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31.07.2021
Erfahrungsbericht

Der Ritt auf dem roten Elefanten

Als unser Neffe und unsere Nichte zu uns kamen.

Der Tod kam plötzlich und völlig überraschend. Mit gerade 30 Jahren glaubt man doch noch. Sie machte sich stets Sorgen um und für andere Leute. Nicht wenige benutzten sie als ihren „seelischen Mülleimer“, doch auf sich selbst hat Ina nicht geachtet, sie war sich zu unwichtig. Nur so kann ich mir erklären, daß sie ihre immer stärker werdenden Beschwerden nicht ernst nahm. Ina lebte alleinerziehend mit ihren beiden Kindern Simon, 6 Jahre und Leonie , 5 Jahre, in einer Hochhaussiedlung. Obwohl wir Schwestern uns aufgrund der unterschiedlichen Wohnorte nicht so häufig sahen, hatten Ina und ich doch eine intensive Beziehung zueinander. Ich sah sehr wohl, wie Ina sich in ihrer Wohnung verkroch und die Kinder oft tagelang nicht herauskamen, doch sie ließ sich nur ganz selten in ihre Seele schauen. Immerhin hatte sie jedoch bemerkt, dss sie in gewissen Lebenslagen einen Rat gebrauchen könne und sich einer Selbsthilfegruppe angeschlossen (obwohl sie fand, den anderen Mitgliedern mit ihren Problemen lästig zu werden). Von Selbstzweifeln zernagt suchte sie häufig einen Grund, die Gruppentreffen zu umgehen.

Mein Mann Jörg und ich konnten sie zumindest davon überzeugen, ab und an Wochenende bei uns zu verbringen, so dass sie sich ein wenig vom Alltagsstress erholen konnte. Simon und Leonie genossen diese Tage sichtlich, wuchsen sie doch mit Ina in einer komplizierten Mutter-Kind Beziehung auf, da Ina oft mit sich selbst beschäftigt war. Die zwei hatten es oft schwer mit ihrer Mutter. Auf der einen Seite war sie sehr liebevoll und fürsorglich, auf der anderen Seite jedoch chaotisch (die Wohnung war oft ein „Schlachtfeld“, sie bekam das Aufräumen einfach nicht hin) und ungeduldig (Simon und Leonie wurden häufig angeschrien). Die Kinder reagierten auf diese schwierige Lebenssituation auf ihre eigene Weise. Leonie forderte große Aufmerksamkeit, so konnte sie mit drei Jahren kaum sprechen und teilte sich durch heftigste Wutanfälle mit. Durch ihren geringen Wortschatz und einer sehr schlechte Aussprache bedingt, die oft nur Ina zu deuten wußte, hatte Leonie Probleme, sich in den einfachsten Alltagssituationen zurechtzufinden. Leonie lebte in ihrer eigenen kleinen Welt, die sie sich wohl als Schutzreaktion aufgebaut hatte. Wurde sie gefordert, so schrie sie derart laut, dass man hätte meinen können, sie würde verprügelt. Oder sie biß sich einfach in Ina’s Arm fest.

In der Wohnung herrschte das Chaos. Mit Rollern, Dreirad und anderen Fahrzeugen bahnten sich die Kinder den Weg durch Haufen unsortierter Wäsche. Ina war derart überfordert, dass ihre Kinder ziemlich orientierungslos und ohne Entwicklungsanregungen in der Wohnung „abhingen“. Wurde es durch das Tun der Kinder turbulent und laut in der Wohnung, so zog sie sich zurück, ließ sie gewähren und bedauerte sich selbst als schlechte Mutter. In dieser Hinsicht ist sie es wohl auch gewesen. Simon ist das älteste Kind und stand beobachtend am Rande, still und in sich gekehrt, stets schüchtern in der Kontaktaufnahme zu fremden Personen. In ihm und auch in Leonie spiegelte sich das Leben mit Ina wieder.

Wir atmeten erleichtert auf, als Leonie in den Kindergarten kam und die Erzieherinnen Ina gut zuredeten und Leonie so zur Sprachtherapie kam. Der Kindergartenbesuch tat Leonie sichtlich gut, das Zusammenleben erschien nach Außen hin einfacher zu werden, da Ina jetzt auch noch andere Ansprechpartner fand. Simon besuchte nun das erste Schuljahr und auch er schien ausgeglichener. Gerade in dieser Situation, als sich das Leben der drei zum Positiven wandte und Ina, dadurch, daß die Kinder morgens gut untergebracht waren, nun endlich Zeit und Ruhe für die Banalitäten des Alltags finden konnte - aufräumen, putzen etc.( es war tatsächlich aufgeräumt als wir sie im Herbst besuchten ), schlug das Schicksal zu.

