Sie sind hier

28.07.2022

Die Erziehung von entwicklungstraumatisierten Kindern in Pflegefamilien

Aufnahme entwicklungstraumatisierter Kinder ist eine persönlich wie professionell herausfordernde Eventualität jeder Fremdpflege. Häufig werden sich die Pflegeeltern darüber erst im Laufe der Pflege bewusst. Das vorgestellte Projekt „Qualifizierte Pflegschaft für entwicklungstraumatisierte Kinder“ baut auf dem im stationären Setting bewährten Konzept der professionellen sozialpädagogischen Arbeit mit entwicklungstraumatisierten Kindern und Jugendlichen des Institut für wirkungsvolle Sozialarbeit (iWS) auf und bietet frühzeitige und präventive Lösungen an.

Themen:

Die folgenden Informationen stammen aus einem realen Erstgespräch mit einer hilfesuchenden Pflegefamilie und wurden anonymisiert:

Stephanie ist 11 Jahre alt. Seit 6 Jahren ist sie bei einer Pflegefamilie bestehend aus Mutter, Vater, leiblichem Kind im Alter von 17 Jahren und Hund. Stephanie wurde als „willensstark“ an die Pflegefamilie vermittelt, die leibliche Mutter sei bemüht. Die ersten Monate mit Stephanie waren einfach, sie fügte sich den Abläufen und Regeln in der Pflegefamilie. Die Pflegeeltern machten sich dennoch Sorgen, weil Stephanie nicht belastbar war und bereits bei kleinen Aufgaben oder Änderungen im Tagesablauf in sich zusammenfiel. Sie fanden heraus, dass das Kind an fetalem Alkoholsyndrom litt. Zu den Lebensbedingungen Stephanies vor ihrem fünften Lebensjahr konnten die Pflegeeltern nichts weiter herausfinden, außer dass die Kindesmutter mit Stephanie und mehreren Männern zusammenlebte. Nach den ersten Monaten des Kindes in der Pflegefamilie verschlimmerte sich die Situation. Stephanie testete zunehmend aus. Außerdem führte sie die Pflegeeltern an ihre Grenzen, die sie nur schwer halten konnten: Als Ausdruck ihrer inneren Belastung warf sie bei bereits kleinsten Anforderungen oder Änderungen im Tagesablauf Spielzeug um sich, schrie und war nicht mehr ansprechbar. Die Pflegeeltern wurden zum Halt geben und Aushalten ermuntert. Über die Zeit wurden die destruktiven Verhaltensweisen von Stephanie schlimmer. Erst flogen Spielzeugautos, nun fliegt Geschirr und Besteck. Die Schreianfälle wurden zu Todesdrohungen gegenüber der Pflegemutter, die von ihr auch schon mit einem Messer bedroht wurde. Der Hund wird von ihr getreten. Aus Eigenschutz verlassen die Pflegeeltern nun den Raum, wenn Stephanie in Anspannung gerät.

1. Das Besondere im Blick

Auch wenn bei Stephanie das Vorhandensein eines Entwicklungstraumas nicht abschließend geklärt ist, sind ihre Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsdefizite charakteristisch. Den Pflegeeltern aus dem Fallbeispiel geht es wie vielen anderen Pflegeeltern, die von den Herausforderungen entwicklungstraumatisierter Kinder überrascht werden. Denn Entwicklungstraumata bei Kindern in Pflegefamilien kommen häufiger vor als man sich ausmalen mag. Zwischen 42% – 64% aller Pflegekinder kommen aus traumatisierenden Lebensbedingungen[1]. Eine fehlende oder unzureichende Vorbereitung und Begleitung der Pflegeeltern führt zu regelmäßigen Grenzerfahrungen, die das Familiensystem schädigen und die Abbruchwahrscheinlichkeit der Pflege erhöhen. Immerhin 48% aller Vollzeitpflegen in Fremdunterbringung werden abgebrochen[2]. Entwicklungstraumatisierte Kinder erfordern eine besondere Form der Erziehung, die im Gegensatz zur stark intuitiv, d.h. erfahrungsgeleiteten, organisierten Erziehung, wie sie z.B. bei leiblichen Kindern gelebt wird, durch eine verstärkt professionelle, d.h. aus einem Verständnis der Besonderheiten entwicklungstraumatisierter Kinder resultierende, Erziehung und Haltung gekennzeichnet ist.

