Sie sind hier

Tiefergehende Information

Arbeitshilfen und Handlungsempfehlungen zur Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes

Eine Übersicht: Orientierungsrahmen, Anforderungen an Ausstattung und Leistungsfähigkeit der Jugendämter, Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen, Führungszeugnisse bei Neben- und Ehrenamtlichen, betriebserlaubnispflichtige Einrichtungen, Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe.

Themen:

Quelle: Jugendhilfereport des LVR 1-13

Handlungsempfehlungen zum Bundeskinderschutzgesetz – Orientierungsrahmen und erste Hinweise zur Umsetzung

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter (BAG LJÄ) haben Handlungsempfehlungen zum Bundeskinderschutzgesetz veröffentlicht. Auf 52 Seiten stellen sie die wichtigsten Änderungen vor.

Sie gehen dabei insbesondere auf die Frühen Hilfen, den Auf- und Ausbau von Netzwerkstrukturen, Verfahrensvorgaben zur Weiterentwicklung des Kindeschutzes, die Stärkung der Rechte von Kindern und Jugendlichen sowie die Qualitätsentwicklung ein.

  • www.bagljae.de - und dann weiterklicken - Veröffentlichungen - Empfehlungen und Stellungnahmen Nr. 111

Anforderungen an Ausstattung und Leistungsfähigkeit der Jugendämter bzw. der Allgemeinen Sozialen Dienste in NRW unter besonderer Berücksichtigung von Vorgaben aus dem Bundeskinderschutzgesetz

Das Institut für soziale Arbeit (ISA) e.V. hat eine Expertise zu den Anforderungen an Ausstattung und Leistungsfähigkeit der Jugendämter beziehungsweise des ASD seit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes erstellt. Hierzu sind viele Fachleute innerhalb und außerhalb der Jugendhilfe als Experten der Theorie und Praxis beteiligt worden, um den Blickwinkel der Praxis zu fokussieren.

Die Autoren stellen die Neuregelungen des Bundeskinderschutzgesetzes vor und beschreiben die Besonderheiten des ASD. Im nächsten Schritt übertragen sie die Änderungen auf den Betrieb des ASD und stellen Handlungsempfehlungen auf. In einer tabellarischen Übersicht werden schließlich nach Paragrafen sortiert Aufgaben und Anforderungen des Bundeskinderschutzgesetzes und ihre Auswirkungen auf die Struktur und das Personal im ASD dargestellt

Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen

Der Deutsche Verein hat Empfehlungen zur Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen erarbeitet. Die Veröffentlichung beschäftigt sich mit den Beteiligungsverfahren und Beschwerdemöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen, die der neu gefasste § 45 SGB VIII vorschreibt. Die Empfehlungen beziehen sich auf alle Einrichtungen, die einer Betriebserlaubnis bedürfen. Ausgenommen sind lediglich Kindertagesstätten.

Auf 16 Seiten werden wichtige Begriffe erklärt und Wege aufgezeigt, wie Kinder und Jugendliche in Einrichtungen beteiligt und Beschwerdemöglichkeiten etabliert werden können.

Empfehlungen zu Führungszeugnissen bei Neben- und Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendhilfe (§ 72 a Abs. 3 und Abs. 4 SGB VIII)

Der Deutsche Verein hat auch eine Empfehlung zu Führungszeugnissen bei Neben- und Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendhilfe herausgegeben. Ihr Ziel ist es, die Kinder- und Jugendhilfe vor Ort bei der Umsetzung der Regelungen in § 72 a Abs. 3 und Abs. 4 SGB VIII zu unterstützen. Sie richtet sich an die örtlichen und überörtlichen Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe sowie an die Zusammenschlüsse auf Länder- und Bundesebene. Dargestellt wird zunächst der Anwendungsbereich des § 72a SGB VIII. Dabei werden die Begrifft »neben- und ehrenamtliche Tätigkeit« sowie »Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe« erläutert.

Auch gehen die Empfehlungen auf Situationen ein, in denen ein niedriges beziehungsweise hohes Gefährdungspotential nach Art, Intensität und Dauer der Tätigkeit besteht. Abgerundet werden die Empfehlungen durch eine schematisch dargestellte Orientierungshilfe.

Handlungsleitlinien zur Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes im Arbeitsfeld der betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen nach § 45 SGB VIII

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter (BAG LJÄ) hat Handlungsleitlinien für die Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes im Arbeitsfeld der betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen nach § 45 SGB VIII entwickelt. Auf 12 Seiten werden die Neuregelungen in § 45 SGB VIII (Erlaubnis für den Betrieb einer Einrichtung), in § 47 SGB VIII (Meldepflichten) sowie in § 8b Abs. 2 SGB VIII (Fachliche Beratung und Begleitung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen) erläutert.