Erster Tag

Simon feierte seinen 7. Geburtstag. Da wir an dem Wochenende umzogen, konnten wir nicht zu ihm fahren. So telefonierten wir miteinander. Sie selbst hätte eine leichte Erkältung, sagte Ina, so dass Simon keine Kinder einladen durfte. Die Party würde aber nachgeholt. Simon war enttäuscht und machte dies auch lautstark deutlich. Wir waren zu dem Zeitpunkt aber so mit unserem Umzug beschäftigt, dass wir dem keine Beachtung gaben.

Während wir also unsere Kisten schleppten, ereigneten sich dramatische Situationen, von denen wir erst im Nachhinein erfuhren. Ina war zu Hause zusammengebrochen und hatte von sich aus einen Notarzt kommen lassen. Dieser verließ Ina wieder mit der Empfehlung, sich zu schonen und die Erkältung auszukurieren.

Zweiter Tag

Als Ina am nächsten Morgen nochmals zusammenbrach, rief sie unsere Mutter an, um sie um Hilfe zu bitten, was für Ina im höchsten Maße ungewöhnlich war. So beeilte sich Mutter zu ihr zu kommen und fand Ina in einem schlimmen gesundheitlichen Zustand. Simon und Leonie waren verstört und standen völlig hilflos in der Ecke. Sie hatten sich nicht getraut, auch nur einen Mucks von sich zu geben und warteten nun verängstigt ab, was kam. Ina litt unter schwerer Atemnot und Mutter rief den Notarzt und Rettungswagen. Nach kurzer Diagnostik wurde Ina abtransportiert. Mutter nahm die Kinder und fuhr dem Krankenwagen hinterher. In der Notfallambulanz mußten die Kinder dann mit ansehen, wie ihre Mutter intubiert und sediert an ihnen vorbeigeschoben wurde. In der Klinik hatte sich herausgestellt, dass ein Lungenflügel bereits zusammengefallen und der andere voll Wasser stand. - Das war das letzte, was Leonie und Simon von Ina sahen. –

Verzweifelt und laut weinend klammerten sie sich an ihrer Oma fest, die selbst völlig fertig war. Was sollte nun geschehen? Mutter brachte die Kinder wieder nach Hause und mein Bruder kam, um sie zu betreuen, während meine Mutter und mein Vater abwechselnd bei Ina auf der Intensivstation waren. Am späten Nachmittag rief mich meine Mutter an. Eine Weile hörte ich nichts anderes als ein lautes Schluchzen am Telefon. Als sie sich gefasst hatte, schilderte Mutter knapp die Situation und erzählte, dass die Kinder bei ihr seien. Es war mir schnell klar, dass sie mit den beiden, der Krankheitssituation und dem Umherfahren zwischen den verschiedenen Stadtteilen bereits total überfordert war. Ich rief mein Mann auf der Arbeit an, er kam kurze Zeit später und wir fuhren sofort zu unserer Mutter. Als wir dort eintrafen, bot sich uns ein Bild des Jammers. Mutter öffnete mit tiefen Rändern unter den Augen die Tür. Leonie und Simon kamen uns nicht wie sonst entgegen gestürmt. Sie standen im Raum und schauten uns unendlich traurig und hilflos an. Es schnürte uns die Kehle zu, nicht ein Wort konnten wir sprechen. Es herrschte eine Zeitlang beklemmende Stille. Die Sachen der Kinder standen gepackt im Flur. Wir fuhren dann gemeinsam zu meinem Bruder, der noch eine Weile auf die Kinder achtete und wir beide fuhren ins Krankenhaus. Wir mußten lange warten, bis wir endlich zu Ina durften. Es ging ihr dermaßen schlecht, dass der behandelnde Arzt keine Hoffnung hatte. Wenn überhaupt, so könnte Ina ihre Kinder frühestens in einem Jahr wieder versorgen.

Eine Weile standen wir weinend an Ina’s Bett. Die Anzahl der angeschlossenen Geräte, die Geräusche, das gesamte Umfeld war erschreckend. Da der Arzt meinte, daß Ina durchaus in der Lage sein könnte uns zu hören und somit wahrzunehmen, nahm ich ihre Hand durch den Kabelwust und drückte sie fest. Dann beugte ich mich zu ihr und flüsterte, dass sie sich keine Sorgen machen solle, Leonie und Simon würden mit zu uns kommen. Dann mußten wir gehen. Ich konnte diese erdrückende Situation einfach nicht mehr ertragen. An diesem Abend habe ich meine Schwester zum letzten Mal gesehen. Ich hoffe, daß sie meine Worte wirklich hörte. Die armen Kinder, dachte ich. Sie waren einfach so in diese Situation gestoßen worden und natürlicherweise nun vom Anblick der vielen weinenden Verwandten verstört und verängstigt. So viele Eindrücke stürzten auf sie ein und warfen sie aus der Bahn.

