefahr gerät, zu undifferenziert wahrgenommen zu werden. Aber die Erscheinungsform der Gewalt ist so vielfältig wie der Zweck, der mit dem Verhalten des Kindes verfolgt wird. Gewalt kann beabsichtigt oder unbeabsichtigt, gerichtet oder ungerichtet sein, sich gegen Menschen oder gegen Sachen richten. Die gleiche Handlung kann das Ziel haben, Distanz zu den Pflegeeltern zu schaffen oder das genaue Gegenteil ausdrücken: die Suche nach Nähe, die das Pflegekind sich selber nicht eingesteht, weil es die Ablehnung seines Wunsches befürchtet. Aggression kann Ausdruck von Macht gegenüber anderen und ebenso Ausdruck der eigenen Ohnmacht sein, und vielleicht auch nur des Fehlens angemessener Umgangsformen, die das Kind nicht gelernt hat.

Aggression ist ein aktiver Ausdruck, dessen Folgen für alle Beteiligten schwer zu verarbeiten und zu ertragen ist. Sie ist aber nur eine Form der Auseinandersetzung mit der sozialen Umwelt, und diejenige, die an dieser Stelle thematisiert werden soll.

Eine andere, hier nicht berücksichtigte Form, die aber zumindest kurz erwähnt werden muß, ist die lange nicht so belastende und daher bisher kaum hinreichend berücksichtigte stille Gewalt der Verweigerung, wie wir sie bei vernachlässigten Pflegekindern häufig antreffen. Auch diese Form der Kommunikation stellt Pflegeeltern vor schwierige Aufgaben.

Und eine dritte Form der Auseinandersetzung, oder besser gesagt: Nicht-Auseinandersetzung mit der sozialen Umwelt kann sehr belastend sein. Gemeint sind die Kinder, die immer ja sagen, die angepaßten, lieben, stillen Kinder, die jede Individualität vermissen lassen. Typische Opferkinder, die sich allzu sehr den Bedürfnissen der anderen anpassen.

Aggressives Handeln von Pflegekindern

Mit selbstverletzendem Verhalten setzt sich der Autor in einem weiteren Artikel auseinander. Siehe Richard M. L. Müller-Schlotmann

Aggressives Verhalten von Pflegekindern bedarf einer möglichst differenzierten und genauen Analyse. Die Fragen wogegen, wie, wo und wann sich Pflegekinder aggressiv verhalten, strukturieren die gewaltsame Konfliktlösung des Kindes. Aggressionen werden in der Regel anderen Menschen gegenüber geäußert, davon macht auch die Selbstaggression häufig keine Ausnahme. Verletzungen, die Kinder und Jugendliche sich selber beibringen sind Anzeichen für die innere Verzweiflung des Kindes und Ausdruck der Unfähigkeit, Probleme zu lösen.

Wenn wir von aggressiven Kindern sprechen, meinen wir aber in der Regel ein nach außen gerichtetes Verhalten des Kindes. Das aggressive Verhalten kann sich gegen bestimmte Menschen richten, einen Elternteil, ein anderes Kind, ein Geschwisterkind, manchmal auch eine Gruppe von Menschen, beispielsweise gegen alle Erwachsenen.

Das Kind kann sich seine Gegner sorgfältig danach aussuchen, ob sie schwächer sind als es selber, es kann aber auch, manchmal in näher bestimmbaren Situationen, spontan und reflexartig «ausrasten». Der offenen zwischenmenschlichen Aggression stehen Formen der Gewalt gegenüber, die auf eine psychische Verletzung des Gegners zielen, wie beim Stehlen oder Zerstören von fremdem Eigentum. Manche Kinder zerstören in ihrer Wut ihre eigenen Sachen, um ihren Affektstau abzubauen. Wie dies geschieht, können wir häufig beobachten. Wutanfälle, Schreien, Türenschlagen, sich prügeln, treten, zerstören sind unmittelbare Äußerungen der Wut.

Zur Analyse des kindlichen Verhaltens ist es von Bedeutung, wo das Kind sich aggressiv verhält.

Zur Analyse des kindlichen Verhaltens ist es von Bedeutung, wo das Kind sich aggressiv verhält. Es macht einen Unterschied, ob sich das Kind in der Freizeit, in der Schule oder im Kindergarten, in der Familie oder in mehreren Bereichen aggressiv verhält. Je nachdem, gegen wen sich die Gewalt richtet, spielen moralische Kriterien eine Rolle. Erwachsene schätzen es nicht, wenn Kinder ihre Wut am Schwächeren auslassen, greifen ein, wenn sie die Auseinandersetzung der Geschwister nicht mehr ertragen und nehmen wahrscheinlich ein Mädchen eher in Schutz als einen Jungen.

