Sexualisierte Gewalt in der Erfahrung Jugendlicher

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Thema: Sexueller Missbrauch

Personen / Institutionen: Ludwig Stecher Sabine Maschke

13.06.2017, letzte Aktualisierung am 19.06.2017
Die Ergebnisse der vom Hessischen Kultusministerium in Auftrag gegebenen SPEAK!-Studie über "Sexualisierte Gewalt in der Erfahrung Jugendlicher" zeigt, dass Sexualisierte Gewalt – insbesondere in verbaler, aber auch in körperlicher Form – zur Erfahrungswelt vieler Jugendlicher gehört.

Am 8. Juni 2017 wurden in Wiesbaden die Ergebnisse der vom Hessischen Kultusministerium in Auftrag gegebenen SPEAK!-Studie über "Sexualisierte Gewalt in der Erfahrung Jugendlicher" vorgestellt. Es zeigte sich, dass das Hauptrisiko für sexualisierte Gewalt andere Jugendliche, das heißt Gleichaltrige sind.

Das Besondere an der Speak!-Studie ist, dass sie nicht nur die Perspektive der unmittelbar Betroffenen einbezieht, sondern auch die von Jugendlichen, die sexualisierte Gewalt beobachtet haben oder auch selbst ausgeübt haben. Der Blick auf drei Perspektiven erlaube auch eine Darstellung der Zusammenhänge von sexualisierter Gewalt und der Lebenswelt der Jugendlichen, zu der bspw. Schulfreude oder auch Pornografiekonsum gehörten.

Knapp ein Viertel der 14- bis 16-Jährigen berichtet über körperliche sexualisierte Gewalterfahrungen wie gegen den Willen angetatscht, geküsst oder am Geschlechtsteil berührt zu werden. Erfahrungen, die jedes dritte Mädchen in diesem Alter bereits mindestens einmal gemacht hat. Schwere Formen wiederholter körperlicher sexualisierter Gewalt erlebt mehr als jedes zehnte Mädchen (Jungen zu 3 Prozent).

Diese Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von insgesamt 2.719 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 im Alter zwischen 14 und 16 Jahren.

Hier erhalten Sie die Studie als PDF-Datei.