Als wir die Kinder bei meinem Bruder abholten, sprachen sie zunächst kein Wort. Plötzlich begann Simon bitterlich an zu weinen.„Und was ist jetzt, wenn Mama aufwacht? Sie weiß doch gar nicht wo wir sind und ist dann traurig.“ Jörg fuhr auf einen Parkstreifen. Da standen wir nun und versuchten dieses kleine Wesen davon zu überzeugen, daß „alles wieder gut wird“, und Ina es wüßte, da ich es ihr gesagt hatte. So eine blödsinnige Floskel, „alles wird wieder gut“. „Alles wird anders“ hätten wir stattdessen sagen können.

Zu diesem Zeitpunkt waren Jörg und ich zwei Jahre verheiratet und standen am Beginn unserer eigenen Familienplanung. Es war für uns nie eine Frage gewesen, Kinder zu bekommen, wir wünschten uns welche und hatten uns gerade aus diesem Grund eine Wohnung mit Garten und „Arbeitszimmer“ gesucht. Dass dieser Raum nun so schnell in ein Kinderzimmer umfunktioniert werden sollte, daran hatten wir jedoch nicht im Traum gedacht. Die weitere Fahrt nach Hause verlief schweigend, jeder hing seinen eigenen Gedanken nach Als wir ankamen, waren Leonie und Simon bereits vor Erschöpfung eingeschlafen. Jörg trug sie in unser Schlafzimmer und legte sie auf die Matratze. Kaum ein Möbelteil stand an seinem richtigen Ort, geschweige denn eine der Kisten war ausgepackt. So saßen wir die ganze Nacht über in dem Zimmer, das im Endzustand die Küche werden sollte und fragten uns, was nun geschehen sollte. Wir arbeiteten beide und zudem war Simon schulpflichtig.

Wir haben in dieser Nacht wohl eine der wichtigsten Endscheidungen unseres gemeinsamen Lebens getroffen. Am Morgen stand fest, Simon und Leonie würden bei uns bleiben. Erst mal für ein halbes Jahr, und dann... die Festlegung des Zeitrahmens wurde uns jedoch schneller als erwartet abgenommen.

Dritter Tag

Am nächsten Tag lichteten wir das Chaos und versuchten das "Arbeitszimmer“ einigermaßen gemütlich herzurichten. Leonie und Simon wachten in einer für sie fremden Umgebung auf. Das einzig Vertraute waren wir und für Simon der Kuschelhase, den er von Ina zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Dieses Stofftier ist für Simon auch heute noch ein wichtiges Relikt aus seiner Zeit mit Ina. Fest an sich gedrückt, konnte man Simon wochenlang nur mit diesem Hasen sehen.

Dass sich Trost und Halt in Kleinigkeiten manifestiert konnten wir durch die Kinder noch so einige Male erfahren, denn nicht nur sie erlitten einen großen Verlust, ich litt genauso und schöpfte wahnsinnig viel Kraft von Jörg, der seine Mutter einige Jahre zuvor verlor und sich dadurch intensiv mit dem Thema Tod auseinandergesetzt hatte. Es war mir einfach eine Entlastung, offen mit Jörg über das für meine Familie „Unaussprechliche“, das Thema Sterben und Tod zu reden. Die Gespräche mit Jörg gaben mir Kraft für die Kinder. In dieser Zeit sind Jörg und ich uns bedingungslos nah gekommen. Wir mußten uns absolut aufeinander verlassen, um mit der Situation klar zu kommen. Sicher, man sagt so leicht dahin, „wir stehen zueinander, egal was kommt“, aber in einer solchen Situation zu bestehen, kostet wahnsinnig viel Kraft und beschränkt das eheliche Zusammensein eine lange Zeit lang auf die Organisation des gemeinsamen Haushaltes, Kochen, Waschen, Bügeln.....und nicht zuletzt waren ja da auch noch zwei kleine Menschenkinder, die bis ins Tiefste erschüttert waren und eine große Portion Seelenpflege brauchten. Zu unserem Glück arbeitete ich zu dieser Zeit als Erzieherin in einer Kindertagesstätte und konnte Leonie und Simon problemlos mit zur Arbeit nehmen. Es war ganz unglaublich, wieviel es zu organisieren galt, um unser Zusammenleben zu regeln.