Besonders belastend ist es, wenn sich das Kind in der Kindertagesstätte oder in der Schule aggressiv verhält. Dann wird Aggression schon eher im Freizeitverhalten des Kindes geduldet, es sei denn, wir haben durch persönliche Beziehungen beispielsweise zu den Eltern des Opfers der kindlichen Aggression das Interesse zumindest an einem Stillhalteabkommen; das Opfer wird tabuisiert.

Die Frage, warum sich einige Kinder sehr aggressiv verhalten und andere nicht, läßt sich bisher nicht ausreichend beantworten. Es lassen sich aber einige Faktoren aufzeigen, die zu einem aggressiven Verhalten beim Kind beitragen.

Aggressives Verhalten von Pflegekindern läßt sich teilweise mit der Beziehungserfahrung des Kindes vor seiner Inpflegegabe erklären. Außerdem verhalten sich Pflegekinder zu bestimmten Zeiten des Integrationsprozesses auffällig aggressiv. Neben den bekannten Entwicklungsphasen, in denen viele Kinder im Rahmen ihrer zunehmenden Autonomieentwicklung auf Einschränkungen aggressiv reagieren, lassen sich bei Pflegekindern einige Zeitpunkte ausmachen, in denen es verstärkt Aggressionen äußert:

  • zu Beginn der Inpflegegabe
  • nach einer Zeit relativ ruhigen Zusammenlebens
  • bei der Ablösung von der Pflegefamilie
  • und im Zusammenhang mit Besuchskontakten mit den Herkunftseltern.

Beziehungserfahrungen des Kindes beeinflussen seinen Umgang mit Aggressionen und den Integrationsprozeß. Aufgrund der Beziehungsdynamik in der Primärbeziehung äußern mißhandelte Kinder offener und spontaner Aggressionen als vernachlässigte. Mißhandelte Kinder handeln mit der Impulsivität, die den Gefühlsausbrüchen ihrer Eltern (oder des mißhandelnden Elternteils) eigen ist. Ihr aggressives Verhalten ist häufig eine spontane Reaktion auf eine verzerrt wahrgenommene Wirklichkeit.

Das mißhandelte Kind mißtraut seiner sozialen Umwelt und ist sehr sensibel gegenüber Angriffen; es fühlt sich entsprechend schnell angegriffen und setzt sich zur Wehr. Bei Pflegekindern, deren Biographie den Pflegeeltern ja teilweise verborgen bleibt, wird besonders deutlich, wie wichtig es ist, das aggressive Verhalten in der Familie zu bearbeiten. Da einige Wutausbrüche mit den primären Beziehungserfahrungen des Kindes zusammenhängen, ist es sinnvoll und notwendig, die Äußerung von Aggressionen in der Familie einzuüben.

Angemessen mit Aggressionen umgehen

Mit aggressivem Verhalten umzugehen fällt besonders dann schwer, wenn der Anlaß für das Verhalten des Kindes kaum erkennbar ist. Alles unerwartete und alle unter Druck setzenden Forderungen von außen machen es den Pflegeeltern und dem Pflegekind schwer, gelassen an die Bearbeitung des unerwünschten Verhaltens heranzugehen.

Das Kind hat häufig über lange Jahre hinweg unter dem aggressiven Verhalten seiner Eltern oder eines Elternteils gelitten; es hat gelernt, seine Gefühle ebenso spontan, aber auch rücksichtslos zu äußern.

Einige Pflegeeltern bringen das aggressive Verhalten des Kindes sehr reflektiert mit dem eigenen Handeln in einen Zusammenhang. Sie nehmen ihre eigene Wut und Hilflosigkeit gegenüber dem wütenden Agieren des Kindes wahr und seine verstärkende Wirkung. Die Annahme der eigenen (gegen-) aggressiven Impulse ist eine wichtige Voraussetzung für das Verständnis des kindlichen Verhaltens. Zugleich kann es nicht darum gehen, sich in permanenten Selbstzweifeln an der eigenen Erziehungsfähigkeit zu zerreiben.

Die eigenen Anteile an der Entstehung der Wutgefühle beim Kind zu erkennen, sie vielleicht sogar zu thematisieren, ist sehr hilfreich. So kann dem Kind verdeutlicht werden, welche Reaktionen es durch sein aggressives Verhalten bei anderen Menschen auslöst.