Die Besonderheiten entwicklungstraumatisierter Kinder in der Vollzeitpflege

2.1 Kinder mit Entwicklungstraumata sind Anpassungsexperten

Entwicklungstraumatisierte Kinder sind Kinder, die in frühen und sensiblen Phasen ihrer Entwicklung (0-5 Jahre) von nahestehenden Menschen (Vater, Mutter, …) über längere Zeit hinweg misshandelt, sexuell missbraucht, vernachlässigt bzw. mangelernährt wurden, in psychische Verstörungen eingebunden waren oder traumatisierende Trennungen erleben mussten. Diese Kinder passen sich an diese lebensfeindliche Umwelt an und entwickeln Misstrauen in (v.a. erwachsene) Menschen sowie Entwicklungsdefizite und Verhaltensmuster, die wir als Auffälligkeiten wahrnehmen. Wichtig: Diese Kinder sind nicht per se krank, sondern haben mittels einer außerordentlichen Anpassungsleistung ihr emotionales, soziales und körperliches Überleben in einer lebensfeindlichen oder kranken Umwelt gesichert.

In der Praxis unterscheiden wir zur Einfachheit zwischen zwei Mustern: Auf der einen Seite gibt es Kinder, die in der Regel nicht außerordentlich problematisch auffallen, da sie in besonderem Maße angepasst, unsicher und gehemmt, ruhig bis verschlossen und antriebslos sind. Der Hilfebedarf kann hier unterschätzt werden, was spätestens bei der Verselbstständigung des Kindes mit Berufsfindung und Übergang in ein eigenverantwortliches Leben problematisch wird. Auf der anderen Seite gibt es Kinder, die in besonderem Maße bestrebt sind, autonom zu handeln, ihre Bedürfnisse mit allen Mitteln möglichst zeitnah umzusetzen, und eine ablehnende oder instrumentalisierende Haltung gegenüber Erwachsenen haben. Diese sogenannten „Knaller“ oder „Systemsprenger“ testen und reizen mit teils unglaublichem Feingefühl und Raffinesse die Grenzen der Pflegeeltern aus.

In Stephanies Fall ist uns wenig über ihre Lebensgeschichte, Entwicklungsverläufe und Muster bekannt. Das ist ein entscheidender Nachteil einmaliger oder später Unterstützungsanfragen im Vergleich zur gezielten und nachhaltigen Begleitung der Pflegeeltern von Beginn an, sodass man auch die Entwicklungsverläufe der Kinder kennt. Anhand der Schilderungen der Pflegeeltern können wir vermuten, dass Stephanie unter anderem in besonderer Form Sicherheit und Orientierung braucht, da bereits die kleinsten Änderungen in der Tagesstruktur ihr psychisches System überladen. Sie gerät außerdem leicht in Überforderungssituationen, in denen sie auf massive Verhaltensmuster zurückgreift, um der Situation zu entgehen oder sich zu schützen. Dies greifen wir in der Entwicklung pädagogischer Methoden auf und entwickeln Lösungen, die für die Familie zur Stabilisierung und Entlastung anwendbar ist und gleichzeitig die Entwicklung des Pflegekindes unterstützt.

2.2 Die Besonderheiten in der Erziehung entwicklungstraumatisierter Kinder

Pflegeeltern wird oft nicht bewusst gemacht, dass sie sich in einem (zugegeben äußerst spannenden) sozialpädagogischen Arbeitsfeld bewegen. D.h., sie stehen vor ähnlichen Aufgaben und Herausforderungen wie spezialisierte Fachkräfte wie Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen. Dies trifft umso mehr zu, wenn das aufgenommene Kind entwicklungstraumatisiert ist. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist recht hoch. Das umfassende Spektrum der sozialpädagogischen Aufgaben hier dazustellen und zu erklären wäre zu umfangreich und deshalb werden im Folgenden zwei bedeutsame Besonderheiten hervorgehoben.