Um überhaupt irgendwie mit der Haushaltsführung, der Arbeit und noch der sinnvollen Organisation des Lebens mit den Kindern klarzukommen, schrieben wir oft lange Listen. Schreibt man erst einmal nieder, welche Dinge zu erledigen sind, so fällt es einfacher Prioritäten zu setzen. Und viele Dinge, die zuvor fast kaum zu bewältigen schienen, sind auf einmal unbedeutend im Vergleich. Auf jeden Fall haben wir dadurch viel über uns selbst erfahren. Ich kann jedem empfehlen sich einmal hinzusetzen und die seiner Meinung nach wichtigen Dinge des Zusammenlebens, egal ob mit oder ohne Kinder, niederzuschreiben. Konsens aus dem ganzen Haufen Ballast wird meist bleiben, daß doch alles anders läuft und man sich in vielen Dingen von seinem Gefühl leiten läßt - meist das Beste, sonst verrennt man sich in die organisatorischen Fragen und hat kaum Platz für Zwischenmenschliches .

Vierter Tag

Am nächsten Tag gab es keine Neuigkeiten von Ina. Ihr Zustand war weiterhin kritisch. Wir meldeten Simon vorläufig von der bisherigen Grundschule  ab und fragten an der hiesigen Grundschule nach einem Platz für ein „Besucherkind“ nach. Es war uns da schon bewußt, daß Simon ein Besuchskind zum Bleiben werden würde. Und Simon spürte es auch. Mit seinen sieben Jahren war er unheimlich feinspürig. Ich sprach an diesem Tag mit meiner Freundin Jutta und sie redete mir zu, mit Simon und Leonie offen zu reden. Beide wüssten um den Zustand ihrer Mutter und wüßten es doch nicht. Man kann sich nur mit etwas auseinandersetzen, von dem man etwas weiß. Dies meinte auch der behandelnde Arzt von Ina. Er hatte meine Mutter gefragt, ob wir nicht eine Kassette besprechen könnten, die Ina dann vorgespielt werden sollte. Endlich konnten wir etwas tun! Die Kinder waren begeistert. Simon bemerkte zwar, daß Ina doch schlafen würde und es nicht hören kann, doch ich konnte seine Zweifel ganz einfach zerstreuen. Ich forderte Simon und Leonie auf die Augen zu schließen. Dann sollten sie sich ihre Lieblingsspeise, Pizza, vorstellen.„Und“, fragte ich, „könnt ihr die Pizza sehen?“ Beide bejahten, Leonie leckte sich sogar die Lippen.„Seht ihr“, sagte ich, „genauso ist es zur Zeit mit Ina; sie kann jetzt zwar nicht sehen und sprechen, aber sie kann hören und davon träumen.“ Wir liehen einen Recorder aus, unserer war irgendwo in einer der zahllosen Kisten, und ich ließ die Kinder erzählen, was ihnen einfiel. Simon beschrieb detailgenau unsere neue Wohnung und Leonie sang mehrere Lieder, die sie im Kindergarten gelernt hatte, wenn auch nur bruchstückhaft. Dann packte sie der Eifer und beide malten viele Bilder. Jörg brachte die Kassette ins Krankenhaus und Ina hörte sie mehrmals über einen Walkman. Ich hoffe, sie hörte es wirklich. Die Bilder von Leonie und Simon wurden im Zimmer aufgehängt. Die beiden wirkten zum ersten Mal seit sie bei uns waren gelöst und zufrieden. Sie hatten endlich etwas tun dürfen und waren beteiligt.

Als wir an diesem Abend beim Essen saßen herrschte eine offene und stimmige Atmosphäre.

Es entwickelte sich ein Gespräch, das in etwa folgendermaßen ablief:

Simon: “Wie ißt eigentlich Ina, verhungert die jetzt?“

Jörg:“ Nein, sie hat einen Schlauch heruntergeschluckt, der ist winzig klein. Dadurch bekommt Ina etwas zu essen.“

Leonie: “Tut das weh?“

Jörg :“Nein, Ina schläft doch.“

Leonie: “Warum?“

Ich:“ Ina ist ganz schlimm krank. Wenn sie wach wäre, würde ihr Körper ganz weh tun. Deswegen haben die Ärzte ihr ein Medikament gegeben, damit sie schläft.