Pflegeeltern müssen erkennen und akzeptieren, daß das problematische Verhalten beim Kind liegt. Nicht die Pflegeeltern, sondern das Kind verhält sich aggressiv. Die Klarheit dieser Erkenntnis schafft die notwendige Distanz, aus der heraus sich das Verhalten des Kindes bearbeiten läßt. Die eigenen Anteile an der Entstehung der Wutgefühle beim Kind zu erkennen, sie vielleicht sogar zu thematisieren, ist sehr hilfreich. So kann dem Kind verdeutlicht werden, welche Reaktionen es durch sein aggressives Verhalten bei anderen Menschen auslöst. Eine solche Rückmeldung muß sehr gefühlvoll formuliert werden; denn aus seiner Erfahrung kennt es die Zuschreibung einer Mitschuld an der Mißhandlung. Ziel der Beziehungsarbeit mit dem Kind ist, ihm ein selbstbestimmtes, selbstkontrolliertes Handeln zu ermöglichen. Dazu erscheint es notwendig, das aggressive Verhalten in die Familie zu verlagern. Dort können Konflikte effektiv und langfristig bearbeitet werden.

Die Familie bietet dem Kind einen geschützten Lernraum, in dem es umlernen und neues Verhalten ausprobieren kann. Allerdings ist eine verläßliche, intensive Beziehung eine wichtige Voraussetzung, um dieses Lernfeld zu schaffen. Der Beziehungsarbeit muß der Beziehungsaufbau vorangehen. Nur in einer sicheren Beziehung wird das Kind lernen und Veränderungen wagen: Erziehung ist ohne Beziehung nicht möglich.

Die Beziehungsarbeit in der Pflegefamilie läßt sich in fünf Phasen unterteilen. Die bedingungslose Annahme des Kindes mit seiner Verhaltensauffälligkeit - und fürsorgliche Zuwendung stehen am Anfang der Beziehung. Nach einer Intensivierung der Beziehung und einer ersten Bearbeitung seiner früheren Beziehungserfahrungen kann sich das Kind mit den Pflegeeltern identifizieren, sie als Verhaltensmodell übernehmen. Mit der Stärkung des selbstkontrollierten und verantwortlichen, autonomen Handelns des Kindes wird seine Selbständigkeit gestärkt und arbeiten die Pflegeeltern auf eine Ablösung von der Abhängigkeit des Kindes von ihnen hin, so daß nur noch eine mehr oder weniger sporadische Unterstützung notwendig ist.

Bezogen auf das aggressive Verhalten des Kindes spiegelt das schrittweise Vorgehen vom aggressiven Handeln über das aggressive Sprechen, das aggressive Denken hin zum kritischen Denken einen langen, manchmal mühevollen und auch mit Rückschritten durchzogenen Prozeß der Veränderung.

Für die Unterstützung des Kindes in diesem Prozeß bieten sich zwei Wege an, die wohl beide begangen werden müssen. Nicht immer ist es möglich, über Gespräche oder gemeinsames Tun die Wut des Kindes zu thematisieren. Konsequentes Handeln bei Regelverstößen gehört zum Erziehungsalltag. Dabei sollte vielleicht besonders auf einen Opferausgleich und eine in einem direkten Zusammenhang mit der Tat stehende Konsequenz geachtet werden. Insofern ist aggressives Verhalten von Kindern immer auch eine Herausforderung, der Pflegeeltern nicht ausweichen dürfen, die sie konstruktiv aufgreifen können und in der sie konsequent handeln, ohne das Kind in seiner Gesamtheit abzulehnen, wie dies viele betroffene Kinder erlebt haben.

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Es ist wichtig, die positiven Anteile der Wut herauszustellen, ihre Berechtigung nicht in Zweifel zu ziehen, im Nachhinein Situationen zu analysieren und positive Ansätze und Entwicklungen zu loben. Unterstützend kann die Wut des Kindes und die mit ihr zusammenhängenden Gefühle, besonders Trauer, zum Thema gemacht werden. Das Kind kann sich an einem Boxsack, durch Holzhacken, Schreien oder Laufen körperlich abreagieren. Es kann darin durch die Pflegeeltern direkt unterstützt werden: durch gemeinsames Schreien oder Einschlagen auf ein Kissen. Mit manchen Methoden kann das Kind auf die Bewältigung eines Wutausbruchs vorbereitet werden: Wenn das Kind merkt, das es wütend wird und am liebsten wieder um sich schlagen möchte, kann es sich selber beruhigen, indem es anfängt zu zählen oder darauf achtet, ruhig zu atmen.

Zum Autor: Richard M. L. Müller-Schlotmann

Literatur

Wittrock, M.: Pro-sozial. Entwicklung pro-sozialer Verhaltensweisen bei erziehungsschwierigen Kindern und die soziale Kompetenz der Erzieher. Behindert, 7, 1984, 18-23. Wittrock, M.: Ein Klima, das günstige Voraussetzungen für Lernen und die Entwicklung, "pro-sozialer" Verhaltensweisen bietet. In: Goetze, H./Neukäter, H. (Hg): Disziplinkonflikte und Verhaltensstörungen in der Schule, 1989, 42-45.

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