Erstens, entwicklungstraumatisierte Kinder brauchen in besonderem Maße Sicherheit und Orientierung. Dies fängt mit wiederholenden, d.h. vorhersehbaren, Tagesstrukturen an, geht über tägliche Rituale, wie z.B. beim Zubettgehen, und führt bis zu besonderen pädagogischen Maßnahmen für die jeweiligen Besonderheiten des Kindes. Über die Ruhe im Außen kommen die Kinder so (langsam) zur Ruhe im Inneren. Für Stephanie war es hilfreich ein Ritual zum Morgen einzuführen, durch das sie frühzeitig erkennen konnte, ob der heutige Tag normal oder besonders sein wird. So konnte sich ihr System berechenbar und frühzeitig darauf einstellen, und die Entlastung war schnell nach Einführung der Maßnahme für die Familie zu spüren.

Zweitens, entwicklungstraumatisierte Kinder brauchen Umwelten und daher auch Pflegeeltern, die ihnen ermöglichen, Entwicklungsdefizite aufzuholen, ihre Persönlichkeit zu stabilisieren und zu entwickeln, ihre destruktiven Verhaltensweisen umzulernen, Selbststeuerung zu erlernen und ihre altersgerechten Entwicklungsaufgaben zu bewältigen. Mit überspitzten Worten: Sie brauchen „Super-Pflegeeltern“. In den Rahmenstrukturen des aktuellen Systems und ohne Ausbildung oder professionelle Begleitung ist das für Pflegeeltern unrealistisch und kann zur Aufopferung der Pflegeeltern führen. Um den Anforderungen nachzukommen, brauchen Pflegeeltern mehr. Die Notwendigkeit zur Unterstützung gibt es auch im geschilderten Fall von Stephanie. Das „Aushalten“ ohne pädagogische Methode verstärkt bei entwicklungstraumatisierten Kindern in der Regel die Verhaltensauffälligkeiten. Die Muster, in geschilderten Fall das Werfen von Gegenständen, verfestigen sich. Und ab einer bestimmten Altersschwelle (i.d.R. Pubertät), ist vieles nicht mehr zu ändern und verschlimmert sich massiv, so fliegen nun Messer unter Todesandrohung statt früher Spielzeugautos. Mit einer engagierten Haltung, der Bejahung des semi-professionellen Anspruchs zur Erziehung entwicklungstraumatisierter Kinder, einer bedarfsgerechten Ausbildung und darauf aufbauenden Begleitung ist Vieles möglich. So können (teils schwerwiegende) Fehler vermieden, Stabilität sowie Entlastung in der Pflegefamilie erreicht, und Raum für Pflegekind und Pflegefamilie geschaffen werden.

2.3 Professionelle Erziehung in Pflegschaft

Hierzu gehört zum Beispiel ein fachlich organisierter pädagogischer Prozess, der mit Entwicklungszielen stattfindet. Die Entwicklung von und Arbeit an Entwicklungszielen geschieht unter Begleitung der Pflegeeltern und zusammen mit dem Kind, damit das Kind erfährt, dass die Entwicklungen wertvoll sind. Aus den dadurch entstehenden Vorstellungen werden Konzepte entwickelt, die über eine längere Zeit den Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit mit dem Kind definieren und auf das sich die Pflegeeltern im Alltag konzentrieren können. Für die Kinder wird es schnell zur Normalität und sie freuen sich auf die nächsten Ziele. Das pädagogische Handeln verstärkt dieses Erleben (Mimik und Gestik, Lob und Anerkennung, Zeremonien, …). Dazu braucht es anspruchsvolle Pflegeeltern, die sich mit der sozialpädagogischen Arbeit in einem neuen Tätigkeitsfeld verwirklichen wollen, und die die Ausbildung und Begleitung als wertvolle Ergänzung ihres Pflegealltages erleben. Hierbei ist es für die Begleitung wichtig anzuerkennen, dass Pflegeeltern ihren größten Schatz, ihre Familie, öffnen und sie mit der entsprechenden Hochachtung den Pflegeeltern gegenübertreten sollten. Denn: Niemand lässt sich gerne reinreden, wie man (seine) Kinder erziehen sollte. Das Spannungsverhältnis muss durch in der Ausbildung aufgebautes Vertrauen und das gemeinsame Ziel, die bestmögliche Entwicklung der aufgenommenen Kinder, entspannt werden. Deswegen baut das im Folgenden kurz dargestellte Projekt auf das Zusammenspiel von Ausbildung und Schulung einerseits und Beratung und Begleitung auch in Krisenzeiten andererseits auf – alles aus einer Hand.

