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Ausbildung von Kinderschutzfachkräften im inklusiven Kinderschutz
Aus der Einleitung der Handreichung
Die Ausbildung von insoweit erfahrenen Fachkräften im inklusiven Kinderschutz braucht aus Sicht des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) eine breit angelegte Qualitätsoffensive, die ein weites Spektrum von Berufsgruppen aus dem erzieherischen, dem rehabilitativen und dem therapeutischen sowie dem medizinischen Feld miteinbezieht. Nur durch einen breit angelegten Prozess, der die einzelnen Berufsgruppen bereits im Studium mit dem Thema vertraut macht, wird es möglich sein, die notwendige Aufmerksamkeit auf das Thema Kinderschutz von Kindern mit Behinderung zu lenken und dadurch die bestehenden Unsicherheiten aufzulösen. Vor allem die Disziplin der Sozialen Arbeit steht in der Verantwortung, Fachkräfte auszubilden, die einen breiten Blick auf die Lebenslagen von Menschen haben. Dieser muss Kinder mit Behinderung in ihren Bedürfnissen berücksichtigen.
Diese grundsätzliche Feststellung ist der vorliegenden Handreichung vorangestellt und somit als Grundprämisse für alle fachlichen Bestrebungen in diesem Bereich zu verstehen.
Aufbau der Handreichung:
Die vorliegende Handreichung empfiehlt konkrete Inhalte, die modular aufeinander aufbauen. Somit verfolgt sie den Anspruch, ein praxisnahes Instrument zu sein, das sich direkt in die Ausbildung von insoweit erfahrenen Fachkräften im inklusiven Kinderschutz implementieren lässt. Die Module unterteilen sich in Basismodule, die für alle Fachkräfte empfohlen werden, die sich im Kontext von Kinderschutz und Behinderung bewegen. Zum anderen sind die weiterführenden Module als Spezifizierung gedacht, die einen genauen Blick auf die Gefährdungslagen und Risikofaktoren im Kontext von Behinderung legen, diese Module eignen sich als Vertiefung für die Ausbildung von insoweit erfahrenen Fachkräften. Allgemein wird empfohlen, dass sowohl der Grundkurs als auch die Vertiefung von einer möglichst weiten Brandbreite an Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe belegt wird, um ein fundiertes Grundverständnis für die Lebenslage von Kindern mit Behinderung zu etablieren.
Die vorliegende Handreichung beinhaltet Themenschwerpunkte sowie didaktische und methodische Handlungsleitfäden. Zusätzlich sind die ersten drei Module mit praktischen Impulsen versehen, die als Anregung für den Diskurs verstanden werden können. Dies mit dem Ziel, ein Manual an die Hand zu geben, das über eine theoretische Empfehlung hinausgeht und konkrete Handlungsleitfäden für die Umsetzung der einzelnen Module in der Ausbildung von Kinderschutzfachkräften und insoweit erfahrenen Fachkräften zur Verfügung stellt, sowie auch einen inhaltlichen Beitrag zu einem Diskurs leistet, der sich aktuell in seinen Anfängen befindet.
Das Fundament wird in Modul 1 mit einer gesellschaftlichen Einordnung gelegt. Hier werden Aspekte des inklusiven Kinderschutzes zunächst einmal auf der persönlichen Ebene reflektiert. Darauf aufbauend erfolgt die fachliche Einordnung, in der die grundlegenden Fachkenntnisse und Wissensbestände zu dem Thema vermittelt werden. Nach dieser ersten persönlichen und fachlichen Auslotung des Themas folgt die familiäre Einordnung. Hierbei soll der Fokus auf die Lebenswelt von Familien behinderter Kinder gelegt werden, mit dem Ziel, Berührungsängste abzubauen und einen lebenswirklichen Eindruck zu erhalten. Erst im vierten Modul, welches gleichzeitig als Abschluss der Grundausbildung dient, werden die gesetzlichen Grundlagen eingeführt. Somit verfolgt die Handreichung das Ziel, von einer persönlichen Ebene zu einer fachlichen Ebene zu gelangen, um dann mit einem Blick für die familiäre Lebenslage die gesetzlichen Grundlagen zu vermitteln.
In den weiterführenden Modulen geht es im Kern darum, Wissen um mögliche Gefährdungslagen von Kindern mit Behinderung zu erlangen. Ebenfalls soll man für die Einschätzung bestimmter Gefahrquellen sensibilisiert werden. Hierzu wird den Teilnehmenden ein Angebotsspektrum an möglichen Risikofaktoren und Gefährdungsformen vermittelt, die in der Praxis zu einem weiten Verständnis in der Beratung führen.








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