Simon: “Deswegen kann sie also nicht telefonieren.“

Ich: “Genau. Sie kann jetzt auch nicht sehen und sprechen. Aber sie kann etwas Träumen.“

Simon: “Ja, was auf der Kassette ist.“

Jörg: “Ina weiß, daß ihr bei uns seid, und das wir jetzt auf euch aufpassen.“

Leonie: “Wann kommt Ina?“

Ich: “Jetzt kann sie nicht kommen, weil sie krank ist. Manchmal kommt es vor, daß ein Mensch so krank ist, daß auch die Ärzte nichts tun können.“

Leonie: “Die sind doof!“

Jörg: “ich finde das auch doof, wenn die nichts tun können. Aber sie geben sich ganz viel Mühe. Es kann aber trotzdem passieren, daß Ina nicht mehr gesund wird und dann stirbt.“

Simon: “Und dann?“

Jörg:“ Dann kommt sie in den Himmel und trifft meine Mama, die kennt sie noch von früher.“

Simon :“Und Uroma.“

Das Gespräch war zu Ende. Kurze Zeit später sollte sich herausstellen, daß es uns eine große Hilfe sein würde. Ganz selbstverständlich hatten die Kinder die Vergänglichkeit unseres Seins akzeptiert. Doch wie würde es sein, wenn es sie selbst beträfe?

Fünfter Tag

Inas Zustand verschlechterte sich und Mutter rief an, um mitzuteilen, daß das „Schlimmste“ erwartet würde. Wir waren schockiert. Was, wenn... doch unser Entschluß stand bereits fest. Wir hätten die Kinder nicht nur für die Dauer der Genesung genommen, sondern auch für immer. Welch ein gewichtiges Wort „immer“. Wie vergänglich es sein kann, zeigte uns Ina.

Sechster Tag

Am Nachmittag des folgenden Tages klingelte das Telefon und ich wußte schon bevor ich abhob, was nun kam. Ich schickte die Kinder in den Garten und hob ab. Ina hatte den Kampf verloren. Auch eine Notoperation hatte sie nicht retten können. Ich rief Jörg an und fuhr dann mit meiner Tante ins Krankenhaus. Den Kindern erklärten wir, daß es Ina ganz schlecht ginge und wir nun dorthin müßten. Wir hatten beschlossen, es den Kindern in Ruhe zu sagen. Ob die Entscheidung richtig war? Ich weiß es nicht. Im Nachhinein denke ich, wurde ihnen ein Stück vom Abschiednehmen geraubt, da der Sarg geschlossen werden mußte, und sie Ina nicht mehr sehen konnten. Ich mußte aber selbst so viele Gedanken sortieren, dass ich den beiden keine Stütze gewesen wäre.

Im Krankenhaus traf ich meine Eltern und Ulf. Gemeinsam nahmen wir Abschied. Mutter war zum Schluß bei ihr gewesen. Ganz friedlich lag Ina da, alle Anspannung war aus ihrem Gesicht gewichen. Dieser Moment des Abschiednehmens hatte etwas feierliches an sich. Ich fuhr wieder zurück. Jörg hatte inzwischen über einen Priester eine Trauerberaterin gefunden, die am nächsten Morgen kommen wollte. Anschließend wollten wir mit Leonie und Simon sprechen. Jörg konnte in dieser Situation die klareren Gedanken fassen. Ich war ja viel zu sehr mit meiner eigenen Trauer um meine Schwester beschäftigt und wäre nie auf die Idee gekommen, den Rat einer Trauerberaterin zu erbitten. Dieses Gespräch war eine sehr gute Vorbereitung für uns und letztendlich auch für die Kinder.

Siebter Tag

Wir riefen die Kinder aus dem Garten herein und sagten ihnen, dass wir etwas zu besprechen hätten. Als Ort hierfür suchten sich die Kinder das Kinderzimmer aus, es schien ihnen somit schon ein vertrauter Ort zu sein. Jörg nahm Leonie zu sich auf den Schoß, Simon wollte lieber am Tisch sitzen. Ich hielt ihn am Arm fest. Zitternd saßen wir Großen so nun vor den Kindern um das zu sagen, was ihr Leben völlig ändern würde.

Das Gespräch verlief so:

Ich: “Könnt ihr euch noch erinnern, worüber wir uns letztens beim Abendessen unterhalten haben?“

Leonie :“Wenn einer krank ist.“

Simon :“Ist Ina jetzt gestorben?“

Jörg: “Ja, sie ist zu krank gewesen. Es konnte ihr niemand mehr helfen.“

Leonie weinte bitterlich. Der Anblick dieses weinenden kleinen Mädchens war wie ein Stich ins Herz. Auch Jörg und ich weinten. Nur Simon schaute sehr ernst.

Leonie fragte :“Wo ist den die Ina jetzt?“

Jörg: “Sie ist jetzt beim lieben Gott im Himmel.“

Wieder weinte Leonie bitterliche Tränen: “Wenn die da runterfällt! Aua!“

Ich: “Wer bei Gott ist, der fällt nicht herunter.“

Leonie: “Ist die jetzt nicht mehr krank?“

Jörg :“Jetzt tut Ina nichts mehr weh.“

Leonie verkroch sich in Jörg`s Armen.