Das Projekt „Qualifizierte Pflegschaft für entwicklungstraumatisierte Kinder“

Im vergangenen Jahr wurde vom Institut für wirkungsvolle Sozialarbeit e. V. (iWS) das Projekt „Qualifizierte Pflegschaft für entwicklungstraumatisierte Kinder“ (PEK) mit dem Ziel ins Leben gerufen, Pflegeeltern in die Lage zu versetzen, in ihrer Familie für das Wohlergehen und die Entwicklung von entwicklungstraumatisierten Kindern zu sorgen. Das Projekt ergänzt die Leistungen von Pflegekinderdiensten um den Schwerpunkt auf entwicklungstraumatisierte Kinder und den spezifisch dafür entwickelten Konzepten und Angeboten. Zum Leistungsangebot gehören:

  • Private und auf Wunsch anonyme Erziehungsberatung von Eltern und Familien in komplexen Problemlagen
  • Fachberatung und Begleitung für aktive Pflegeeltern von Kindern mit vermutetem oder nachgewiesenen Entwicklungstrauma
  • Ausbildung und Schulungen zur Erziehung entwicklungstraumatisierter Kinder

Diese Leistungen können entweder privat oder über das Recht der Pflegeeltern nach Begleitung gem. § 37a SGB VIII über das Jugendamt bzw. den Pflegekinderdienst in Anspruch genommen werden. Für mehr Infos kontaktieren Sie uns gerne direkt oder über unser Kontaktformular. Alle Informationen hierzu finden Sie auf unserer Website: http://www.iws-pflegeeltern.de.

Aus der Liebe zum Kind professionell handeln

Eher in Gesprächen mit Fachkräften als mit Pflegeeltern wird ab und zu eingewandt: Widerspricht das nicht meiner bedingungslosen Liebe zum Pflegekind?

Nein. Aus der Liebe zum Kind professionell handeln, lautet die Devise. Es heißt, das Pflegekind wie die eigenen behandeln und lieben zu dürfen. Und es heißt auch, aus der Liebe zum Kind professionell zu handeln und sich dadurch mehr Raum für liebevolle Zeit und Erfahrungen zu schaffen.

Das heißt, mein Pflegekind wird anders behandelt als meine leiblichen Kinder?

Nein und ja. Nein, weil das Pflegekind sich an dieselben Regeln und Abmachungen (alters- und entwicklungsgerecht) halten muss, wie Ihre leiblichen Kinder. Ja, weil um das zu schaffen, benötigt das Pflegekind besondere Unterstützung und Professionalität, die Ihre leiblichen Kinder in der Regel nicht brauchen.

Verfasser:

Dr. Paul Neumann, Projektleitung Qualifizierte Pflegschaft für entwicklungstraumatisierte Kinder

Anne Hoffmann, Geschäftsleitung Institut für wirkungsvolle Sozialarbeit e.V.

Fußnoten

[1] Vgl. Kindler, Heinz (Hg.) (2011): Handbuch Pflegekinderhilfe. München: DJI, Dt. Jugendinst, S. 183f.

[2] Vgl. Van Santen, E., Pluto, L. & Peucker, C. (2019). Pflegekinderhilfe – Situation und Perspektiven. Empirische Befunde zu Strukturen, Aufgabenwahrnehmung sowie Inanspruchnahme (Pflegekinderforschung, 1. Auflage). Weinheim: Beltz Juventa, S. 57f.

Das könnte Sie auch interessieren

Fachartikel

von:

Selbstschädigung und Bedeutung

Was ist der Auslöser, die Zielsetzung und Wirkung selbstschädigenden Verhaltens bei Kindern in Adoptiv- und Pflegefamilien? Von Dr. phil. Richard M. L. Müller-Schlotmann
Studie

von:

Einmal Opfer – immer Opfer?! – Nein danke!

