Pflegekind

In diesem Schwerpunktthema befassen wir uns mit Verhaltensauffälligkeiten von Kindern. Das Verhalten des Pflege- und Adoptivkindes hat natürlich etwas zu tun mit dem, was er in seiner Ursprungsfamilie erlebt hat, also mit dem „früher“. Das Verhalten hat aber auch etwas zu tun mit dem „Hier und Jetzt“ d.h. mit dem, wie die jetzigen Erwachsenen um das Kind herum auf sein Verhalten reagieren.
Die Unterbringung eines Kindes in eine Pflegefamilie ist erst einmal eine Hilfe zur Erziehung, um dem Kind eine neue Chance zu geben damit es positiv aufwachsen kann.
Darüber hinaus bedeutet diese veränderte Familiensituation aber auch eine Veränderung von Ansprüchen und Anrechnungen im finanziellen Bereich der Pflegefamilie. In diesem Schwerpunktthema informieren wir Sie über Pflegegeld, Beihilfen, Wohngeld, Kindergeld, Renten, Hilfe für behinderte Kinder, Krankenhilfe, Bafög und Berufsausbildungshilfe, Finanzielle Situation alleinerziehender Pflegeeltern, Einkommen des Pflegekindes, Steuerliches.
Eine Scheidung allein ist kein Grund, ein Pflegekind aus der Pflegefamilie herauszunehmen. Die Praxis zeigt, dass Pflegekinder, die ein Eltern-Kind-Verhältnis zu ihren Pflegeeltern aufgebaut haben, durch die Jugendämter in ihren Bindungen an die Pflegeeltern geschützt werden. Das Jugendamt muss jedoch mit den Lösungsvorschlägen der Pflegeeltern einverstanden sein und besonders die neuen Alltagsregelungen akzeptieren.

Schwerpunkt-Thema

Schule

Wenn ein neues Schuljahr beginnt ist das für Pflegefamilien nicht nur ein Grund zur Freude, denn für viele Pflegekinder ist die Schulsituation äusserst problematisch. Aufgrund früher Vernachlässigung oder Gewalterfahrung und fehlender Förderung sind viele Pflegekinder nicht nur im psychischen und sozialen, sondern oft auch in ihrer kognitiven Entwicklung hinter ihrer Altersgruppe zurück. Mit ihren Lebenserfahrungen sind sie den Anforderungen der Schule oft nicht gewachsen.
Inzwischen wird in der Vermittlung, Betreuung und Begleitung von Pflegekindern davon ausgegangen, dass die weitaus größte Zahl der Pflegekinder vor der Unterbringung in der Pflegefamilie traumatische Lebenserfahrungen gemacht hat, und dass die Pflegekinder mit diesen Erfahrungen in die Pflegefamilie „einziehen“.
Sehr viele Pflegekinder haben einen Vormund oder Pfleger. Informieren Sie sich durch unsere Fachartikel und Erfahrungsberichte, durch Literaturtipps, Gesetzesauszüge und Gerichtsurteile.
Oftmals besteht ein großer Unterschied zwischen den Ansprüchen von Konzepten, Rechtsprechung und Gesetzeslage und den realen Gegebenheiten, in denen sich das Pflegekind bewegt.
Besuchskontakte betreffen Kontakte des Pflegekindes zur Herkunftsfamilie oder zu anderen wichtiger Personen zu denen das Kind Beziehungen hat. Besuchskontakte sind ein oft hochemotionales Feld mit sehr unterschiedlichen Sichtweisen.
Es gibt Pflegeeltern, die ihr Pflegekind testamentarisch bedenken möchten. Dies ist selbstverständlich möglich, doch müssen sie dabei einige Besonderheiten beachten.
Gerade in der kalten Jahreszeit gibt es für Kinder weniger Möglichkeiten, sich draussen auszutoben und Aggressionen los zu werden. Wir greifen in diesem Schwerpunkt das Thema "Aggressives Verhalten von Pflegekindern" auf.