Simon fragte: “Die Ina hatte ein kleines braunes Portemonnaie, wer kriegt das denn jetzt?“

Jörg: “Du, Ina braucht es ja nun nicht mehr.“

Wir saßen noch lange schweigend, hielten uns gegenseitig fest. Jeder Gedanke an Ina tat weh. Simon holte seinen geliebten Kuschelhasen und drückte ihn fest an sich. Wir überlegten, was bis zum Tag der Beerdigung noch zu erledigen sei. Um die Formalitäten von Ina kümmerte sich glücklicherweise Ulf, wir hatten ja mit den Kindern zu tun und ich war auch froh darum. Leonie und Simon sollten neue Sachen bekommen, ihre  Bekleidungsausstattung ließ zu Wünschen übrig. Leonie entschied sich nach langem Zögern für ein gestreiftes Kleidchen, während Simon zielstrebig auf ein weißes Hemd mit Fliege zuging. Er meinte, er wolle beim Abschied „schön“ aussehen, für Ina. Am Abend setzten wir uns zusammen und überlegten, was Ina wohl besonders gerne mochte. Im Hintergrund stand als Beweggrund, daß der Sarg bereits geschlossen war und die Kinder Ina nun gar nichts mit auf „die Reise“ geben konnten. Wir hatten also überlegt, den Sarg zu schmücken und mit Bildern zu versehen.

Simon fiel sofort ein, dass Ina schlechtes Wetter, Regen und Sturm nicht mochte.„Ina soll es warm haben. Ich male ihr eine Sonne!“

Und das hat er auch gemacht. Eine wunderschöne, hell strahlende Sonne wurde es, versehen mit einem freundlichen Gesicht. Nachdem die Sonne noch reichhaltig mit Glimmer überzogen war, betrachtete Simon sein Werk eine Weile, blickte dann lächelnd auf und sagte:

“Darüber freut sich Ina bestimmt.“

Ja, diese Sonne war wirklich mit viel Liebe erstellt worden. Einige Herzen aus rotem Karton wurden noch hinzugefügt.

Leonie überlegte lange, ehe sie zu einem Entschluß kam. Sie beschloß einen Elefanten zu malen. Diese, so meinte Leonie, hätte Ina besonders gerne gehabt. Oben auf dem roten Elefanten plazierte sie Ina, fröhlich lachend.

Leonie sagte:“ Die Ina lacht jetzt. Die freut sich. Jetzt kann sie davon träumen!“

Ich fand es sehr tröstlich, dass die Zwei nun eine Form gefunden hatten mit dem Tod ihrer Mutter umzugehen. Wer hatte hier eigentlich die Probleme mit dem Umgang mit dem Tod? Das waren doch nur wir Erwachsenen. Bedingungslos glaubten und vor allen Dingen lebten diese Kinder das, was wir ihnen ja erzählten. Warum sollten wir also so traurig sein, wenn wir uns im Himmel alle wiedersehen? In diesem Moment wurde mir die Verantwortung bewußt, die ich jetzt trug. Da waren zwei Wesen, die absolut und völlig unvoreingenommen glaubten und hofften. Dies zu bewahren, würde nun unsere Aufgabe sein. Es gibt wohl kaum eine Wichtigere.

Achter Tag

Ich telefonierte mit Simons Klassenlehrerin. Ob Simon kommen wolle, um sich zu verabschieden? Noch ein Abschied, dachte ich. Das waren viele Abschiede auf einmal. Ich zweifelte, doch Simon nahm mir die Entscheidung ab. Er wollte auf jeden Fall nochmals in seine Klasse, meinte er. Dort wären schließlich seine Freunde.

Neunter Tag

Am nächsten Morgen fuhren wir ziemlich früh zu dieser Schule. Simons Lehrerin wartete mit der Klasse schon auf dem Schulhof. Der Anblick der Klassenkameraden machte Simon wohl doch zu schaffen. Er griff nach meiner Hand und sprach kein Wort. Schweigend ging er an meiner Hand in die Klasse und nahm auch schweigend seine Abschiedsgeschenke in Empfang. Als wir die Schule nach einer Stunde wieder verließen, stieß Simon ein erleichtertes „Puh!“ aus. Er öffnete das Geschenk der Lehrerin, es war ein kleiner Plüschmaulwurf. Den stopfte er in die Hosentasche und hielt den Umschlag mit den Abschiedsbriefen der Kinder an sich gepreßt. Übrigens durfte bis heute noch niemand diese Briefe lesen. Simon bewahrt sie in seinem Geheimfach wie einen großen Schatz auf.

