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25.05.2008
Erfahrungsbericht

Mails unserer Leserinnen und Leser zum Thema Namensänderung

Lesen Sie hier einige Mails, die uns zum Thema Namensänderung erreicht haben. Möchten Sie etwas zum Thema schreiben? Benutzen Sie unser [/kontakt:Kontaktformular].

mail vom 14.1.08:

Sehr geehrtes Moses Team,
ich kann die Meinung und Erfahrung von Frau Giesela Steinrötter nur bestätigen. Unsere beiden Pflegekinder (3 5 Jahre) tragen nun unseren Namen. Nicht nur im Kindergarten wurde es angenehmer, sondern auch bei Arztbesuchen, Klinikaufenthalten und am Urlaubsort.

Ich empfehle auf jeden Fall eine Namensänderung zu diskutieren. Bei unserem Leon verweigerte die Jugendbehörde ihre Zustimmung. Aber unserem Antrag wurde trotzdem entsprochen! (Ursula Körber-Schuhen)

mail vom 30.4.07:

Ich bin selber ein Pflegekind und lebe nun seit 13 Jahren in einer Pflegefamilie. Die ganzen Jahre über hatte ich nie den großen Drang nach einer Namensänderung.

Ich melde mich am Telefon immer mit meinem Pflegefamilien-Nachnamen, in der Schule das gleiche. Ich bin eigentlich fast überall unter dem Nachnamen meiner Pflegeeltern bekannt. Außer bei Gericht und beim Arzt, dort muss ich meinen richtigen Namen angeben.

Vor einigen Monaten ging mir die Namensänderung durch den Kopf, vor allem, weil ich im Juni die Schule wechsle und mein Abitur mache.

Ich möchte nicht mit meinem "richtigen" Nachnamen angesprochen werden, ich schäme mich nicht für meine Herkunftsfamilie, eher nur für ihr Verhalten, aber irgendwo ist es mir unangenehm. Ich möchte einfach wie meine Pflegeeltern heißen, das zeigt noch mehr, dass wir zusammengehören. Ich wurde zwar auch schon manchmal gefragt, warum ich so heiße und meine Pflegeeltern so, aber mit diesen Fragen hatte ich bis jetzt nie große Probleme.

Somit habe ich also unsere Sachbearbeiterin gebeten, dass sie bei meinen leiblichen Eltern vorbei fahren soll, um mit ihnen darüber zu reden. Ich wollte sie quasi "vorwarnen" und nicht mit der Tür ins Haus fallen.

Auch wenn meine leiblichen Eltern damit nicht einverstanden gewesen wären, wäre das egal, denn das Sorgerecht hat das Jugendamt und somit macht das kein Unterschied, ob meine leiblichen Eltern damit einverstanden sind oder nicht.

Vor drei Jahren habe ich das erste mal Kontakt zu meiner leiblichen Mutter aufgenommen, mal war er regelmäßig, mal unregelmäßig.. mal so mal so.

Ich hatte schon die Befürchtung, dass meine leibliche Mutter sich nicht mehr melden würde, wenn sie von der Namensänderung erfährt, als ich mit unser Sachbearbeiterin telefonierte. Und so geschah es auch. Ich habe bis jetzt nichts mehr von ihr gehört. Der Antrag auf die Namensänderug ist gestellt, aber noch nicht genehmigt, das wird wohl auch noch etwas dauern.

Es war schon enttäuschend, dass meine Befürchtungen wahr geworden sind. Einen anderen Grund für ihr "nicht melden", kann ich mir nicht erklären. Es hat mich schon getroffen, aber Rücksicht auf sie will ich nicht nehmen, denn das haben sie auf mich auch nicht. Aus dieser Sicht kann man das auch sehen.

Ansonsten denke ich nicht, dass noch irgendwelche Nachteile aus der Namensänerung entstehen werden. (anonym)

mail vom 25.4.07:

Hallo, mich würde interessieren, wie es mit einer Namensänderung nach einer Scheidung aussieht.
Meine Kinder würden sehr gerne den Namen ihres Stiefvaters, also meines Mannes annehmen. Der leibliche Vater wird da aber sicher nicht freiwillig zustimmen, obwohl ein Umgangsstop besteht.
Gibt es da trotzdem eine Möglichkeit eine Namensänderung durchzuführen. (anonym)

mail vom 23.4.07:

Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass unsere 2 Pflegekinder (Geschwister) unseren Namen gerne tragen möchten. Die leibliche Mutter lehnt dies aber kategorisch ab.
Insofern wüßten wir schon gerne, welche Möglichkeiten es gibt, den Interessen der Kinder zu entsprechen. (anonym)

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