In Zusammenarbeit mit PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. ist das übergeordnete Ziel des Forschungsverbundes »EMPOWERYOU«, Kinder und Jugendliche in Pflege- und Adoptivfamilien bei der Bewältigung früherer traumatischer Erfahrungen zu unterstützen und dem Risiko zukünftiger Mobbing- und Gewalterfahrungen entgegenzuwirken. Hierfür werden im Laufe von vier Jahren (Projektbeginn Anfang 2019) verschiedene Teilprojekte durchgeführt und vielseitige Fragestellungen untersucht.
Fachartikel

von:

Traumatisierungen von Kindern infolge häuslicher Gewalt

Was geschieht, wenn ein Kind überwältigenden Erfahrungen ausgeliefert ist und niemanden hat, der es vor schwerer Angstüberflutung wirksam schützt? In dieser extremen Belastungssituation sind wegen der unerträglichen Angstüberschwemmung alle normalen Anpassungsstrategien völlig überfordert.
Fachartikel

von:

Die Pflegeeltern als sichere Basis für das vernachlässigte oder misshandelte Kind

Die zentrale Prämisse der Bindungstheorie lautet: Jedes Kind – also auch und insbesondere das von schlimmen Vorerfahrungen gezeichnete Pflegekind – benötigt eine liebevolle Bindung zu einem Trost spendenden Menschen, in dessen Gegenwart es sich geborgen, gehalten und geschützt fühlt. Für seine gesunde emotionale Entwicklung benötigt es eine sichere Basis, zu der es bei Gefahr fliehen und von der aus es die Welt erkunden kann. Dieses drängende grundlegende Bedürfnis kommt aus dem Kind selbst in seiner extremen Abhängigkeit. Auf Sicherheit in Beziehungen ist es in ganz besonderer Weise angewiesen.
Fachartikel

von:

Schütteltrauma - ein unbekannte Form der Kindesmisshandlung !? Oder- bitte nicht schütteln

Eine Arbeit von Rechtsanwältin Dr. Gudrun Doering-Striening über die Schwierigkeiten, das Schütteltrauma als rechtlich zu wertende Kindesmisshandlung mit dem Recht auf Opferentschädigung zu verstehen.
Fachartikel

von:

Sekundäre Traumatisierung bei pädagogischen Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe

Sekundäre Traumatisierung beschreibt das Phänomen von Übertragung posttraumatischer Stresssymptome auf professionelle HelferInnen, die mit durch Gewalt, Vernachlässigung, Krieg im Herkunftsland und Verlust von Bezugspersonen traumatisierten Kindern und Jugendlichen arbeiten.
Fachartikel

von:

Verlaufsmodell zur Inobhutnahme von Kindern in "Familiärer Bereitschaftsbetreuung" (FBB)

Muss ein Kind aufgrund einer akuten Kindeswohlgefährdung in Obhut genommen werden, bietet eine Familiäre Bereitschaftsbetreuungsstelle (kurz: FBB-Stelle) Schutz und Sicherheit, bis die weitere Situation des Kindes geklärt ist. Das hier gezeigte Verlaufsmodell bezieht sich auf die Arbeit mit Kindern im Alter zwischen null und fünf Jahren, die eine Traumatisierung erfahren haben.
Bericht zur Veranstaltung

Bericht über die Fachtagung "Wenn frühe Hilfen nicht greifen. Unterbringung von Klein(st)kindern"

Am 12.-13.Nov. fand in Berlin die o.a. Fachtagung statt. Die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik hat nun eine Zusammenfassung der Tagung veröffentlicht.
Fachartikel

von:

Wenn die Wunde verheilt ist, schmerzt die Narbe. Frühkindliche Traumatisierungen und die Folgen.

Auswirkungen von innerfamiliäre Gewalt in der Kindheit als Narben auch noch im Erwachsenenleben - ein Artikel von Alexander Korittko.
Fachartikel

von:

Angststrukturen im Kopf

Aggression und kindliche Gewalttätigkeit ihrer Pflegekinder sind eines der auffälligsten Verhalten, mit dem Pflegeeltern umgehen müssen. Wenn sie schreien und brüllen, den Kopf an die Wand schlagen oder mit einem Hammer auf die liebsten Spielsachen einschlagen, hat es gewöhnlich auch nichts mit dem Trotz zu tun, den Kinder für ihre Ich-Entwicklung brauchen. Fachartikel von Kathrin Barbara Zatti