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23.06.2010
Bericht zur Veranstaltung

Kooperation zwischen der Jugendhilfe und Kinderärzt(inn)en muss verbessert werden

Die Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung der Kinderschutz-Zentren ergaben, dass viele Fachkräfte unzufrieden sind mit der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Kinderärzt(inn)en und sich mehr fachlichen Austausch wünschen.

Anfang des Jahres 2010 wurden im Rahmen einer Untersuchung der Kinderschutz-Zentren zum Thema ‚systemübergreifende Kooperationen’ 179 pädagogische, psychologische und medizinische Fachkräfte befragt, die in Kooperationen von Jugendhilfe und Kinderärzt(inn)en tätig sind. Es wurde ihnen die Frage gestellt, wie die spezielle Kooperation von Jugendhilfe und Kinderärzt(inn)en verbessert werden kann. Ziel war es, den Praktiker(inne)n durch die Untersuchungsergebnisse Prüfkriterien bzw. konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben, wie die Kooperation der beide Fachsysteme besser gelingen kann.

Der Kompetenzstreit zwischen Ärzt(inn)en und Fachkräften der Jugendhilfe darüber, wer Kindeswohlgefährdungen besser einschätzen kann, wird für kontraproduktiv gehalten. Kinderärztinnen und Kinderärzten wird empfohlen, sich anonym von der Jugendhilfe beraten zu lassen, wenn sie unsicher sind, ob es sich um eine Kindeswohlgefährdung handelt.

hier können Sie die Studie lesen

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