Sie sind hier

20.09.2011
Bericht zur Veranstaltung

Wann ist Heimerziehung für Kinder erfolgreich?

Die Ausgangsfrage der Fachtagung: „Wann ist Heimerziehung erfolgreich?“ ist nicht neu, aber stets neu zu stellen. Denn Heimerziehung ist die älteste und in der Jugendhilfe fest verankerte Form der Erziehungshilfen mit einem hohen professionellen Anspruch, aber auch mit erheblichen Kosten.

Ergebnisse der Fachtagung von Mai 2011 in Berlin

Vorträge der Fachtagung:
  • Was ist ein ordentlicher Mensch?

Prof. Dr. CHRISTIAN SCHRAPPER

  • Die Heimerziehung der Zukunft ist eine interdisziplinäre Hilfe (...).

Käthe Brunner, Jugendamt Jena

  • „Die“ Heimerziehung gibt es nicht mehr

Dr. Hans-Ullrich Krause, Kinderhaus Berlin-Mark Brandenburg

  • Diagnostik und Indikation – Wie kommt es zu einer Aufnahme ins Heim?

Dr. Susanne Heynen, Jugendamt Karlsruhe

  • Keine einseitige Perspektive, sondern eine gemeinsame Perspektive entwickeln!

Georg-Friedrich Becker, Evangelische Jugendhilfe Münsterland, Steinfurt

  • Kinderinteressen versus Organisationsinteressen!? – „Kinder brauchen einen lebenswerten Ort.“

Dr. Peter Büttner, Projekt Petra, Schlüchtern

  • Wirkung und Nachhaltigkeit: „Wie verlassen die Kinder das Heim? Was wird aus den Kindern?“

Dr. Klaus Esser, Bethanien Kinder- und Jugenddorf Schwalmtal

  • Aufarbeitung der Geschichte – Was können wir aus Fehlern lernen?

Prof. Dr. Carola Kuhlmann, Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe

  • „Kinder annehmen und verstehen“ ist der Schlüssel zum Erfolg!

Abschlussdiskussion

hier können Sie den Tagungsbericht lesen

Das könnte Sie auch interessieren

Stellungnahme

von:

Widerspruch gegen geschlossene Heimunterbringung in Hessen

Die IGFH protestiert in einem offenen Brief an den hessischen Sozialminister gegen die Wiedereinführung der Geschlossenen Heimunterbringung in Hessen.
Fachartikel

von:

Umgang bei Kindern im Kinderheim oder in der Pflegefamilie

Wie Trennungs- und Scheidungskinder haben natürlich auch Heimkinder und Pflegekinder ein Recht auf Umgang mit ihren Eltern, sowie die Eltern eine Pflicht und ein Recht zum Umgang haben. Bei diesen Kindern – und hier besonders bei Pflegekindern – ist es jedoch notwendig, dieses Recht des Umgangs auf eine mögliche Gefährdung des Kindes durch den Umgang selbst oder die Art und Weise des Umgangs zu überprüfen.
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Hilflos und überfordert? Wenn Erziehung scheitert und Kinder ins Heim kommen - eine Studie des DJI

Das DJI-Thema 10/2009 beschäftigt sich mit den Gründen und der Entwicklung von Heimerziehung bzw. Hilfe zur Erziehung im Rahmen von Heimunterbringung, betreutem Wohnen und auch am Rande mit der Unterbringung in Pflegefamilien.
Fachartikel

von:

Pflegefamilie oder Heim?

Wann und für wen ist ein Leben ausserhalb der eigenen Familie sinnvoll?

Wenn Kinder oder Jugendliche nicht in ihren Ursprungsfamilien aufwachsen können, oder wenn aus ärztlicher Sicht eine Gefährdung innerhalb der Ursprungsfamilie besteht oder droht, kann es indiziert sein, Kontakt zu Behörden mit dem Ziel einer Fremdplatzierung aufzunehmen. Die Kenntnis der Grundlagen und Strukturen von Platzierungsprozessen sowie der Faktoren, die zu einem Gelingen der Fremdplatzierung aus Sicht aller Beteiligten beitragen können, erleichtert den Umgang mit den betroffenen Kindern und ihren Familien enorm.
Arbeitspapier

Einkommensteuerrechtliche Behandlung der Geldleistungen für Kinder in Heimerziehung/§ 34 SGB VIII

Das Bundesministerium der Finanzen hat ein Schreiben zur einkommensteuerrechtlichen Behandlung der Sach-und Unterhaltskostenpauschale bei Geldleistungen für Kinder bei Unterbringung nach § 34 SGB VIII herausgegeben.
Stellungnahme

von:

Aufruf gegen freiheitsentziehende Maßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe

Die IGFH fordert die ersatzlose Abschaffung aller geschlossenenen Unterbringung und freiheitsentziehender Maßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe und hat dazu eine Petition eingereicht.
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Studie zum Thema Strafen in Einrichtungen

Die FH-Dortmund hat im Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften im Rahmen einer Studie zu 'Strafen in Stationären Erziehungshilfeeinrichtungen' 1280 Mitarbeiter befragt.
Bericht zur Veranstaltung

Leben im Kinderheim - Chance oder Strafe für das Kind?

WDR 5 hat sich in seiner Sendung Leonardo damit befasst, wie Kinder die Unterbringung in einem Heim sehen.
Fachartikel

von:

Umgang von Kindern, die in einem Kinderheim oder in einer Pflegefamilie / Erziehungsstelle leben

Die Umgangsregelung bei Kindern im Kinderheim oder in der Pflegefamilie/Erziehungsstelle muss sich an den Gründen und Zielsetzungen der Unterbringung orientieren. Der Aufenthalt im Heim und in der befristeten Vollzeitpflege ist zeitlich begrenzt mit der klaren Perspektive, dass das Kind zu der Herkunftsfamilie zurückkehren wird. Der Aufenthalt in der unbefristeten Vollzeitpflege ist eine auf Dauer angelegte Lebensform, die dem Kind neue Bindungen und Beziehungen in einer anderen Familie ermöglichen soll und Umgangskontakte dies dem Kind nicht unmöglich machen dürfen.
Gerichtsbeschluss erklärt

OVG Rheinland-Pfalz sieht Zuständigkeit des § 86.6 SGB III nur bei Vermittlungen nach § 33 SGB VIII

Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz sieht im Gegensatz zum OVG NRW (Urteil vom 7.06.2005) bei Unterbringungen nach § 34 SGB VIII keine Notwendigkeit eines Zuständigkeitswechsels nach § 86.6 - sondern ausschließlich bei Unterbringungen nach § 33 SGB VIII.