In der Zwischenzeit war Jörg bei meinen Eltern. Er war froh, als ich ihn abholte. Die Anspannung sei kaum zu ertragen gewesen, Leonie hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon mehr mit dem Tod ihrer Mutter auseinandergesetzt als meine Eltern, die in ihrem Schmerz versanken. Ich ging nicht hinein, ich brauchte meine Kraft für das, was wir nun tun wollten. Wir fuhren zum Friedhof. Von meinen Eltern hatte Jörg die Stelle des Grabes auf dem Friedhof erfahren und wir kamen gerade zu der Zeit, als ein kleiner Schaufelbagger das Grab aushob. Leonie stieß einen kleinen Freudenschrei aus und lief auf den Bagger zu. Höchst interessiert schaute sie dem Tun des Baggerfahrers zu. Sie war halt nur ein kleines fünfjähriges Mädchen. Es war gut, dort zu sein. Die Trauerberaterin hatte uns dies geraten. So konnten viele Fragen schon beantwortet werden.

Am Tag darauf, dem Beerdigungstag hätten wir kaum Zeit und Kraft dazu gefunden. Die meisten Menschen würden in schwarzer Kleidung kommen, vielleicht würde dies den Kindern Angst machen. Sehr viele würden weinen, auch dies ist für Kinder beängstigend, wenn sie nicht darauf vorbereitet sind. Ob ich denn auch weinen würde, wollte Simon wissen. „Ja“, sagte ich, „ich denke, ich werde so traurig sein, dass ich weinen muß.“

Eine Zeitlang standen wir noch an der Grube, dann gingen wir zur Kapelle. Jörg erzählte den Kindern noch einmal, dass viele Leute kommen und dann in der Kapelle sitzen würden. Auf dem Podest würde am nächsten Tag der Sarg stehen.

Simon fragte, ob die Leute denn wissen, dass Ina beim lieben Gott ist. Na dann ist gut, meinte er, als ich dies bejahte.

Jörg zog den Schlüssel für die Leichenhalle aus der Tasche - ich glaubte keinen Schritt mehr gehen zu können. Doch ich konnte. Wir öffneten einen Vorhang und da stand er, der Sarg.

Leonie fragte “Ist da Ina drin?“

Ich nickte.

„Auch der Kopf?“

„Ja, auch der Kopf.“ Sagte ich.

„Wo?“ fragte Leonie und ich deutete auf den hinteren Teil des Sarges

Daraufhin ging Leonie zu der Stelle und klopfte sacht davor. “Hallo, Ina.“ flüsterte sie.

Dann lief sie um den Sarg herum und klopfte nun heftiger davor und rief: “Hallo, hallo, liebe Ina, hallo, hallo!“

Spätestens zu diesem Zeitpunkt wären meine Eltern zusammengebrochen. Ich denke, dass jeder seine eigene Art hat, mit dem Verlust klarzukommen. So hatte mein Vater beispielsweise einen Bademantel gekauft, als es Ina schon sehr schlecht ging. Den sollte sie im Krankenhaus tragen, wenn es ihr wieder besser ginge. Nun trägt sie ihn auf ihrem letzten Weg und ich glaube, daß dies für meinen Vater ein kleiner Trost ist. Er hat etwas getan. Gerade die Tatsache des Tuns und nicht der Schweigsamkeit und Zurückhaltung hatte uns bis daher geholfen. Leonie und Simon taten also auf ihre Weise und das war gut so. Trotz dieses Wissens zweifelte ich einen Moment lang genauso, ob das Verhalten in Ordnung sei, doch wer maßt sich schon an, dieses zu beurteilen?

Aus der mitgebrachten Tasche holten wir die gemalten Bilder heraus. Mit einer großen Lage Dezi-fix befestigten wir zuerst die Sonne von Simon an der sorgfältigst von ihm ausgewählten Stelle. Auch Leonie fand eine Stelle für ihren Elefanten und drückte ihn kräftig auf das Holz. Das tat sie mit viel Eifer, vor Aufregung hatte sie feuerrote Wangen.

Plötzlich hielt sie inne und fragte empört:“ Wieso ist denn der Kopf noch da? Du hast gesagt, Ina ist im Himmel“ Braucht die den denn nicht?“

Der Begriff der Seele war einfach zu abstrakt gewesen, aber wie sollten wir Leonie etwas erklären, was uns selbst zu schaffen machte? Sich mit dem Übergang in Gottes Reich und dem Tod auseinander zu setzen, fällt ja schon uns Erwachsenen schwer. Wie sollten wir da zwei kleinen Kindern, die mit großen fragenden Augen blickten, die Ursprünge unseres Glaubens erklären? Wir konnten nur ehrlich sein, es nicht erklären, sondern sagen, woran wir glauben. Wir Erwachsenen denken oft wahnsinnig kompliziert.