  • www.bagljae.de - und dann weiterklicken - Veröffentlichungen - Empfehlungen und Stellungnahmen Nr. 112

Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe – Diskussionspapier des Deutschen Vereins zum Umgang mit §§ 79, 79 a SGB VIII

Der Deutsche Verein hat ein Diskussionspapier zum Umgang mit §§ 79, 79a SGB VIII herausgegeben. Damit möchte der Deutsche Verein ausgehend von der aktuell geltenden Gesetzeslage die fachliche und fachpolitische Bedeutung der Qualitätsentwicklung für die Kinder- und Jugendhilfe unterstreichen und Impulse für die mögliche Umsetzung der Neuregelungen der §§ 79, 79a SGB VIII geben. Insbesondere soll der Stellenwert der Jugendhilfeplanung in diesem Kontext hervorgehoben werden. Das Diskussionspapier beschreibt auf 17 Seiten die Anforderungen, die an die Qualitätsentwicklung gestellt werden und macht Vorschläge, wie mit den Regelungen zur Qualitätsentwicklung umgegangen werden kann.

Letzte Aktualisierung am: 
04.02.2013

Das könnte Sie auch interessieren

Politik

"Bundeskinderschutzgesetz soll Frühe Hilfen für Kinder und Familien sicherstellen"

Kinder müssen gesund und gewaltfrei aufwachsen können und vor Vernachlässigung und Misshandlung geschützt werden. Deshalb hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vor vier Jahren das Aktionsprogramm "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" gestartet. Mit Erfolg - wie die Ergebnisse der Arbeit des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) und der Modellprojekte in den Bundesländern zeigen, die am 13. und 14. Oktober auf dem Kongress "Von Anfang an. Gemeinsam." vorgestellt werden.
Hinweis

DFV warnt vor Risiken von digitalem Spielzeug

Smart Toys erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Laut dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) stellt Deutschland den fünftgrößten Markt in diesem Segment. Problematisch ist jedoch, dass dieses Spielzeug für Kinder Risiken birgt. Der Deutsche Familienverband (DFV) appelliert an das Fürsorgeempfinden von Eltern und fordert Hersteller zu Transparenz auf.
Politik

Bericht zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes

Das Bundeskabinett hat heute den Bericht zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes beschlossen. Der Bericht weist auf schon erreichte aber auch noch ausstehende Verbesserungen im Kinderschutz hin - z.B. auf die Stärkung von Pflegekindern und ihren Familien.
Nachricht

Dringender Handlungsbedarf bei Sicherstellung des Kinderschutzes in Zeiten von Corona (Covid-19)

Zwischenruf der Erziehungshilfefachverbände

In einem Zwischenruf weisen die Erziehungsfachverbände AFET, BVkE, EREV und IGjH darauf hin, dass der Schutzauftrag für die Jugendämter und die freien Träger unberührt von der Pandemie bleiben muss. Die Kindeswohl sichernden Maßnahmen bedürfen einer Anpassung an die aktuelle Situation und den damit verbundenen Gesundheitsschutz. Persönliche Kontakte müssen unter Beachtung von Gesundheitsschutzmaßnahmen für alle wahrgenommen werden. Gleichwohl ist eine (auch digitale) aktive und regelmäßige Kontaktsuche zu den Adressat_innen unerlässlich. Die geänderten Betreuungsinhalte und -rahmenbedingungen müssen auch mit den Eltern und Kindern zeitnah kommuniziert werden.
Hinweis

Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder

Kampagnenstart der Kinderschutz-Zentren

Die Kampagne mit Start 1. Sept. 2021 soll sensibilisieren und enttabuisieren. Damit Familien und Kinder Hilfeangebote in Anspruch nehmen, muss das Thema gesamtgesellschaftlich eine größere Aufmerksamkeit erhalten und es muss in den Institutionen, in denen sich Kinder hauptsächlich aufhalten, wie beispielsweise in der Schule, für das Thema sensibilisiert und dieses gleichermaßen enttabuisiert werden.
Nachricht

Schutz von Kindern und Jugendlichen vor häuslicher Gewalt

Im Rahmen einer Pressemitteilung vom 31.03.2020 teilte Bundesfamilienministerien Giffey mit, dass das Ministerium schon einen erhöhten Beratungsbedarf von Eltern und Kindern/Jugendlichen feststellt. Außerdem können Freie Träger im Kinderschutz weiterhin in ihrem Bereich arbeiten, sie erhalten dafür Sicherheit mit dem gerade beschlossenen Sozialschutz-Paket. Darüberhinaus ist die Kinder- und Jugendhilfe nach Auffassung des Bundesfamilienministeriums systemrelevant. Deshalb sollte es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich sein, ihre Kinder in eine Notbetreuung in Kitas und Schulen zu geben.
Alltag mit Kindern

Blauer Engel kennzeichnet unbelastetes Holzspielzeug

Ab sofort gibt es den Blauen Engel auch für gesundheitlich unbedenkliches und umweltfreundlich hergestelltes Holzspielzeug.
Politik

Mehr Kinder- und Jugendschutz durch ein erweitertes Führungszeugnis

Das Bundesjustizministerium hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, mit dem ein erweitertes Führungszeugnis für die Personen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, eingeführt werden soll.
Alltag mit Kindern

Kleine Zellen mit großer Wirkung

Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG) betont die Gefahren von Knopfzellen für Kinder.
Hinweis

Beratungen in Fragen des Kinderschutzes bei möglicher Kindeswohlgefährdung

Die Kinderschutzzentren haben eine Praxishandreichung zur "Schlüsselqualifikationen von „insoweit erfahrenen Fachkräften“ in der Fachberatung bei sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen" veröffentlicht.