Simon hatte eine ganz einfache Erklärung: “Ina träumt bei Gott.“

„Kann ich auch mal dorthin?“ wollte Leonie wissen.

Sie wurde untröstlich als wir ihr sagten, dass ein kurzer Besuch nicht möglich ist.

Als der Sarg fertig geschmückt war, flüsterte Leonie leise: “Tschüs, Ina.“

Dann verließen wir die Halle und schauten uns nochmals den Aushub an, der inzwischen fertiggestellt war. Anschließend fuhren wir nach Hause. Am Nachmittag fuhr ich mit den Kindern in einen Blumenladen. Dort konnten sie sich Blumen und Schleifenband aussuchen. Simon entschied sich für Rosen, Leonie für Orchideen. Die Blumen legten wir an der Kasse ab und gingen zu dem Regal mit dem Schleifenband. Zielsicher streckte Simon die Hand aus, griff nach einem Glimmer-Glitzer-Band und ließ es nicht mehr los. Leonie griff auch nach einem Band und hielt es fest, als die Verkäuferin kam. Wieviel wir denn wollten, fragte sie.

Als sie dann noch fragte, wofür, antwortete Leonie: “Für die Vergrabung!“

Die Verkäuferin meinte dann zu mir, die Kinder sollten sich doch ein anderes Band auswählen, dieses wäre für den Friedhof viel zu schade.

Zum ersten Mal erhob Simon nun seine Stimme: “Das ist aber für meine Mutter, die ist nämlich gestorben.“

Betreten schaute die Verkäuferin zu Boden, band die Schleifen und kassierte erheblich weniger, als der Preis gewesen wäre. Stolz erhobenen Hauptes verließen die Kinder mit ihren Blumen das Geschäft. Der Abend verlief ruhig und wir gingen alle früh zu Bett.

Zehnter Tag

Am nächsten Morgen fuhren wir zu meinen Eltern. Dort hielten sich schon einige Verwandte auf, die von weiter weg kamen. Es wurde getuschelt. „Wie schrecklich, da sind ja die Kinder!“ „Wie kann man nur die Kinder...“ Eigentlich taten sie mir leid. Mit ihrem Gerede brachten sie doch nur zum Ausdruck, dass sie sich nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hatten.

Als erstes gingen wir in die Kirche. Vom Gottesdienstverlauf bekamen wir allerdings nicht viel mit. Als der Name Ina vom Priester vermehrt genannt wurde, fing Simon an zu weinen. Das war das erste Mal, dass der Junge richtig weinte. Endlich, dachte ich und hielt Simon fest in meinen Armen. Die Tränen flossen heftigst und wir waren alle froh, als der Gottesdienst beendet war. Die Trauerhalle war schon voll, als Jörg und ich mit den Kindern ankamen. Es waren so viele Leute da, dass auch noch welche draußen warten mussten. Wir schoben uns an den Leuten vorbei nach vorn. Je weiter wir nach vorne kamen, um so besser konnten wir den Sarg sehen. Vorn prangte die Sonne und lächelte in diesem traurigen Moment alle so fröhlich an. Wie ein Zeichen kam es uns in diesem Moment vor. Seid nicht traurig, ich habe es gut, wir sehen uns wieder, schien sie zu sagen. Der Pfarrer hielt noch eine kurze Ansprache und dann wurde der Sarg hochgehoben. Mit dem Bild Inas, grinsend auf dem roten Elefanten sitzend, wurde er an uns vorbeigetragen. Dann standen wir auf und gingen zum Grab. Nach einem Gebet wurde der Sarg in die Erde gelassen. Die Kinder warfen ihre Blumen ins Erdreich und viele, viele folgten. Während meine Eltern, mein Bruder, Jörg und ich uns hielten und weinten, hatten sich Leonie und Simon an das andere Ende des Erdloches gestellt und beobachteten nun jeden, der Abschied nahm ganz genau. Mancher warf uns einen missbilligenden Blick zu. Doch für Simon und Leonie war der Abschied in Ordnung, sie wollten wohl jeden genau beim Abschiednehmen beobachten. Wäre der Anlass nicht so traurig, hätte man sagen können, es war schön und würdevoll. Ja, es war zumindest für uns ein schöner Abschied.

Als wir später noch mit einigen Verwandten bei meinen Eltern saßen, krabbelte Simon auf meinen Schoß und unterbrach das laufende Gespräch. Jeden Einzelnen blickte der Junge fragend an, zeigte mit dem Finger auf ihn und fragte: “Hast du geweint?“ Nachdem er alle gefragt hatte, flüsterte Simon zum Schluss: „ Ich auch.“

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